Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Heilpflanze

Weiße Lichtnelke

Autor

Gertrud Winkelmair
Chefredaktion Superfoods
Weiße Lichtnelke

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

recherchierte
Studien

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Symptome

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Studien

Was ist die Weiße Lichtnelke?

Unter den Heilkräutern ist die weiße Lichtnelke ein kleines Wunder und verfügt über Superkräfte. Die weiße Lichtnelke ist eine in Europa weitverbreitete Nelkensorte. Sie ist auch als Nachtnelke bekannt, da sie am Abend ihre Blüten öffnet, um Nachtschmetterlinge anzulocken. Doch nicht nur ihr Duft ist verlockend, auch ihre Inhaltsstoffe haben eine heilende Wirkung. Früher wurde die Pflanze sogar zum Waschen benutzt, da sie seifenähnliche Substanzen enthält. Typischerweise blüht sie von Juni bis September, ist anspruchslos und erfreut sich allgemeiner Beliebtheit in der Homöopathie. Doch auch Biologen sind von der Pflanze ganz begeistert. Hier kommt sie für Fledermaus-Beete zum Einsatz. Da die Pflanze die Nachtfalter anlockt, bietet sie somit auch eine Futtergrundlage für Fledermäuse.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man die Weiße Lichtnelke einnehmen?

Vor allem bei Atemwegserkrankungen und Hautkrankheiten kommt die weiße Lichtnelke zum Einsatz. Zu den Atemerkrankungen zählen vor allem Husten, Heiserkeit, Erkältung und Erkrankungen der Nebenhöhlen. Vermehrt wird sie aber auch bei Gicht, Krebs, und Rheuma eingesetzt. Auch bei Entzündungen im Mundraum, kann die weiße Lichtnelke helfen. Wer sein Immunsystem stärken und sein Cholesterinspiegel senken möchte, der sollte auch auf die weiße Lichtnelke zurückgreifen. Hauterkrankungen wie zum Beispiel Neurodermitis, können durch die antibakterielle Wirkung gelindert werden. Durch die Inhaltsstoffe der Pflanze ergibt sich ein breites Anwendungsspektrum.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht die Weiße Lichtnelke?

Die weiße Lichtnelke verspricht mehrere Heilwirkungen. So sorgt sie dafür, dass sich Schleim in den Atemwegen löst und auch abgeführt werden kann. Da die Pflanze über einen großen Anteil an Saponinen verfügt, hat sie eine harntreibende Wirkung, stärkt das Immunsystem und senkt den Cholesterinspiegel. Sie wirkt antibakteriell und beugt deshalb Zahnbelag vor und hilft dabei Entzündungen und Zahnfleischbluten im Mund zu lindern. Der antibakterielle Effekt wirkt sich auch positiv bei Hauterkrankungen aus. Hier werden Bakterien auf der Haut abgetötet, sodass der Juckreiz vermindert werden kann. Auch bei Menstruationsproblemen kann die Pflanze zur Schmerzlinderung beitragen. Traditionell wurde der Aufguss der Blüten sogar gegen Depressionen verabreicht. Des Weiteren ist eine Aktivierung des Stoffwechsels durch das enthaltene Zink möglich. Der Pflanze wird auch eine wohltuende Wirkung auf den Blutdruck nachgesagt. Ein natürliches Wundermittel mit großer Wirkung.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von der Weißen Lichtnelke auftreten?

Bei sehr großen Mengen können die Gerbsäuren und Saponinen der Gesundheit Schaden zufügen. Jedoch erreicht man diese hohe Dosierung im Eigengebrauch nicht. Dies bedeutet, dass ein regelmäßiger Verzehr in Form von Tee und den jungen Trieben, sowie die Anwendnung von Aufgüssen, der Gesundheit nicht schaden. Konkrete Nebenwirkung bei sachgemäßer Anwendung sind nicht bekannt.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von der Weißen Lichtnelke, bis sich erste Erfolge einstellen?

Wissenschaftliche Studien und Statistiken liegen nicht vor, jedoch wird die Heilpflanze schon seit mehreren Hundert Jahren von den Menschen genutzt. Bei einer regelmäßigen Einnahme in Form von Tees, Globuli oder dem Verzehr der frischen Triebe, können die positiven Effekt jedoch rasch festgestellt werden. Wenn auch zum Teil nur unterbewusst, durch die Stärkung des Immunsystems oder die Senkung des Cholesterinspiegels. Auch eine regelmäßige Anwendung in Form von Umschlägen für Hautkrankheiten, kann die Bakterien auf der Haut reduzieren und so den Juckreiz lindern. Eine unmittelbare Linderung nach einmaliger Einnahme ist jedoch unwahrscheinlich. Hier empfiehlt sich ein regelmäßiger Verzehr.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von der Weißen Lichtnelke?

Die Heilpflanze kommt in ganz Europa vor und ist auch in Asien nicht selten. Sie ist eine finnische indigene Art und wurde vermutlich mit der Getreideaussaat nach Finnland gebracht. Auch in Nordamerika kann man sie mittlerweile finden. Die weiße Lichtnelke ist anspruchslos und man findet sie an sonnigen Schuttplätzen oder am Ackerrand. Doch nicht nur im Flachland fühlt sie sich heimisch, auch im Mittelgebirge verströmt sie am Abend ihren verlockenden Duft für alle Nachtfalter und Insekten.

Beim Anbau der Pflanze muss man nicht sehr viel beachten, da sie allgemein recht anspruchslos ist. Die ideale Pflanzzeit ist von März bis Oktober. Hier sollte auch auf ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen geachtet werden. Dieser beträgt 50 cm. Wichtig ist, dass die Pflanze bis zum Boden nach dem Winter zurückgeschnitten wird. Die Wurzel der weißen Lichtnelke kann im Herbst gesammelt werden, die Blätter sollten im Frühjahr vor der Blüte genutzt werden.

Diese Nelkenart ist eine zwei- bis dreijährige Pflanze. Ihr Fortbestand ist aber durch eine Selbstausaat (nach der ersten Ansaat) gesichert.

Da die weiße Lichtnelke nahezu überall wachsen kann, eignet sie sich zum einen als Wildpflanze am Wegesrand, aber auch als hübsche Zierpflanze im Garten. Die Pflanze liebt sonnige Plätze mit nährstoffreichem Boden. Bei guter Pflege hat man mindestens zwei Jahre etwas von dieser tollen Heilpflanze.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von der Weißen Lichtnelke aus?

Die weiße Lichtnelke verfügt über hübsche weiße Blüten, wobei Kelch und Blütenkrone klar voneinander abgegrenzt sind. Dies ist typisch für Nelkengewächse. Die Krone besteht aus fünf Blättern. Die Blütenblätter werden circa 2-3 cm groß. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen. Die Pflanze wird zwischen 20 cm und 100 cm groß und bildet eine Wurzel aus, welche vor allem im Herbst für die Nutzung interessant wird. Der Stängel ist an der Basis verzweigt und leicht behaart. Die Laublätter sind in etwa 3 bis 10 cm lang und eirund. Die eierförmige Kapselfrucht enthält den Samen. Um an die kostbare Wurzel zu gelangen, muss man zum Teil bi zu 60 cm tief graben.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist die Weiße Lichtnelke noch bekannt?

Die weiße Lichtnelke ist unter einigen weiteren Namen bekannt. Ihr lateinischer Name lautet: Silene alba oder Silene latifolia ssp. alba. Im Volksmund wird sie auch gern als Nachtnelke, Weiße Nachtnelke, Nacht-Lichtnelke, bezeichnet. Durch das Öffnen der Blüten zum Abend hin, um nächtliche Falter anzulocken, liegt dieser Name nahe. Doch auch als Weißes Leimkraut ist sie in Deutschland bekannt. Der Name bezieht sich wohl auf die klebrigen Stellen am Stiel der Pflanze. Im Englischen ist das Heilkraut unter dem Namen White Champion weit verbreitet.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in der Weißen Lichtnelke enthalten?

Die wirksamen Inhaltsstoffe in der Heilpflanze sind Saponine und Gerbstoffe. Die Saponinen sind dafür verantwortlich, dass der Schleim bei Husten, Erkältung und Heiserkeit verflüssigt wird. Durch die Gerbstoffe können Tees und andere Zubereitungen ihre volle Wirksamkeit entfalten. Da die Saponinen auch antibakteriell wirken, werden die Aufgüsse auch für Hautumschläge genutzt. Des Weiteren enthält die weiße Lichtnelke Zink. Dieses Spurenelement ist vor allem für das Immunsystem enorm wichtig und regt zusätzlich den Stoffwechsel an.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie die Weiße Lichtnelke?

Das Seifenkraut ähnelt der weißen Lichtnelke stark und wird oft als Ersatz verwendet. Das Seifenkraut verfügt wie die weiße Lichtnelke über einen hohen Gehalt an Saponinen, sodass auch hier eine heilende Wirkung bei Atemwegserkrankungen und Hautekzemen nachzuweisen ist. Zur gleichen Art gehört auch die Rote Lichtnelke (Silene dioica), beide Arten können auch miteinander gekreuzt werden.

Eine weitere ähnliche Pflanze nennt sich „aufgeblasenes Leimkraut“ (Siléne vulgáris). Auch hier wurde die Wurzel traditionell für die Seifenlauge gekocht und die Pflanze ist essbar und schmackhaft für Salate.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es die Weiße Lichtnelke am Markt zu kaufen?

In der Homöopathie wird die Pflanze bei der Zubereitung von Globoli und Dilutionen genutzt. Fertige Tees sind schwer zu finden, können aber auch leicht selbst hergestellt werden. Ein Teelöffel Wurzel mit 250 ml Wasser kalt ansetzen, dann einige Stunden stehen lassen. Anschließend mit heißem Wasser kurz aufkochen und abseihen lassen. Der Tee wirkt vor allem bei Erkrankungen der Atemwege. Gern wird auch der Pflanzensaft für Tees verwendet.

Die frischen Triebe der Pflanze kann man auch für Salate nutzen, oder aber kurz andünsten. Auch im täglichen grünen Smoothie kann die weiße Lichtnelke eine tolle Ergänzung sein. Dort nicht nur im Wildkräutersalat oder im Smoothie kann man die weiße Lichtnelke wunderbar einsetzen, auch für die Kräutermischung zum Kochen eignet sie sich prima. Wichtig ist, dass die Blüte nicht essbar ist.

Wer an Hauterkrankungen leidet, kann das Kraut der Pflanze abkochen und den Sud für Hautumschläge nutzen. Auch das Abkochen der Wurzel ist möglich, da in der Wurzel die wichtigen Inhaltsstoffe gespeichert sind. Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Umschläge nicht zu heiß sind, um Verbrennungen zu vermeiden.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von der Weißen Lichtnelke als NEM?

Eine grundsätzliche Verzehrempfehlung gibt es nicht. Da eine zu hohe Dosierung jedoch auch abführend wirken kann, empfiehlt sich ein maximaler Verzehr von 500 ml in Form von Tee pro Tag. Die empfohlene Anzahl an Globoli und Dilutionen ist den entsprechenden Packungsbeilagen zu entnehmen. Die jungen Triebe kann man auch gut roh im Salat verwenden oder aber kurz gedünstet wie Salat. Der Geschmack ist leicht süßlich und erinnert etwas an junge Erbsen. Die Blüten sind nicht essbar.

Gibt es beim Kauf von der Weißen Lichtnelke etwas zu beachten?

Wer die Pflanze in seinem eigenen Garten anbauen möchte, sollte darauf achten, hochwertiges Samengut zu kaufen. Einmal angebaut verbreitet sich die mehrjährige Lichtnelke durch Selbstaussaat. Verwechslungen mit dem Seifenkraut sind schnell möglich. Wichtig ist, zu beachten, dass die Blüten nicht essbar sind und sich die wichtigen Inhaltsstoffe in der Wurzel befinden. Bei dem Kauf von Globuli sollte auch auf verifizierte Händler geachtet werden.

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