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Was ist Erdmandel?

Im Allgemeinen versteht man unter der Erdmandel die FrĂŒchte der Pflanze, aber auch die Pflanze an sich. Sie gehört zu den Sauergras-GewĂ€chsen und sieht auch wie ein Gras aus. Damit zĂ€hlt die Tigernuss, wie sie auch bezeichnet wird, nicht, wie etwa angenommen werden könnte, zu den NussbĂ€umen oder zur Familie des Steinobstes. An den Wurzeln der Pflanze bilden sich die Erdmandeln, welche in Form einer erbsengroßen, braunen Knolle wachsen. Daher kommt vermutlich auch der Name dieser Pflanze. Ein weiterer vermutlicher Faktor, welcher auf die Namensgebung zurĂŒckzufĂŒhren ist, ist, dass die Knollen geschmacklich an eine Mandel erinnern. Die Erdmandel in gemahlener, getrockneter Form ist im Handel erhĂ€ltlich.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Erdmandel einnehmen?

Erdmandeln haben Ballaststoffe fĂŒr zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Eine Einnahme der Tigernuss ist vor allem bei Verstopfungen, zur Vermeidung von Blutzuckerspitzen, bei einem hohen Cholesterinspiegel zu empfehlen. Aber auch zum Schutz vor möglichen Darmkrankheiten haben sich die Inhaltsstoffe der Knolle bewĂ€hrt.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Erdmandel?

Es werden immer mehr Studien durchgefĂŒhrt, die belegen, wie gesund die Erdmandel wirklich ist. GrundsĂ€tzlich gilt die Knolle dieser Pflanze als harntreibend, stĂ€rkend, stimulierend, blutungsfördernd und aphrodisierend. So ist die Pflanze nicht nur bei Krankheiten ein gutes Mittel, sondern eignet sich im Bereich der ErnĂ€hrung fĂŒr Allergiker besonders als Alternative.

Wenn man etwa Verstopfungen hat, kann die Einnahme der Knolle hier Abhilfe schaffen. Die Ballaststoffe binden Wasser im Dickdarm, was wiederum dazu fĂŒhrt, dass das Volumen des Nahrungsbreis vergrĂ¶ĂŸert wird. So kann die Verdauung angekurbelt werden. So kann aber auch Heißhungerattacken entgegengewirkt und das SĂ€ttigungsgefĂŒhl gesteigert werden. Damit eignet sich die Pflanze auch als Abnehm-Hilfe.

Aber auch bei Blutzuckerspitzen mit einer hohen InsulinausschĂŒttung kann der Genuss der Tigernuss eine positive Wirkung erzielen. Die Ballaststoffe wirken sich nĂ€mlich in positiver Weise auf die BauchspeicheldrĂŒse aus, Glukose der Nahrung gelangt weniger schnell in den Blutkreislauf.

Aber auch bei einem hohen Cholesterinspiegel haben die Ballaststoffe der Tigernuss eine gute Auswirkung. Sie beteiligen sich an der Entgiftung, binden toxische RĂŒckstĂ€nde und Stoffwechselgifte. Im Darm werden GallensĂ€ure und Fette gebunden und in weiterer Folge abtransportiert. Die Leber produziert daraufhin neue GallensĂ€ure, wobei Cholesterin verwendet wird, dieses also auch reduziert wird.

Aber auch weitere Wirkungen werden auch laut Studien der Tigernuss nachgesprochen. So etwa auch eine positive Auswirkung auf den Körper bei Darmkrankheiten. Vor diesen kann die Einnahme der Knolle in gewisser Weise bewahren. Die Ballaststoffe sind nĂ€mlich eine gute Versorgungsquelle fĂŒr die Darmbakterien. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Darmflora aus. So werden die Ballaststoffe der Tigernuss im Darm zu ButtersĂ€ure fermentiert. Laut medizinischen Untersuchungen verschiebt ButtersĂ€ure, welche auch als ButansĂ€ure bezeichnet wird, den pH-Wert in den sauren Bereich. Damit wird die Umgebung fĂŒr Krankheitserreger oder Salmonellen ungĂŒnstiger. Im Jahre 2013 wurde außerdem eine japanische Studie veröffentlicht, welche nachgewiesen hatte, dass ButtersĂ€ure gut fĂŒr das Immunsystems eines Menschen ist. Allergische, entzĂŒndliche Reaktionen können so verhindert werden. Dies war vor allem auch bei Menschen mit einer chronischen entzĂŒndlichen Darmerkrankung zu verzeichnen. Bei Menschen, die an einer solchen Erkrankung leiden, kommt die ButtersĂ€ure-Entwicklung nĂ€mlich oftmals zu kurz. Auch bei Menschen, die am Darmkrebs oder DarmgeschwĂŒren leiden, ist nachweislich der Anteil an ButtersĂ€ure stark vermindert. Dies zeigten in der Vergangenheit bereits zahlreiche Studien. Bei einem wieder wachsenden oder höheren ButtersĂ€urehaushalt, bei dem eben auch die Einnahme der Tigernuss eine tragende Rolle spielt, kann das Wachstum von Krebszellen im Darm verringert oder gehemmt werden.

Ein weiterer Bereich, bei dem die Einnahme der Tigernuss eine Rolle spielen kann, ist etwa bei der Vorbeugung von Herzkrankheiten und Thrombosen. Aber auch bei der Behandlung und Entgegenwirkung von Harnwegsinfekten ist die kleine Knolle in der Lage, einen guten Dienst zu leisten.

Laktoseintolerante Menschen können als Alternative Erdmandelmilch zu sich nehmen. So mĂŒssen Menschen keinerlei Abstriche machen und haben eine gute Alternative zur Kuhmilch.

Aber auch Personen, die an Diabetes leiden, können Erdmandelmilch und andere Produkte, welche durch die Zugabe der Tigernuss zubereitet werden, zu sich nehmen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Erdmandel auftreten?

Wenn man sich an die maximale Einnahme-Menge hÀlt und vorab im Zweifelsfall seinen Hausarzt konsultiert hat, sollten keine Nebenwirkungen auftreten. Es kann jedoch sein, dass die Einnahme-Menge zu Beginn dennoch zu hoch ist und der Körper nicht recht mit der erhöhten Anzahl an NÀhr- und Ballaststoffen zurechtkommt. In so einem Falle sollte man seinen Arzt erneut um Rat fragen oder die Dosis reduzieren.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Erdmandel, bis sich erste Erfolge einstellen?

Die Dauer der Einnahme, bis eine erste Wirkung zu erkennen ist, kann variieren. Hierbei spielt es nicht nur eine Rolle, zu welchem Zweck und in welcher Form die Erdmandel eingenommen wird, sondern auch die körperliche Beschaffenheit und die Eigenschaften des Körpers der jeweiligen Person. So können nach einigen Tagen oder Wochen die ersten Ergebnisse oder Erfolge verzeichnet werden.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Erdmandel ?

Die ursprĂŒngliche Herkunft des heutigen Superfoods ist den Vermutungen nach Afrika. Dort wurden bereits seit tausenden von Jahren Knollen als Heil- und Lebensmittel verwendet. Der Erdmandel kam bereits in Ägypten eine hohe Bedeutung zu. Dies haben Funde aus der vergangenen Zeit in GrĂ€bern von Pharaonen gezeigt. Schon damals wurde die Erdmandel in Bier gekocht und als SĂŒĂŸspeise gemeinsam mit Honig verspeist. UngefĂ€hr im 8. Jahrhundert n. Chr. wurde die Erdmandel von den Arabern auch nach Europa, Spanien, gebracht. Im weiteren Verlauf kam die Pflanze bis nach Amerika. Dort wird sie heute noch angebaut.

Obwohl die Tigernuss schon vor geraumer Zeit nach Europa gekommen ist, ist diese dennoch relativ unbekannt. Nur in manchen LĂ€ndern Europas hat sie heute einen hohen Stellenwert. So etwa in Spanien, wo auf rund 900 Hektar FlĂ€che in etwa 9.000 Tonnen Erdmandeln geerntet werden. In erster Linie wird dort Erdmandel-Milch daraus produziert. In Ungarn etwa werden geröstete Erdmandeln als Kaffeeersatz verwendet. Auch wertvolles Öl oder glutunfreies Mehl kann aus den kleinen Knollen gewonnen werden. Ein weiteres Merkmal des aus Erdmandeln gewonnen Mehls ist, dass dieses auch von Nussallergikern und Menschen mit WeizenunvertrĂ€glichkeiten verzehrt werden kann.

Immer mehr Hobby- und Starköche greifen auf die Knolle zurĂŒck. Dies ist wahrscheinlich nicht nur deswegen der Fall, weil sie sehr gut schmeckt, sondern auch auf die vielen NĂ€hrstoffe zurĂŒckzufĂŒhren, die gesundheitliche Vorteile versprechen,

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Erdmandel aus?

Die Erscheinungsform der Tigernuss spiegelt sich als krautige Pflanze mit einer Höhe von bis zu 60 cm wider. In manchen, selten FĂ€llen kann die Pflanze sogar Höhen von bis zu einem Meter erreichen. Unter der Erde bilden sich lange AuslĂ€ufer, sogenannte Stolonen. Diese haben knollige Verdickungen mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 1,5 cm. Der BlĂŒtenstand zĂ€hlt zahlreiche LaubblĂ€ttern Ă€hnliche HochblĂ€tter. Am RĂŒcken weisen diese braun-gelbliche Spelzen auf. Die BlĂŒten selbst sind weiß. Von Juli bis September ist die BlĂŒtezeit der Erdmandel.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Erdmandel noch bekannt?

Erdmandeln werden auch „Cyperus esculentus“ genannt. Eine weitere vorkommende Bezeichnung ist „Tigernuss“, obgleich die Erdmandel streng genommen keine Nuss ist.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Erdmandel enthalten?

Wie bereits erwĂ€hnt, ist die Knolle sehr gesund und enthĂ€lt zahlreiche Vitamine, gesunde Ballaststoffe und NĂ€hrstoffe. So beinhalten 100 g des Superfoods 62 g Kohlenhydrate, 8 g Eiweiß und 25 g Fett. Diese Werte sind nur grobe Richtwerte, da im Allgemeinen zwischen schwarzen, gelben und braunen Sorten unterschieden werden kann. 700 mg Kalium, welches fĂŒr die Weiterleitung von Nervenimpulsen hilfreich ist, sind in 100 g der Erdmandel enthalten. Außerdem beinhalten 100 Gramm des Superfoods rund 150 mg Phosphor und 150 g Calcium, welches beides fĂŒr gesunde Knochen und ZĂ€hne beitragen kann, 60 g Magnesium, 13 mg Vitamin E, gesunde FettsĂ€uren und Rutin, ein sekundĂ€rer Pflanzenstoff.

Ähnliche Superfoods

Gibt es Àhnliche Superfoods, die wirken wie Erdmandel?

Hasel- und ErdnĂŒsse zĂ€hlen in gewisser Weise auch zu den Superfoods, die eine Ă€hnliche Wirkung wie die Knolle haben. Diese können jedoch nicht von Nussallergikern eingenommen werden. Hier ist die Tigernuss eine Alternative, denn diese können auch von Allergikern bedenkenlos eingenommen werden.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Erdmandel am Markt zu kaufen?

In SupermÀrkten ist die Erdmandel oftmals nichts zu erwerben. In Online-Shops oder in ReformhÀusern jedoch gibt es dieses Superfood oft zu kaufen. Hierbei kann man in der Regel zwischen verschiedenen Ausgangsprodukt-Varianten wÀhlen. Einerseits können ganze Knollen, Erdmandelmilch, -mus, -öl oder -mehl erworben werden.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Erdmandel als NEM?

Beim erstmaligen Verwenden des Superfoods sollte man darauf achten, seinen Körper langsam an die höhere Ballaststoffmenge zu gewöhnen. Daher sollte eine Menge von etwa 3 EL oder 20 g nicht ĂŒberschritten werden. Zum Start ist es zu empfehlen, tĂ€glich lediglich 5 bis 10 g einzunehmen. Die Dosis kann nach einigen Tagen etwas erhöht werden, maximal aber auf 20 g. ZusĂ€tzlich sollte man auf ausreichende Zufuhr von FlĂŒssigkeit beim Einnehmen der Pflanze achten.

Gibt es beim Kauf von Erdmandel etwas zu beachten?

GrundsĂ€tzlich weisen Bio-Produkte der Knolle zwar einen leicht höheren Preis vor, dies rentiert sich aber in vielerlei Hinsicht. In diesem Fall in der Regel gewĂ€hrleistet, dass die Produkte frei von chemischen DĂŒngemitteln und Pestiziden sind. Hersteller trocknen die Knollen in speziellen Kammern, um diese konservieren zu können. Daher können diese in weiterer Folge in etwa ein bis zwei Jahre gelagert werden. Hierbei sollte man auf einen kĂŒhlen, dunklen und trockenen Lagerort achten, um die Haltbarkeit auch gewĂ€hrleisten zu können. Meist sind die Produkte, die es zu kaufen gibt, in einer Plastikfolie verpackt, diese sollte man nach dem Kauf entfernen.

Unsere Produkt-Empfehlung fĂŒr Erdmandel
Gertrud Winkelmair

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Quellen zu diesem Beitrag
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