Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Heilpflanze

Wasserfenchel

Autor

Sabrina Laidner
Expertin für Ayurveda
Wasserfenchel

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

recherchierte
Studien

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behandelnde
Symptome

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recherchierte
Studien

Was ist Wasserfenchel?

Seit mehreren Jahrhunderten wird Wasserfenchel in der Medizin als eine Heilpflanze genutzt. Jedoch wird sie meistens nur in verarbeiteter Form angeboten, da jedes Teil der Pflanze als toxisch zu beschreiben ist. Auch in Der Homöopathie findet der Wasserfenchel Anwendung. Im Normalfall wird das Heilkraut bei den unterschiedlichsten Atembeschwerden eingesetzt.

Das Heilkraut heißt wissenschaftlich Oenanthe aquatica und ist ein Teil der Familie der Doldenblütler. Diese wird auch Apiaceae genannt. Im normalen Sprachgebrauch ist sie auch unter den Namen Wasserkümmel oder große Rebdolde bekannt. Die Pflanze wird mehrere Jahre alt und wächst wie ein Kraut. Er wird zwischen 30 Zentimetern und 1,20 Metern groß. Das Kraut wächst aus einer Blattrosette und hat dünne Blätter, die mit Laubblättern zu vergleichen sind. Die unteren dieser Blätter sind vom Wasser umgeben und behaart.

Die laubähnlichen Blätter ordnen sich an einen innen hohlen Stängel an. Die Pflanze nennt sich aufgrund der Ähnlichkeit zum Kraut Fenchel und der Nähe zum Wasser ähnlich. Die Pflanze hat ihre Blütezeit zwischen den Monaten Juli und August. Die Blüten des Heilkrauts sehen einer Scheibe sehr ähnlich. Deshalb kann man sie auch als Scheibenblüten bezeichnen. Nach der Blütezeit sterben die Stängel des Heilkrauts. Die früher eher rundliche Wurzel wird zu einer dünneren Wurzel und und treibt aus. Wasserfenchel riecht scharf und aromatisch und erinnert somit ein wenig an starken Wein.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Wasserfenchel einnehmen?

Bereits seit mehreren Jahrzehnten wird die Heilpflanze zur medizinischen Behandlung von Tuberkulose an der Lunge, Husten, chronischen Bronchitis, Keuchhusten und teilweise Fieber verbunden mit Atembeschwerden. So kann auch einer Auszehrung entgegengewirkt werden. Zusätzlich kann der Wasserfenchel bei Gelbsucht, Störungen der Menstruation, Blähungen und bei Anwendung von außen auch die Heilung von offenen und eiternden Verletzungen.

Die Wasserfenchel stammt aus dem Vietnam und wird dort heutzutage noch fundiert gegen Bluthochdruck, Stress, Kopfschmerzen und Diabetes eingesetzt. Diese Anwendung hat Erfolg. In der Homöopathie wird die Medizin aus den reifen Samen der Heilpflanze geerntet.

Die Samen können im späten Sommer eingesammelt und mit der Verreibung von Frischpflanzen sowie der Tinktur weiterverarbeitet werden. Eine Tinktur des Heilkrautes kann beispielsweise mit schon 30 Tropfen in einem halben Liter Wasser für einen Umschlag sorgen. Bei Einsatz von großen Mengen kann die Tinktur sogar für ein Heilbad genutzt werden.

Das Phallandrium aquaticum wird vor allem bei Verdauungsproblemen wie beispielsweise Mundgeruch oder Blähungen, schleimigem Auswurf, Schwindel und sogar Übergewicht eingesetzt. Selbst bei Beschwerden in den Wechseljahren oder einem Mangel am weiblichen Hormon Östrogen kann das Heilkraut hilfreich sein.

Bei einem Milchstau bei stillenden Frauen bekommen diese oft nach dem 10. Tag nach deren Entbindung das Heilkraut in homöopathischer Form verabreicht. Dieses verringert Schmerzen beim Stillen.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Wasserfenchel?

Das Heilkraut hat eine toxische Wirkung auf den menschlichen Körper. Auch auf Vieh auf der Weide wirkt die Pflanze giftig, weshalb Landwirte Angst vor ihr haben. Zwei grundlegende Inhaltsstoffe der Heilpflanze sind Oenanthotoxin (Habermehl) und Dihydrooenanthotoxin. Diese beiden Stoffe funktionieren als Blocker von Neurotransmittern im Gehirn. Dies führt in Säugetieren zu extremen Krämpfen in den Muskeln. Weitere Inhaltsstoffe sind fettes Öl, ätherisches Öl, Harze, Wachs, Gummi und Lignane.

Trotz der eindeutigen toxischen Wirkung des Wasserfenchel ist er nicht so giftig wie die Pflanze Wasserschierling. Dieses altertümliche Kraut führt zu Zittern, Magen Darm Probleme, verstärkter Speichelfluss, Pupillenerweiterung und erhöhter Herz- sowie Atemfrequenz.

Lange Zeit wurde das Heilkraut aufgrund seiner entwässernden und fördernden Wirkung von Auswurf genutzt. Sogar als ein Diuretikum wurde das Kraut im frühen 20. Jahrhundert eingesetzt. Doch hiervor wurde lange gewarnt.

Die Patienten, an denen das Kraut angewandt wurde hatten meistens einen starken Husten mit Blut. Im Vergleich dazu ist der Wasserfenchel aus dem Vietnam nicht mehr gefährlich und fast schon harmlos.

Normalerweise wächst der Wasserfenchel im asiatischen Raum, aber mittlerweile ist er auch in Europa zu finden. Selbst im persönlichen Garten lässt sich der Wasserfenchel gut kultivieren. Zur Pflege muss das Kraut jedoch nach einer Wuchszeit von ein paar Jahren regelmäßig abgestochen werden.

Im Vietnam sind die jüngeren Triebe sowie die Blätter des Heilkrauts sogar Teil der Küche. Dort gelten diese nämlich tatsächlich als Delikatesse. Diese Teile des Krauts werden ähnlich der Zubereitung von Gemüse gedünstet oder auch roh in einem Salat oder einer Suppe serviert. Die Pflanze ist sehr beliebt aufgrund des Geschmacks, der an eine Kombination aus Sellerie und Fenchel erinnert.

Besonders bei Kuren im Frühjahr wird der Wasserfenchel aufgrund seines hohen Gehalts an Vitamin C. Außerdem ist er das ganze Jahr verfügbar, da das Heilkraut sich einfach einfrieren lässt. Die gut aussehenden Blüten dienen als Dekoration für die Mahlzeiten der Vietnamesen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Wasserfenchel auftreten?

Wirkliche Nebenwirkungen hat die Pflanze nicht. Lediglich die toxische Wirkung ist hierbei zu nennen. In diesem Sinne sind folgende Wirkungen auf den menschlichen Körper zu beachten: Pupillenerweiterung, Speichelfluss, Magen-Darmbeschwerden, Verstopfung, Erregung, Zittern und erhöhte Atem- und Herzfrequenz.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Wasserfenchel, bis sich erste Erfolge einstellen?

Das Heilkraut wirkt meistens relativ schnell. Selbstverständlich muss man die individuelle Empfindlichkeit jedes Einzelnen miteinberechnen. Einige Menschen können mehr vertragen, sodass bei diesen eine höhere Dauer zu erwarten ist. Generell sollten die Ergebnisse aber nicht länger als zwei Wochen auf sich warten lassen.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Wasserfenchel?

Der Ursprung der Pflanze liegt in Asien und Europa. In Vietnam ist sie besonders bekannt. Mittlerweile wächst sie jedoch auch ohne Probleme im Westen Asiens, Sibirien und Europa. Selbst in Nordamerika ist sie ab und zu vorzufinden. Die Pflanze bevorzugt lichtgeflutete Orte, an welchen die Tiefe des Wassers nicht mehr als ein Meter beträgt. Sie wächst in Teichen, Tümpeln, Röhricht und Gräben.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Wasserfenchel aus?

Das Ausgangsprodukt des medizinischen Mittels Wasserfenchel ist selbstverständlich die Pflanze Wasserfenchel.

Das Ausgangsprodukt wächst zu einer schmalen Wurzel. Das Heilkraut riecht scharf und aromatisch, sodass es an den Geruch von schwerem Wein erinnert. Früher wurde die Pflanze gegen Krankheiten eingesetzt und wuchs hauptsächlich in Eurasien. In Deutschland kann man sie hauptsächlich im Norden finden.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Wasserfenchel noch bekannt?

Der Wasserfenchel wird unter anderem Phallarium oder in der Wissenschaft auch Oenanthe aquatica genannt.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Wasserfenchel enthalten?

Zwar ist das Heilkraut ein toxisches Mittel, jedoch enthält es einige interessante Inhaltsstoffe. Dazu zählen Gummi, Harz, Lignane, ätherisches Öl und fettes Öl.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Wasserfenchel?

Bis auf den bereits genannten äußerst giftigen Schierling scheint es keine wirklich ähnlichen Heilpflanzen geben. Selbstverständlich haben auch weitere Pflanzen ähnliche Wirkungen wie das beschriebene Heilkraut, jedoch vereint keine uns bekannte all diese Eigenschaften.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Wasserfenchel am Markt zu kaufen?

Wasserfenchel gibt es in allen Möglichen Formen auf dem Markt zu kaufen. Diese bieten, wie bei jedem Heilkraut, Vor- und Nachteile. Hier kommt es also auf den Geschmack der individuellen Konsumenten an. Kapseln und Pillen ermöglichen beispielsweise zwar einen einfachen Transport und eine schnelle Einnahme, jedoch lassen sich diese nicht so einfach dosieren wie andere Einnahmeformen. Dafür können sie, anders als flüssige Einnahmeformen oder ein Pulver, nicht auslaufen und beispielsweise ein Auto schmutzig machen. Wasserfenchel in Form von Dragees oder Tee einzunehmen ist meistens entspannter, jedoch brauchen diese Formen der Einnahme meistens mehr Zeit.

Pulver lässt sich mit Abstand am besten dosieren, damit ist aber natürlich auch ein gewisser Aufwand verbunden. Denn dieses kann selbstverständlich nicht pur eingenommen werden, sondern muss in Verbindung mit Wasser erst einmal angesetzt werden. Auf Reise gestaltet sich eine Einnahme durch Pulver also eher schwierig. Generell ist Wasserfenchel aber meistens als homöopathisches Mittel im Einsatz, was in den meisten Fällen in der Benutzung von sogenannten Globuli endet. Diese Globuli sind kleine, leicht einnehmbare Kugeln. Sie lassen sich gut mit Tabletten oder Pillen vergleichen. Denn genau wie eine Tablette lassen sich die kleinen Kugeln einfach verstauen. Auf dem Markt sind sie meistens in kleinen geschlossenen Glasbehältern zu kaufen, was die Einnahme um einiges erleichtert.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Wasserfenchel als NEM?

Die Verzehrempfehlung variiert natürlich zwischen den unterschiedlichen Möglichkeiten, die Pflanze zu sich zu nehmen. Generell sollte daher immer vorher Absprache mit einem Arzt gehalten werden. Denn nur dieser kann wirklich wissen, ob die Einnahme des Heilkrauts im Moment beim jeweiligen Konsumenten sinnvoll ist. Es kann auch sein, dass man als Konsument eine Unverträglichkeit gegen die Pflanze hat, sodass von einem Konsum ganz klar abgeraten werden kann. Auch die tägliche Dosierung als normaler erwachsener Mensch kann gut durch einen ärztlichen Rat eingeschätzt werden. Normalerweise sind die Verzehrmengen aber auch immer auf den einzelnen Verpackungen angegeben, sodass hierbei keine Verwirrung auftreten sollte.

Gibt es beim Kauf von Wasserfenchel etwas zu beachten?

Falls man das Heilkraut erwerben will, sollte man zu aller erst auf die Qualität des Produktes achten. Viele Hersteller verringern die Qualität durch die Weiterverarbeitung. Zudem fügen einige Hersteller gerne weitere Stoffe zu ihren Produkten hinzu. So kann es passieren, dass man plötzlich auch noch Vitamin C in seinem Präparat hat, welches eigentlich nur aus dem beschriebenen Heilkraut bestehen sollte. Die Einnahme sollte zudem immer zuerst mit einem erfahrenen Arzt abgeklärt werden, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.

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