Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

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Superfood

Mönchsfrucht

Autor

Sabrina Laidner
Expertin für Ayurveda
Mönchsfrucht

enthaltene
Wirkstoffe

behandelnde
Symptome

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

Eckdaten zu Mönchsfrucht

Leckeres Schlemmen ohne schlechtes Gewissen. So viel naschen, wie man möchte, ohne übermäßig viele Kalorien zu sich zu nehmen. Und als Belohnung tut man noch etwas Gutes für seine Gesundheit.

Durch die Mönchsfrucht kommt man diesem Traum, der fast zu schön, um wahr zu sein, klingt, einen bedeutenden Schritt näher. Sie ist vielseitig einsetzbar und in der chinesischen Küche, sowie der traditionellen chinesischen Medizin seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil des alltäglichen Lebens. Auch bei uns findet die Mönchsfrucht immer mehr Beachtung und ist auf dem Vormarsch, ein echtes Superfood zu werden. Nach und nach kommt sie auch immer mehr im Handel an und wird neben den traditionellen Asia-Läden auch immer häufiger in Reformhäusern und im Internethandel angeboten.

Was die Frucht aber für die menschliche Gesundheit bedeutet und was genau es mit der Mönchsfrucht oder auch Luo Han Guo, wie sie in China genannt wird, auf sich hat, soll im Folgenden geklärt werden.

Was ist Mönchsfrucht?

Die Mönchsfrucht oder auch Luo Han Guo, wie sie im Chinesischen heißt, ist eine Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse. Das macht sie zu einer entfernten Verwandten von der Melone, der Gurke und dem Kürbis. Da sie der Legende nach von den Luohan-Mönchen in China angebaut und kultiviert wurde, nennt man sie auch Mönchsfrucht. Sie ist eine mehrjährig wachsende Pflanze, aus deren Wurzelstock jedes Jahr ein neuer Trieb wächst. Daran entwickeln sich Blätter, die bis zu 25 cm lang werden können.

Außerdem trägt sie gelbe Blüten, deren Größe bis zu 3,5 cm betragen kann. Für die Verwendung als Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel (im Folgenden mit NEM abgekürzt) sind die kugel- oder birnenförmigen Beeren bzw. Früchte und deren Samen. Vergleichbar im Aussehen sind sie am ehesten mit Kiwis, da ihre Schale auch die typische Behaarung aufweist, die man hierzulande vor allem von Kiwis kennt.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Mönchsfrucht einnehmen?

Der Extrakt der Mönchsfrucht ist etwa 300 mal süßer als normaler Zucker, führt dem menschlichen Körper aber laut einiger Studien kaum Kalorien zu. Somit kann sie gut zum Backen, Kochen oder als Süße in Tee, Kaffee oder anderen Lebensmitteln verwendet werden. Des weiteren wird die Mönchsfrucht in der traditionellen chinesischen Medizin für folgende Krankheiten oder körperliche Gebrechen als Heilmittel verwendet:

  • Hitzschlag
  • vermehrte Schleimbildung in den oberen Atemwegen
  • Kopfschmerzen
  • Husten
  • Halsschmerzen

Außerdem wird sie zur Förderung der Verdauung, zur Befeuchtung der Lunge oder auch als Mittel zur Entgiftung genutzt.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Mönchsfrucht?

Die Mönchsfrucht wird gerne als Süßungsmittel in der Küche verwendet. Man backt und kocht gerne mit ihr.

Da sie die Insulinausschüttung nicht anregt, kann sie auch von Diabetikern verwendet werden. Sie senkt den Histamingehalt im menschlichen Körper und wirkt so effektiv allergischen Reaktionen entgegen.

Zusätzlich sagt man ihr durch ihre antioxidative Wirkung nach, Krebszellen zu zerstören und somit Krebs zu heilen oder zumindest vorbeugen zu können, da sie das Krebsrisiko reduzieren kann.

Folgende Wirkungen werden ihr ebenso nachgesagt:

  • Schutz vor Schlaganfällen
  • Bekämpfung von Entzündungen
  • Hilfe bei der Gewichtsabnahme

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Mönchsfrucht auftreten?

Bisher sind keine Nebenwirkungen nach der Einnahme der Mönchsfrucht bekannt. Das liegt vor allem daran, dass sie hierzulande noch nicht wirklich lange vertreten ist und es daher noch keine Erfahrungswerte gibt.

In China wird sie jedoch schon seit Jahrhunderten genutzt und erfreut sich dort unheimlicher Beliebtheit. Auch dort gilt sie als nebenwirkungsarm.

Lediglich die Möglichkeit von Überempfindlichkeitsreaktionen oder Allergien sind, wenn auch in sehr geringem Maße, vorhanden. Selbst für Schwangere, Stillende und sogar Kinder soll sie als sicher gelten.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Mönchsfrucht, bis sich erste Erfolge einstellen?

Der Nutzen der Mönchsfrucht stellt sich bei einigen Wirkungen ab der ersten Anwendung ein, bei anderen Wirkungen bedarf es einer gewissen kontinuierlichen Einnahme, um erste Erfolge sehen zu können. Vor allem die Schutzfunktion gegen Schlaganfälle oder die Möglichkeit, Gewicht zu verlieren, ist noch von anderen Faktoren abhängig, als von einer ersten und einzigen Einnahme. Generell beginnen die Vorteile einer Nutzung der Mönchsfrucht aber schon ab dem ersten Verzehr.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Mönchsfrucht?

Luo Han Guo kommt ursprünglich aus China. Dort haben im 13. Jahrhundert buddhistische Louhan-Mönche begonnen die Pflanze zu kultivieren. Daher auch ihr Beiname Mönchsfrucht. Die Mönche setzten Luo Han Guo zum süßen von Speisen und Getränken (Tee) ein, verwendeten sie aber auch zu medizinischen Zwecken.

Auch heute noch befindet sich ihr Hauptanbaugebiet in China bzw. Asien.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Mönchsfrucht aus?

Die frische Luo Han Guo Frucht (Beere) ist ca. 5 bis 8 cm land und 4 bis 6 cm breit, somit ist sie etwas langgestreckt und eher birnen- als kugelförmig. Die Beeren sind leicht filzig behaart. Die Oberfläche ist entweder glatt und mit unauffälligen Streifen versehen oder weist längliche Furchen auf, die vom Fruchtstiel ausgehen.

Die Frucht selbst ist frisch nicht zum Verzehr geeignet, da sie zwar sehr viel Vitamin C enthält, jedoch nicht genießbar ist. Nach der Ernte wird sie getrocknet. Dadurch können viele unerwünschte Aromen, wie zum Beispiel Bitterstoffe, beseitigt werden. Beim Trocknen entwickeln die Luo Han Guo Beeren eine braune Farbe, sowie eine dünne, brüchige, etwa 1 mm dicke Schale. Danach wird Luo Han Guo getrocknet und in der Regel im Handel als Pulver angeboten.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Mönchsfrucht noch bekannt?

Wie im Text schon oft erwähnt, ist die Mönchsfrucht auch unter ihrem chinesischen Namen Luo Han Guo bekannt. Außerdem wird sie im Handel häufig unter ihrer englisch sprachigen Bezeichnung Monk Fruit angeboten.

Der wissenschaftliche Name für die Luo Han Guo ist Siraitia grosvenorii.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Mönchsfrucht enthalten?

Die Frucht besteht zwischen 25 und 38% aus unterschiedlichen Kohlehydraten, hauptsächlich Glucose und Fructose. Die extreme Süße der Mönchsfrucht rührt jedoch hauptsächlich von den Mogrosiden (einer Gruppen von Triterpen-Glykosiden). Man unterscheidet fünf verschiedene Mogroside (benannt mit I bis V). Den Hauptbestandteil stellt das Mogrosid V, das auch den Namen Esgosid trägt.

Die frischen Früchte enthalten außerdem sehr viel Vitamin C. Untersuchungen haben einen Wert von 461,12 mg Vitamin C je 100 g bei wild wachsenden Pflanzen und ein Maximum zwischen 339,68 und 389,31 mg je 100 g bei Zuchtsorten ergeben. Mit der Trocknung geht ein hoher Verlust an Vitamin C einher (bis zu 90 %). Aber selbst die getrockneten Früchte enthalten noch ähnlich viel Vitamin C wie etwa frische Orangen oder Zitronen.

Im Samen sind verschiedene Fettsäuren enthalten:

  • 52,3 % Linolsäure
  • 20,7 % Ölsäure
  • 14,7 % Palmitinsäure
  • 7,1 % Stearinsäure
  • 0,6 % Myristinsäure
  • 0,6 % Caprinsäure
  • 0,5 % Laurinsäure

Ähnliche Superfoods

Gibt es ähnliche Superfoods, die wirken wie Mönchsfrucht?

Es gibt eine Reihe von alternativen zum Mönchsfruchtzucker. So wird Stevia aufgrund seiner sehr ähnlichen Eigenschaften oft in einem Atemzug mit Luo Han Guo genannt.

Aber auch andere Suesstoffe wie Kokosblüten- oder Birkenzucker lassen sich als Ersatz für herkömmlichen Zucker oder eben auch Mönchsfruchtzucker verwenden.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Mönchsfrucht am Markt zu kaufen?

Im frischen Zustand ist die Luo Han Guo nicht zum Verzehr geeignet und neigt dazu sehr schnell zu faulen. Deshalb wird sie nach der Ernte in der Regel sehr schnell verarbeitet. Der erste Schritt ist dabei immer die Trocknung.

Die getrocknete Frucht wird anschließend entweder zu einem Sud aufgekocht. Die Flüssigkeit wird umso süßer, je länger die Samen im Sud verbleiben. Nach einigen Minuten werden die Pflanzenteile dann abgesiebt. Übrig bleibt eine süße Flüssigkeit, die sich sehr leicht zum Beispiel zu Erfrischungsgetränken weiterverarbeiten lässt. In China wird der Sud traditionell als Suppe, oder Mönchsfrucht-Tee verzehrt.

Anstelle des flüssigen Sirups, lässt sich aber auch ein süßendes Pulver gewinnen. Das Pulver ist einfacher zu lagern und eignet sich sehr gut zum Kochen und Backen, aber auch zum Süßen von Getränken. Ist aufgrund der stärkeren Konzentration von Mogrosiden aber schwieriger zu dosieren.

In der Zwischenzeit gibt es sogar Liquids, die aus dem Extrakt der Luo Han Guo hergestellt werden. Auch die Liquids lassen sich vielseitig zum Süßen von Speisen und Getränken einsetzen.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Mönchsfrucht als NEM?

Die Dosierung von Mönchsfruchtzucker kann sich aufgrund der enormen Süße als schwierig erweisen.

Da nicht jede im Handel erhältliche Form des Zuckerersatzes dieselbe Konzentration aufweist, ist unbedingt die Angabe zur Konzentration der Mogrosiden auf der Verpackung zu beachten.

Da die Mönchsfrucht in Europa bislang noch als neuartiges Lebensmittel (Novel Food) eingestuft ist, sind die Anbieter verpflichtet Anwendungshinweise mit dem Produkt mitzuliefern. Diese Anwendungshinweise dürfen keine Verzehrempfehlung erhalten.

Es ist aber damit zu rechnen, dass eine Zulassung als Lebensmittel auch in Europa bald folgen wird. Viele andere Länder sind diesen Weg bereits gegangen. In den USA ist die Mönchsfrucht als Zuckerersatzstoff kaum noch wegzudenken.

Gibt es beim Kauf von Mönchsfrucht etwas zu beachten?

In Deutschland wird die Luo Han Guo noch als Novel Food geführt, weshalb es bisweilen nicht einfach ist sie zu kaufen. Doch auch hier gibt es Wege sie zu erwerben.

Die ganze (getrocknete) Frucht wird von einigen Asia-Märkten geführt. Aufgrund der steigenden Nachfrage ist davon auszugehen, dass das Angebot hier ebenfalls wachsen wird.

Dern Zucker der Mönchsfrucht (Sirup oder Pulver) kann man zurzeit dagegen nur online erwerben. Aber auch hier ist yu erwarten, dass der gesteigerten Nachfrage ein gesteigertes Angebot folgen wird.

Grundsätzlich stellt sich beim Mönchsfruchtzucker die Frage welche Form man bevorzugt. Luo Han Guo Sirup ist leichter zu dosieren, da er nur etwa 15 mal stärker ist als herkömmlicher Zucker. Mönchsfruchtzucker als Pulver ist schwieriger zu dosieren, da es bis zu 300 mal stärker ist als normaler Zucker. Die Pulverform ist jedoch weiter verbreitet und daher einfacher zu bekommen. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit Luo Han Guo Zucker in Pulverform als 1 : 1 Zucker zu erwerben.

Zuckerpulver aus Mönchsfrucht wird häufig in Kombination mit anderen Süßstoffen wie Erythritol vermarktet. In diesem Fall sollte man überprüfen ob evtl. Unverträglichkeiten vorliegen.

Studien zu Mönchsfrucht

  1. The Fruits of Siraitia grosvenorii: A Review of a Chinese Food-Medicine
  2. Effects of Siraitia grosvenorii Fruits Extracts on Physical Fatigue in Mice
  3. Phytochemicals from Siraitia grosvenorii: New Minor Compounds and Advances in Pharmacological Activities
  4. Extraction and Characterization of the Phenolic Compounds from Leaves of Olea Europaea L. via PLE
  5. Kaempferol glycosides from Siraitia grosvenorii
  6. Phytochemical composition and pharmacological impact of natural non-calorie sweetener- monk fruit (Siraitia grosvenorii): a review
  7. Monk fruit (Siraitia grosvenorii) – health aspects and food applications
  8. Luo Han Guo (Monk Fruit)
  9. Improved de novo genome assembly and analysis of the Chinese cucurbit Siraitia grosvenorii, also known as monk fruit or luo-han-guo
  10. Safety of use of Monk fruit extract as a food additive in different food categories
  11. An efficient approach to finding Siraitia grosvenoriitriterpene biosynthetic genes by RNA-seq and digital gene expression analysis
  12. Total Phenolic, Flavonoid Contents and Antioxidant Activity of Siraitia grosvenorii Fruits Extracts
  13. Additional New Minor Cucurbitane Glycosides from Siraitia grosvenorii
  14. CLONING AND CHARACTERIZATION OF SQUALENE SYNTHASE AND CYCLOARTENOL SYNTHASE FROM SIRAITIA GROSVENORII
  15. The biosynthetic pathway of the nonsugar, high-intensity sweetener mogroside V from Siraitia grosvenorii
  16. Antidiabetic effect of long-term supplementation with Siraitia grosvenori on the spontaneously diabetic Goto–Kakizaki rat
  17. Developmental, chemical and transcriptional characteristics of artificially pollinated and hormone-induced parthenocarpic fruits of Siraitia grosvenorii†
  18. Study on Different Ploidy Siraitia Grosvenorii and Their Genetic Relationship by FTIR
  19. DETERMINATION OF THE GENERALLY RECOGNIZED AS SAFE (GRAS) STATUS OF SIRAJTIA GROSVENOR/ SWINGLE (LUO HAN GUO) FRUIT EXTRACT AS A FOOD INGREDIENT
  20. Minor Cucurbitane-Glycosides from Fruits of Siraitia grosvenori (Cucurbitaceae)
  21. Comparative Study on the Antidiabetic Efficacy of Unripe and Ripe Fruit Extracts of Siraitia grosvenorii and the Possible Mechanism of Action
  22. Pharmacological activities of mogrosides
  23. Supercritical Fluid Extraction of Mogrosides from Siraitia Grosvenorii
  24. The biosynthetic pathway of the nonsugar, high-intensity sweetener mogroside V from Siraitia grosvenorii.
  25. Odor-Active Components of Luo Han Guo (Siraitia grosvenorii)
  26. Total Phenolic, Flavonoid Contents and Antioxidant Activity of Siraitia grosvenoriiFruits Extracts
  27. Preparation of productive and highly purified mogrosides from Siraitia grosvenorii
  28. The biosynthetic pathway of the nonsugar, high-intensity sweetener mogroside V from Siraitia grosvenorii
  29. AMPK activation is involved in hypoglycemic and hypolipidemic activities of mogroside-rich extract from Siraitia grosvenorii (Swingle) fruits on high-fat diet/streptozotocin-induced diabetic mice†
  30. PROPOSALS FOR ADDITIONS AND CHANGES TO THE PRIOITY LIST OF FOOD ADDITIVE PROPOSED FOR EVALUATION BY JECFA (REPLIES TO CL 2010/10-FA)

Nährwerte pro 100g

Energie 587 kJ / 140 kcal
Fett 0 g
g
Kohlenhydrate 35 g
Eiweiß / Protein 0 g
Ballaststoffe 0 g
*Da es sich um ein Naturprodukt handelt, können diese Werte leicht abweichen.

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