Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Superfood

Erdmandel

Autor

Gertrud Winkelmair
Chefredaktion Superfoods
Erdmandel

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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Was ist Erdmandel?

Im Allgemeinen versteht man unter der Erdmandel die Früchte der Pflanze, aber auch die Pflanze an sich. Sie gehört zu den Sauergras-Gewächsen und sieht auch wie ein Gras aus. Damit zählt die Tigernuss, wie sie auch bezeichnet wird, nicht, wie etwa angenommen werden könnte, zu den Nussbäumen oder zur Familie des Steinobstes.

An den Wurzeln der Pflanze bilden sich die Erdmandeln, welche in Form einer erbsengroßen, braunen Knolle wachsen. Daher kommt vermutlich auch der Name dieser Pflanze. Ein weiterer vermutlicher Faktor, welcher auf die Namensgebung zurückzuführen ist, ist, dass die Knollen geschmacklich an eine Mandel erinnern. Die Erdmandel in gemahlener, getrockneter Form ist im Handel erhältlich.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Erdmandel einnehmen?

Erdmandeln haben Ballaststoffe für zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Eine Einnahme der Tigernuss ist vor allem bei Verstopfungen, zur Vermeidung von Blutzuckerspitzen, bei einem hohen Cholesterinspiegel zu empfehlen. Aber auch zum Schutz vor möglichen Darmkrankheiten haben sich die Inhaltsstoffe der Knolle bewährt.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Erdmandel?

Es werden immer mehr Studien durchgeführt, die belegen, wie gesund die Erdmandel wirklich ist. Grundsätzlich gilt die Knolle dieser Pflanze als harntreibend, stärkend, stimulierend, blutungsfördernd und aphrodisierend. So ist die Pflanze nicht nur bei Krankheiten ein gutes Mittel, sondern eignet sich im Bereich der Ernährung für Allergiker besonders als Alternative.

Wenn man etwa Verstopfungen hat, kann die Einnahme der Knolle hier Abhilfe schaffen. Die Ballaststoffe binden Wasser im Dickdarm, was wiederum dazu führt, dass das Volumen des Nahrungsbreis vergrößert wird. So kann die Verdauung angekurbelt werden. So kann aber auch Heißhungerattacken entgegengewirkt und das Sättigungsgefühl gesteigert werden. Damit eignet sich die Pflanze auch als Abnehm-Hilfe.

Aber auch bei Blutzuckerspitzen mit einer hohen Insulinausschüttung kann der Genuss der Tigernuss eine positive Wirkung erzielen. Die Ballaststoffe wirken sich nämlich in positiver Weise auf die Bauchspeicheldrüse aus, Glukose der Nahrung gelangt weniger schnell in den Blutkreislauf.

Aber auch bei einem hohen Cholesterinspiegel haben die Ballaststoffe der Tigernuss eine gute Auswirkung. Sie beteiligen sich an der Entgiftung, binden toxische Rückstände und Stoffwechselgifte. Im Darm werden Gallensäure und Fette gebunden und in weiterer Folge abtransportiert. Die Leber produziert daraufhin neue Gallensäure, wobei Cholesterin verwendet wird, dieses also auch reduziert wird.

Aber auch weitere Wirkungen werden auch laut Studien der Tigernuss nachgesprochen. So etwa auch eine positive Auswirkung auf den Körper bei Darmkrankheiten. Vor diesen kann die Einnahme der Knolle in gewisser Weise bewahren. Die Ballaststoffe sind nämlich eine gute Versorgungsquelle für die Darmbakterien. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Darmflora aus. So werden die Ballaststoffe der Tigernuss im Darm zu Buttersäure fermentiert.

Laut medizinischen Untersuchungen verschiebt Buttersäure, welche auch als Butansäure bezeichnet wird, den pH-Wert in den sauren Bereich. Damit wird die Umgebung für Krankheitserreger oder Salmonellen ungünstiger. Im Jahre 2013 wurde außerdem eine japanische Studie veröffentlicht, welche nachgewiesen hatte, dass Buttersäure gut für das Immunsystems eines Menschen ist. Allergische, entzündliche Reaktionen können so verhindert werden.

Dies war vor allem auch bei Menschen mit einer chronischen entzündlichen Darmerkrankung zu verzeichnen. Bei Menschen, die an einer solchen Erkrankung leiden, kommt die Buttersäure-Entwicklung nämlich oftmals zu kurz. Auch bei Menschen, die am Darmkrebs oder Darmgeschwüren leiden, ist nachweislich der Anteil an Buttersäure stark vermindert. Dies zeigten in der Vergangenheit bereits zahlreiche Studien.

Bei einem wieder wachsenden oder höheren Buttersäurehaushalt, bei dem eben auch die Einnahme der Tigernuss eine tragende Rolle spielt, kann das Wachstum von Krebszellen im Darm verringert oder gehemmt werden.

Ein weiterer Bereich, bei dem die Einnahme der Tigernuss eine Rolle spielen kann, ist etwa bei der Vorbeugung von Herzkrankheiten und Thrombosen. Aber auch bei der Behandlung und Entgegenwirkung von Harnwegsinfekten ist die kleine Knolle in der Lage, einen guten Dienst zu leisten.

Laktoseintolerante Menschen können als Alternative Erdmandelmilch zu sich nehmen. So müssen Menschen keinerlei Abstriche machen und haben eine gute Alternative zur Kuhmilch.

Aber auch Personen, die an Diabetes leiden, können Erdmandelmilch und andere Produkte, welche durch die Zugabe der Tigernuss zubereitet werden, zu sich nehmen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Erdmandel auftreten?

Wenn man sich an die maximale Einnahme-Menge hält und vorab im Zweifelsfall seinen Hausarzt konsultiert hat, sollten keine Nebenwirkungen auftreten. Es kann jedoch sein, dass die Einnahme-Menge zu Beginn dennoch zu hoch ist und der Körper nicht recht mit der erhöhten Anzahl an Nähr- und Ballaststoffen zurechtkommt. In so einem Falle sollte man seinen Arzt erneut um Rat fragen oder die Dosis reduzieren.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Erdmandel, bis sich erste Erfolge einstellen?

Die Dauer der Einnahme, bis eine erste Wirkung zu erkennen ist, kann variieren. Hierbei spielt es nicht nur eine Rolle, zu welchem Zweck und in welcher Form die Erdmandel eingenommen wird, sondern auch die körperliche Beschaffenheit und die Eigenschaften des Körpers der jeweiligen Person. So können nach einigen Tagen oder Wochen die ersten Ergebnisse oder Erfolge verzeichnet werden.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Erdmandel?

Die ursprüngliche Herkunft des heutigen Superfoods ist den Vermutungen nach Afrika. Dort wurden bereits seit tausenden von Jahren Knollen als Heil- und Lebensmittel verwendet.

Der Erdmandel kam bereits in Ägypten eine hohe Bedeutung zu. Dies haben Funde aus der vergangenen Zeit in Gräbern von Pharaonen gezeigt. Schon damals wurde die Erdmandel in Bier gekocht und als Süßspeise gemeinsam mit Honig verspeist. Ungefähr im 8. Jahrhundert n. Chr. wurde die Erdmandel von den Arabern auch nach Europa, Spanien, gebracht. Im weiteren Verlauf kam die Pflanze bis nach Amerika. Dort wird sie heute noch angebaut.

Obwohl die Tigernuss schon vor geraumer Zeit nach Europa gekommen ist, ist diese dennoch relativ unbekannt. Nur in manchen Ländern Europas hat sie heute einen hohen Stellenwert. So etwa in Spanien, wo auf rund 900 Hektar Fläche in etwa 9.000 Tonnen Erdmandeln geerntet werden. In erster Linie wird dort Erdmandel-Milch daraus produziert.

In Ungarn etwa werden geröstete Erdmandeln als Kaffeeersatz verwendet. Auch wertvolles Öl oder glutunfreies Mehl kann aus den kleinen Knollen gewonnen werden. Ein weiteres Merkmal des aus Erdmandeln gewonnen Mehls ist, dass dieses auch von Nussallergikern und Menschen mit Weizenunverträglichkeiten verzehrt werden kann.

Immer mehr Hobby- und Starköche greifen auf die Knolle zurück. Dies ist wahrscheinlich nicht nur deswegen der Fall, weil sie sehr gut schmeckt, sondern auch auf die vielen Nährstoffe zurückzuführen, die gesundheitliche Vorteile versprechen.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Erdmandel aus?

Die Erscheinungsform der Tigernuss spiegelt sich als krautige Pflanze mit einer Höhe von bis zu 60 cm wider. In manchen, selten Fällen kann die Pflanze sogar Höhen von bis zu einem Meter erreichen. Unter der Erde bilden sich lange Ausläufer, sogenannte Stolonen. Diese haben knollige Verdickungen mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 1,5 cm.

Der Blütenstand zählt zahlreiche Laubblättern ähnliche Hochblätter. Am Rücken weisen diese braun-gelbliche Spelzen auf. Die Blüten selbst sind weiß. Von Juli bis September ist die Blütezeit der Erdmandel.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Erdmandel noch bekannt?

Erdmandeln werden auch „Cyperus esculentus“ genannt. Eine weitere vorkommende Bezeichnung ist „Tigernuss“, obgleich die Erdmandel streng genommen keine Nuss ist.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Erdmandel enthalten?

Wie bereits erwähnt, ist die Knolle sehr gesund und enthält zahlreiche Vitamine, gesunde Ballaststoffe und Nährstoffe. So beinhalten 100 g des Superfoods 62 g Kohlenhydrate, 8 g Eiweiß und 25 g Fett. Diese Werte sind nur grobe Richtwerte, da im Allgemeinen zwischen schwarzen, gelben und braunen Sorten unterschieden werden kann.

700 mg Kalium, welches für die Weiterleitung von Nervenimpulsen hilfreich ist, sind in 100 g der Erdmandel enthalten. Außerdem beinhalten 100 Gramm des Superfoods rund 150 mg Phosphor und 150 g Calcium, welches beides für gesunde Knochen und Zähne beitragen kann, 60 g Magnesium, 13 mg Vitamin E, gesunde Fettsäuren und Rutin, ein sekundärer Pflanzenstoff.

Ähnliche Superfoods

Gibt es ähnliche Superfoods, die wirken wie Erdmandel?

Hasel- und Erdnüsse zählen in gewisser Weise auch zu den Superfoods, die eine ähnliche Wirkung wie die Knolle haben. Diese können jedoch nicht von Nussallergikern eingenommen werden. Hier ist die Tigernuss eine Alternative, denn diese können auch von Allergikern bedenkenlos eingenommen werden.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Erdmandel am Markt zu kaufen?

In Supermärkten ist die Erdmandel oftmals nichts zu erwerben. In Online-Shops oder in Reformhäusern jedoch gibt es dieses Superfood oft zu kaufen. Hierbei kann man in der Regel zwischen verschiedenen Ausgangsprodukt-Varianten wählen. Einerseits können ganze Knollen, Erdmandelmilch, -mus, -öl oder -mehl erworben werden.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Erdmandel als NEM?

Beim erstmaligen Verwenden des Superfoods sollte man darauf achten, seinen Körper langsam an die höhere Ballaststoffmenge zu gewöhnen. Daher sollte eine Menge von etwa 3 EL oder 20 g nicht überschritten werden.

Zum Start ist es zu empfehlen, täglich lediglich 5 bis 10 g einzunehmen. Die Dosis kann nach einigen Tagen etwas erhöht werden, maximal aber auf 20 g. Zusätzlich sollte man auf ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit beim Einnehmen der Pflanze achten.

Gibt es beim Kauf von Erdmandel etwas zu beachten?

Grundsätzlich weisen Bio-Produkte der Knolle zwar einen leicht höheren Preis vor, dies rentiert sich aber in vielerlei Hinsicht. In diesem Fall in der Regel gewährleistet, dass die Produkte frei von chemischen Düngemitteln und Pestiziden sind. Hersteller trocknen die Knollen in speziellen Kammern, um diese konservieren zu können. Daher können diese in weiterer Folge in etwa ein bis zwei Jahre gelagert werden.

Hierbei sollte man auf einen kühlen, dunklen und trockenen Lagerort achten, um die Haltbarkeit auch gewährleisten zu können. Meist sind die Produkte, die es zu kaufen gibt, in einer Plastikfolie verpackt, diese sollte man nach dem Kauf entfernen.

Studien zu Erdmandel

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