Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Heilpflanze

Uzara

Autor

Gertrud Winkelmair
Chefredaktion Superfoods
Uzara

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

21

recherchierte
Studien

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behandelnde
Symptome

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21

recherchierte
Studien

Was ist Uzara?

Im Allgemeinen ist Uzara eine Pflanzenart und ein Superfood, welche zur Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse gehört. Beheimatet ist die Pflanze in Südafrika. Dort werden im Zuge der südafrikanischen Volksmedizin die Wurzeln der Pflanze seit vielen Generationen als Heilmittel verwendet. Diese Art der Medizin wird vom Volk der Xhosa als „Uzara-Meidizin“ bezeichnet. Angewendet wird dieses Heilmittel als Mittel gegen Erkältungen, Regelschmerzen, Verdauungsstörungen und Migräne. In Deutschland wird die Wurzel seit dem Jahre 1911 auch zur Anwendung gezogen. Hier extrahiert man aus der Uzara-Wurzel ein Trockenextrakt. In Deutschland kommt dieses Extrakt vor allem gegen Durchfallerkrankungen zur Anwendung.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Uzara einnehmen?

Es gibt keine wissenschaftlichen Studien, die die Wirkung des Superfoods belegen. Bei Darmerkrankungen, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden, aber auch bei der Behandlung von Herzschwächen kann Uzara eine positive Wirkung vorweisen. Dennoch sollte vor einer Einnahme von entsprechenden Präparaten ein Arzt konsultiert werden.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Uzara?

Es gibt aktuell noch zu wenig Studien, die die Wirkung von Uzara wissenschaftlich oder medizinisch belegen. Dennoch wird der Pflanze in vielen Bereichen und Anwendungsgebieten eine positive Wirkung nachgesagt. Durch die Inhaltstoffe Cardenulid-Glykoside, zu welchem unter anderem Uzarin und Xysmalorin gezählt werden, wirkt die Uzara-Wurzel sehr schnell. Dies ist auch ein Grund, weswegen angenommen wird, dass sich die Pflanze auf das vegetative Nervensystem in positiver Weise auswirkt.

Durchfallerkrankungen

Wie bereits angesprochen, kommt Uzara als traditionelle Heilpflanze in Südafrika seit Generationen zur Behandlung von Durchfallerkrankungen zum Einsatz. Aber auch in der modernen Medizin wird gerade bei akutem, aber auch unspezifischen Durchfall auf die Pflanze zurückgegriffen. Der Inhaltstoff Uzarin soll den Stuhldrang reduzieren, in dem er die Bewegung der Magen-Darm-Muskulatur hemmt. Außerdem sorgt er dafür, dass der Wasserverlust vermindert und so der Stuhl fester wird. Experimentell wurde auch eine bewegungsanregende Wirkung beobachtet, was wiederum dafür sorgen dürfte, dass der Darm nicht an Spannung verliert und erschlafft. So kann die nötige, entgiftende Ausscheidungsfunktion erhalten bleiben, wohingegen gleichzeitig die Darmpassage verlangsamt wird. Es konnte beobachtet werden, dass das Superfood die Dauer der Erkrankung verkürzen kann und nicht nur die Symptome lindert.

Begleitschmerzlinderung

Im Zuge von Durchfällen treten auch häufig weitere begleitende Beschwerden, wie Bauchschmerzen, Brechreiz und Übelkeit auf. Diese lassen sich ebenso durch das Superfood lindern. Von Einheimischen Südafrikas wird das Pulver, welches aus der Wurzel gewonnen wird, bei Kopfschmerzen direkt geschnupft. Auch Menstruationsschmerzen und Nachwehen werden dieser Orts mit Uzara behandelt.

Herzschwäche

Ebenso, wie das Gift des Fingerhuts, gehört auch der Inhaltstoff Uzarin der Pflanze Uzara zu den Herzglycosiden, also den herzwirksamen Steroiden. Diese Inhaltsstoffe hemmen den Herzmuskel. Daraus resultiert sich, dass sich die für eine Kontraktion des Muskels benötigten Ionengradienten verschieben. In kontrahierter Form erstarrt der Muskel. Werden Herzglycoside in geringer Konzentration eingenommen, wird die Kontraktionskraft des Herzens verstärkt, eine Herzschwäche kann so ausgeglichen werden. Es wird angenommen, dass Uzarin eine ähnliche Wirkung auf das Herz hat. Dabei ist es jedoch vergleichsweise weniger giftig. Dies kann darauf zurückgeführt werden, dass es im Darmtrakt kaum aufgenommen wird. Eine sichere Anwendung kann durch die Einnahme von Präparaten garantiert werden, nur bei einer sehr hohen Dosis treten unerwünschte Herzsymptome auf.

Wundbehandlung

In Afrika werden die Wurzeln der Pflanze Uzara pulverisiert und zur äußerlichen Wundbehandlung eingesetzt. In Europa wird dies nicht in der Praxis angewandt, da es auch hier keine wissenschaftlichen Belege für die tatsächliche Wirkung dieser Vorgehensweise gibt.

Anti-Depressivum

Anti-Depressiva steigern im Allgemeinen die Wirkung von Serotonin, dem „Glückshormon“. Alkoholische Extrakte des Superfoods zeigten in zahlreichen Untersuchungen anti-depressive Effekte.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Uzara auftreten?

Uzara-Glykoside weisen in therapeutischer Dosierung keine Nebenwirkungen auf den Herzmuskel auf. Digitalisierte Patienten sollten sich jedoch bewusst sein, dass es bei Überdosierungen bei der Einnahme zu Wechselwirkungen kommen kann. Außerdem konnte eine Beeinflussung des Digitalis-Spiegels bei Labortests beobachtet werden, sodass es zu einer Vortäuschung von Digoxin- und Digitoxin-Konzentrationen in falscher Höhe kam. Bei der Behandlung von anderen Beschwerden, wie etwa Durchfall, Menstruationsschmerzen oder Übelkeit konnten bislang keinerlei Nebenwirkungen beobachtet oder festgestellt werden.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Uzara, bis sich erste Erfolge einstellen?

Nachdem es keine wissenschaftlichen Belege für die tatsächliche Wirkung des Superfoods zur Linderung oder Behandlung von Krankheiten oder Beschwerden gibt, kann auch keine pauschale Angabe über die Anwendungsdauer bis zum ersten sichtbaren Erfolg gegeben werden. Ein positiver Effekt, eine Linderung oder eine Heilung kann somit in der Anwendungsdauer von Person zu Person variieren.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Uzara?

Bis hin zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die Uzara-Pflanzen nördlich von Pretoria gesammelt, deren Wurzeln getrocknet und anschließend nach Deutschland und in andere europäische Länder exportiert. Bis dato wurden hierfür wildwachsende Pflanzen geerntet. In der zweiten Jahrhunderthälfte hat man begonnen, Kulturen der Pflanze anzulegen. Zwei Jahre nach der Aussaat

werden die Wurzeln geerntet, anschließend in ca. 3 cm lange Stücke geschnitten und an der Luft getrocknet. Es wurden auch Versuche vorgenommen, die Pflanze in Deutschland zu kultivieren. Dies schlug jedoch fehl. Grund hierfür waren die unzureichenden klimatischen Voraussetzungen, wie etwa zu wenig Sonneneinstrahlung im Jahr, zu hohe Niederschläge und die Gefahr des Bodenfrosts im Winter. Daher kann dieses Superfood nur über Anbieter, welche dieses selbst importieren, gekauft werden, einen Heimanbau gibt es in Europa aufgrund der klimatischen Gegebenheiten nicht.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Uzara aus?

Bei Xysmalobium Undulatum handelt es sich um eine Staudenpflanze aus Südafrika. Der aufrechte Stängel kann bis zu einem Meter hoch werden. In Kreuz gegenständiger Anordnung werden lanzettförmige Blätter vom Stängel getragen. Die Blätter sind ledrig und haben eine kräftige Mittelrippe, sowie eine mehr oder weniger gewellten Rand. Schneidet man die Pflanze an, fließt weißer Milchsaft aus der Schnittstelle. Dies ist typisch für die Hundsgiftgewächse, zu denen die Uzara-Pflanze gezählt wird. Im oberen Abschnitt der Pflanze bilden sich grüngelbe-beige Blüten. Die Kronblätter weisen dichte Haare auf und biegen sich am oberen Ende zurück. In weiterer Folge bilden sich borstige Balgkapseln. Diese werden bis zu 7 cm lang. In ihnen sind dunkelbraune Samen enthalten. Verbreitet werden diese Samen durch den Wind. Die Samen haben einen haarigen Fallschirm, wodurch sie besser durch die Luft getragen werden können. Ausgesät werden die Samen im Oktober und November. Im ersten Jahr blüht die Pflanze bereits und man kann Fruchtkapseln zur Gewinnung von Samen einsammeln. Auch wenn die Pflanze abgemäht wird, wächst sie im folgenden Jahr wieder aus. Geerntet wird die Wurzel in der Regel erst im zweiten oder dritten Jahr im Monat Mai.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Uzara noch bekannt?

Das Superfood Uzara ist auch unter dem Namen Xysmalobium Undulatum bekannt. Die Pflanze wird einerseits als Superfood, andererseits aber auch als natürliches Heilmittel oder Nahrungsergänzungsmittel bezeichnet.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Uzara enthalten?

In der Pflanze konnten Inhaltsstoffe, wie Cardenolidglykoside mit Uzarin als Hauptwirkstoff, aber auch weitere Inhaltsstoffe, wie beispielsweise Flavonoide, Gerbstoffe, Phytosterine oder Xysmalorin nachgewiesen werden.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Uzara?

Eine ähnliche Wirkung wie Uzara können bei Durchfallerkrankungen auch andere Pflanzen oder Heilmittel haben. Diese sind beispielsweise Äpfel, Heilerde, Gänsefingerkraut, Blaubeeren oder Salbeitee.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Uzara am Markt zu kaufen?

Im Handel ist das Superfood wahlweise als Fertigpräparat in Form von Tabletten, als Tinktur oder aber auch als Tee zu erwerben. Die häufigste Art, die zur Anwendung kommt, ist die der Tinkturen aus Apotheken. Je nach Tinktur nimmt man ein bis drei Mal täglich 10-50 Tropfen ein oder folgt den Hinweisen auf der Packungsbeilage. Es kann sein, dass eine Tinktur für die anwendende Person zu konzentriert ist. In so einem Fall kann diese mit Wasser verdünnt werden. Es gibt aber auch Dragees, die entsprechend der Packungsbeilage einzunehmen sind. In Mitteleuropa sind die unbearbeiteten Teile der Uzarapflanze kaum erhältlich. Das Pulver der Wurzel wird traditionell auch auf Abszesse und Verletzungen gestreut. Welche Einnahmeform sich für einen selbst besonders eignet, kann von den persönlichen Wünschen abhängen. Ferner kann der Hausarzt oder Apotheker zu Rate gezogen werden, welche Einnahmeform sich zur Behandlung der spezifischen Beschwerde besonders eignet.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Uzara als NEM?

Man sollte darauf achten, dass Präparate, also Trockenextrakte oder Tinkturen mit eingestelltem Glykosidgehalt zur Anwendung kommen. Für Erwachsene ist die einmalige Eingangsdosis von einem Gramm Wurzelpulver am ersten Tag in 3-6 Portionen über den Tag verteilt empfohlen. Ein Gramm des Pulvers entspricht etwa 75 mg Gesamtglykosiden. Danach kann die Tagesdosis so erhöht werden, dass man über den Tag verteilt in ebenso 3-6 Portionen 45-90 mg Gesamtglykoside nicht überschreitet. Bei Kindern ab 2 Lebensjahren sollte die Tagesdosis an Glykosiden von 15-30 mg nicht überschritten werden.

Gibt es beim Kauf von Uzara etwas zu beachten?

Bei Kauf von Uzara sollte man darauf achten, dass Dragees, Tinkturen, Tabletten und Tee bei namhaften Anbietern erworben werden. So kann sichergestellt werden, dass die Dosierung an Gesamtglykosiden nicht zu gering, aber vor allem nicht zu hoch ist. Hierfür kommen vor allem Apotheken, aber auch andere renommierte Anbieter in Frage. Außerdem kann so sichergestellt werden, dass keine verunreinigten Produkte erworben werden. In Europa kann man sich nämlich grundsätzlich sicher sein, dass vor allem Apotheken und andere, geprüfte Unternehmen die Hygienebestimmungen einhalten und nur zu 100% geprüfte, saubere Produkte mit einer eingestellten Dosierung an Gesamtglykosiden anbieten.

Studien zu Uzara

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