Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Heilpflanze

Chinesischer Zimt

Autor

Sabrina Laidner
Expertin für Ayurveda
Chinesischer Zimt

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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Symptome

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Was ist Chinesischer Zimt?

Chinesischer Zimt, in Deutschland auch bekannt unter dem Namen Cassia Zimt, wird aus dem Chinesischen Zimtbaum hergestellt.

Wie es der Name schon verrät, wächst dieser Zimtbaum überwiegend in China und er ist ein immergrünes Gewächs, das bis zu 12 Meter groß werden kann.

Der Cassia Zimt wird auch als eine Verfälschung, oder minderwertige Sorte des echten Zimts, dem Ceylon Zimt angesehen.

Er besitzt eine dickere Rindenschicht als andere Zimtsorten und hat auch einen Mittelhohlraum.

Der Chinesische Zimt ist stark aromatisch, würzig und weitaus schleimiger als seine verwandten Sorten.

Der Geschmack des Cassia Zimts ist süß, aber gleichzeitig auch leicht bitter und er besitzt eine wärmende Eigenschaft.

Überwiegend wird der würzige Zimt aus China in der Küche zum Backen und Kochen eingesetzt, um Geflügelgerichte, Fisch oder andere Gerichte geschmacklich aufzuwerten. Auch in der leckeren Weihnachtsbäckerei ist der Zimt aus China heute kaum noch wegzudenken.

Doch unterschätzen wir auch dieses Superfood, denn der Zimt hat noch viel mehr zu bieten, als nur seine würzige und aromatisierende Eigenschaft in der Küche.

In der traditionellen Chinesischen Medizin wird er auch häufig als Medikament bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt, welche wir uns nun genauer anschauen wollen.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Chinesischen Zimt einnehmen?

Der Chinesische Zimt besitzt auch eine heilende Wirkung bei verschiedenen Beschwerden und Krankheiten.

Diese wunderbaren Heilkräfte wurden schon sehr früh in China erkannt und werden auch bis heute noch eingesetzt.

Der würzige Zimt aus China wird überwiegend bei Magen- und Darmproblemen, Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Völlegefühl und Appetitlosigkeit eingesetzt.

Zudem wurde in einigen Studien auch nachgewiesen, dass der Zimt die Verdauung anregt, Pilze und Bakterien abtötet und zusätzlich noch die Speichel- und Magenproduktion anregt.

Außerdem wird dem Zimt auch eine Blutzuckersenkende Wirkung zugeschrieben und somit häufig bei Diabetes Patienten eingesetzt.

Eine regelmäßige Einnahme des Zimts soll sich günstig auf den Zuckerstoffwechsel auswirken, da der Zimt das Aufspalten der Kohlenhydrate im Verdauungstrakt verlangsamen soll und somit die Insulinempfindlichkeit verbessern soll.

Jedoch sind die durchgeführten Studien hierzu bis heute noch nicht ganz eindeutig und die Blutzuckersenkende Wirkung ist bis heute nicht gänzlich nachgewiesen.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Chinesischer Zimt?

In Studien nachgewiesen, regt die Chinesische Zimtrinde nachweislich den Appetit und die Verdauung an und tötet zudem noch Bakterien und Pilze.

Zuerst werden die verschiedenen Drüsen im Verdauungstrakt angeregt, welches hauptsächlich die Speichel- und Magensaftdrüsen sind und die Gerbstoffe des Zimts wirken zudem noch schützend auf die Schleimhaut des Magens.

Die ätherischen Öle der Zimtrinde lösen reflexartig den Appetit über die Sinnesorgane der Augen, Nase und Zunge aus und gleichzeitig werden die Speicheldrüsen zu einer erhöhten Produktion angeregt.

Der Magen beginnt dann zu arbeiten und Verdauungssäfte werden hergestellt, was gleichzeitig auch die Bewegung im Magen- und Darmtrakt fördert.

Durch diese geförderte Bewegung bleibt die eingenommene Nahrung nicht lange im Magen, sondern wird schnell gemischt und weitertransportiert.

Dadurch, dass die Nahrung nicht lange im Verdauungstrakt verweilt, entstehen auch erst gar keine Verdauungsbeschwerden.

Das bekannte Völlegefühl und Blähungen werden somit direkt von vornherein verhindert.

Auch die Bauchspeicheldrüse und die Galle werden durch den Zimt dazu angeregt, Verdauungssäfte in geringen Maßen auszuschütten.

Außerdem gilt der Chinesische Zimt auch als antibakteriell und hemmt das Pilzwachstum.

Zudem soll der Zimt aus China auch eine positive Auswirkung auf die Blutzuckersenkung haben.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Chinesischem Zimt auftreten?

In bisher durchgeführten Studien über den Zimt aus China konnten bisher keine gravierenden Nebenwirkungen festgestellt werden.

Bei einer Dosis von nicht mehr als 2 g Zimt täglich kann das Superfood somit unbedenklich eingenommen werden.

Wenn der Zimt allerdings in einer hohen Dosis und über einen längeren Zeitraum eingenommen wird, kann er bei empfindlichen Personen gesundheitliche Auswirkungen auf die Leber haben, da der Chinesische Zimt im Vergleich zu anderen Zimtsorten eine höhere Menge an Cumarin enthält.

Diese Beschwerden verschwinden in der Regel aber sofort wieder, nachdem die Einnahme unterbrochen wurde.

Die im Zimt enthaltenen ätherischen Öle können zudem zu einer Überempfindlichkeitsreaktion auf der Haut führen.

Bei einigen Studien wurde auch festgestellt, dass es bei einer Überdosierung der täglichen Einnahme unter anderem zu gelegentlichen Schweißausbrüchen, Hautreizungen und Durchfall kommen kann.

Schwangere und Stillende sollten wegen des höheren Cumarinanteils auf eine Einnahme verzichten, ebenso Personen, die unter einem Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür leiden.

Auch bei Kindern sollte darauf geachtet werden, dass der Zimt einen geringeren Cumarinanteil hat.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Chinesischem Zimt, bis sich erste Erfolge einstellen?

Die ersten sichtbaren oder spürbaren Erfolge einer Behandlung mit dem Zimt aus China variieren hier stark nach dem Einsatzgebiet.

Wird der Zimt täglich als Pulver zur Nahrungsergänzung eingenommen, kann er sich schon nach wenigen Tagen positiv auf die Verdauung auswirken, Völlegefühl und Blähungen verschwinden bereits nach einer kurzen Einnahmedauer.

Auch die appetitanregende Wirkung ist schon nach wenigen Tagen spürbar.

Wenn der Chinesische Zimt über einen längeren Zeitraum als Blutzuckersenkendes Mittel eingenommen wird, kann die regulierende Wirkung schon bei 1 g pro Tag erzielt werden.

Wenn also täglich 1 g Zimt eingenommen wird, zeigt sich in den meisten Fällen eine erste Wirkung nach etwa 40 Tagen.

Werden 6 g Zimt pro Tag eingenommen, verkürzt sich die Wirkung auf etwa 20 Tage.

Allerdings empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung Zimt mit einem hohen Cumaringehalt nicht in höheren Dosen und über einen längeren Zeitraum einzunehmen, um das Risiko einer Leberschädigung zu vermeiden.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Chinesischem Zimt?

Die Chinesische Zimtsorte kommt, wie der Name schon sagt, ursprünglich aus dem südlichen China und wurde dort bereits vor etwa 5000 Jahren schon in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt.

Erste Hinweise auf den würzigen Zimt lassen sich im Jahre 2700 v. Chr. finden.

Dort soll ein Kräuterbuch erschienen sein, indem die heilende Wirkung des Zimts beschrieben worden sein soll.

Auch die Ägypter sollen den Zimt schon seit dem Altertum gekannt haben und auch die Kinder von Israel sollen von phönizischen Kaufleuten mit dem würzigen Zimt beliefert worden sein.

Somit ist der Zimt aus China das Älteste in Gebrauch genommene Gewürz.

Heute wird der Cassia Zimt überwiegend in China, Vietnam, Indien, Laos, Thailand, Malaysia und Indonesien angebaut.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Chinesischem Zimt aus?

Der Chinesische Zimt wird aus dem Chinesischen Zimtbaum hergestellt.

Dieser immergrüne Baum gehört zur Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) und mit seinem zylindrischem und geraden Stamm kann er eine Größe von bis zu 12 Metern und einen Durchmesser von bis zu 70 cm erreichen.

Die gerollten Stücke der Rinde stehen mehr oder weniger vom Baumstamm ab und die Blätter des Baumes besitzen behaarte Blattstiele, welche eine verkehrt eiförmige Form aufweisen.

Die Blätter selbst sind ledrig und langstielig und sie sind wechselständig angeordnet. Von unten haben die Blätter eine bräunliche Farbe und sie laufen zur Basis hin meistens spitz zu.

Die Blüten des Zimtbaumes sind ebenfalls gestielt, haben eine beige Farbe und sie blühen jeweils immer von März bis April.

Aus den Blüten entwickeln sich dann auch erbsengroße und saftige Steinfrüchte.

Vom Chinesischen Zimtbaum werden genau zwei Pflanzenteile verwendet, aus denen dann auch die medizinischen Wirkstoffe gewonnen werden.

Zum einen wird die geschälte und getrocknete Rinde der dünnen Zweige zur weiteren Verarbeitung verwendet.

Die in der Rinde enthaltenen ätherischen Öle werden dann zusätzlich noch zu Zimtöl, oder auch Cassiaöl genannt, verarbeitet.

Im Gegensatz zu anderen Zimtarten werden bei der Chinesischen Zimtrinde der Kork und die inneren Gewebeschichten nicht entfernt, da diese so reich an ätherischen Ölen sind.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Chinesischer Zimt noch bekannt?

Der Chinesische Zimt ist auch bekannt als Cassia Zimt oder vom griechischen hergeleitet Cinamomum Cassia.

In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache wird die Rinde auch Cinnamomi cassii cortex genannt und das gewonnene Zimtöl Cinnamomi cassiae aetheroleum.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Chinesischem Zimt enthalten?

Der Chinesische Zimt hat einen höheren Cumaringehalt als andere Zimtsorten.

Mit 0,31 g pro Kilo und einem Anteil von 7 % liegt er damit deutlich über dem Wert des “echten” Ceylon Zimts.

Ähnlich wie der Ceylon Zimt enthält die Chinesische Zimtrinde etwa 4 % ätherische Öle und ganze 75 bis 90 % davon bestehen aus reinem Zimtaldehyd.

Der restliche Anteil besteht aus Diterpene, Proanthocyanidinen und Schleimstoffen.

Die Rinde des Chinesischen Zimtbaumes enthält deutlich mehr Schleim, was in etwa 11 % ausmacht.

Das Blattöl mit 0,3 bis 0,8 % Anteil hat eine ähnliche Zusammensetzung wie das Rindenöl.

Das Zimtöl besteht aus ätherischen Ölen der Rinde und setzt sich hauptsächlich aus Zimtaldehyd, Cinnamylacetat, Zimtalkohol und weiteren Komponenten in kleinsten Mengen zusammen.

Die Spurenelemente des Zimtöls sind Benzosäure, Zimtsäure, Salicylsäure, Ester und Aldehyde.

Die ätherischen Öle reizen sanft die Schleimhäute und regen somit den Appetit und die Verdauung an.

Der Hauptkomponent Zimtaldehyd tötet nachweislich Bakterien und Pilze und regt gleichzeitig die Speichel- und Magensaftproduktion an.

Die Gerbstoffe des Zimts wirken schützend auf die Schleimhaut des Magens.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Chinesischer Zimt?

Eine ähnliche Heilwirkung, wie die des Chinesischen Zimts, wird dem Kurkuma zugeschrieben.

Das gelbe Superfood aus Indien mit seiner Vielseitigkeit und seinem herrlichen Geschmack enthält Curcumin und bis zu 5 % ätherische Öle, die sich auch günstig auf Magen- und Verdauungsprobleme auswirken.

Zudem zeigten einige Studien, dass Kurkuma nachweislich den Zuckerstoffwechsel positiv beeinflusst, womit das Gewürz auch unterstützend bei Diabetes Patienten eingesetzt werden kann.

Auch die weit verbreitete Kamille wird häufig als Heilkraut bei Beschwerden im Verdauungstrakt eingesetzt, da sie entkrampfend und verdauungsanregend wirken soll.

Die heilende Wirkung der bekannten Pfefferminze ist auch nicht zu unterschätzen.

Durch die ätherischen Öle besitzt die erfrischende Pfefferminze eine magenberuhigende Eigenschaft und wird häufig bei Reizdarm, Blähungen, Völlegefühl und Verdauungsbeschwerden eingesetzt.

Die weniger bekannte Schafgarbe, die überwiegend nur wildwachsend auf unseren Wiesen gefunden werden kann, wird als getrocknetes Kraut auch zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden und bei Appetitlosigkeit eingesetzt.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Chinesischen Zimt am Markt zu kaufen?

Der Chinesische Zimt ist in drei verschiedenen Formen auf dem Markt erhältlich.

Die weit verbreitete und bekannte Zimtstange wird hauptsächlich nur in der Küche zum Backen, Kochen und Würzen verwendet.

Als Nahrungsergänzungsmittel gibt es den Zimt in Pulverform zu kaufen.

In Kapsel oder Tablettenform wird er häufig in Apotheken und von anderen Internetanbietern angeboten.

In dieser Form wird der Zimt hauptsächlich zur Unterstützung von Diabetes Patienten eingenommen.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Chinesischem Zimt als NEM?

Soll der Chinesische Zimt als Nahrungsergänzungsmittel oder zur Unterstützung von Diabetes Patienten eingesetzt werden, sollte man nach der Herstellerangabe vorgehen, da der Cumarin Anteil in jedem Präparat anders sein kann.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hält eine durchschnittliche Einnahme von 0,1 mg Cumarin pro kg Körpermasse und pro Tag für langfristig tolerabel.

Das bedeutet, dass ein 50 kg schwerer Mensch 5 mg reines Cumarin täglich zu sich nehmen kann.

Damit kann man in etwa 1 – 2 g Chinesischen Zimt pro Tag unbedenklich einnehmen.

Allerdings sollte man dabei auch andere Cumarin Quellen, wie zum Beispiel Parfüm, bei der Berechnung berücksichtigen.

Gibt es beim Kauf von Chinesischem Zimt etwas zu beachten?

Beim Kauf des Zimts aus China sollte man zuerst immer auf der Verpackung, oder der Internet Beschreibung des Herstellers nach dem Cumaringehalt des Zimts schauen.

Soll der Zimt nämlich als Nahrungsergänzungsmittel oder zur Diabetes-Unterstützung verwendet werden, kann es sonst schnell zu einer Überdosierung kommen, wenn der Cumaringehalt zu hoch ist.

Außerdem sollte man auch auf die Verarbeitung des Zimts achten, viele Zimtkapseln enthalten nämlich zusätzlich noch Chrom, Zink und andere Ballaststoffe.

Möchte man den Zimt als blutdrucksenkendes Mittel einsetzen, sollte man dieses vorher auch auf jeden Fall mit dem Arzt abklären, da eine langfristige Einnahme der Zimt Kapseln zu einer Leberstörung führen kann.

Auch Patienten mit Magen- und Darmgeschwüren sollten vor einer Einnahme der Kapseln erst einmal den Arzt konsultieren, da der Zimt schnell zu einer Unverträglichkeit führen kann.

Schwangere und stillende Frauen sollten auf eine Einnahme verzichten und auch Kleinkinder sollten bei der regelmäßigen Einnahme vorsichtig sein.

Um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden, sollte man sich im Zweifelsfall vor der Einnahme des Chinesischen Zimts immer erst mit seinem Arzt absprechen, vor allem wenn man den Zimt als Nahrungsergänzungsmittel oder Diabetes Therapie einsetzen möchte.

Studien zu Chinesischer Zimt

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