Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Heilpflanze

Alpen-Milchlattich

Autor

Hilde Sonntag
Expertin für Heilkräuter
Alpen-Milchlattich

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

12

recherchierte
Studien

enthaltene
Wirkstoffe

behandelnde
Symptome

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Symptome

12

recherchierte
Studien

Was ist Alpen-Milchlattich?

Beim Alpen-Milchlattich handelt es sich um eine Pflanze, die zur Familie der Korbblütler gehört. Es handelt sich um eine Pflanze, die in Gruppen wächst. Bei Bergbauern ist die Pflanze sehr beliebt. Denn angeblich soll die Pflanze, wenn sie von den Kühen verzehrt wird, deren Milchleistung steigern. Aus diesem Grund wird die Pflanze auch häufig zu Futterzwecken gesammelt. Katalogisiert wurde diese Pflanze durch Carl Linnaeus beschrieben. Carl Friedrich Wilhelm Wallroth ordnete die Pflanze danach 1822 in die heute gültige Systematik ein.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Alpen-Milchlattich einnehmen?

Die Pflanze wird aber auch in anderen Gegenden Europas, wie bei den Sami, als Wildgemüse genutzt. Die bitter schmeckenden Stängel werden bei den Sami mit Rentiermilch gekocht. In der Heilkunde spielt diese Heilpflanze heute kaum mehr eine Rolle. Es gibt jedoch auch heute noch Bergbauern, die auf die Wirkung von diesem Kraut setzen. Die Bauern verwenden die Pflanze oftmals als Futterzusatz, dass ihre Kühe mehr Milch geben. Die Kühe fressen allerdings dieses Kraut auch direkt auf der Wiese beim Grasen. Und oftmals sind es auch diese Bauern, die diese Pflanze auch als Frühlingsgemüse nutzen. Zerquetscht man die Blätter, kann man diese Pflanze zur Linderung von Hautentzündungen verwenden.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Alpen-Milchlattich?

Die Samen oder Sami, also die Ureinwohner von Lappland essen die bitter schmeckenden Stängel von dieser Pflanze roh. Zuvor werden die Stängel geschält. Gekocht werden können die Stängel auch in Rentiermilch und als Gemüse verspeist werden. Das bittere Wildgemüse wirkt stoffwechselanregend und harntreibend. Eine weitere Wirkung der Pflanze ist, dass diese adstringierend, entzündungshemmend und eben auch milchflussteigernd wirkt. Aus diesem Grund verfüttern die Bergbauern in den Alpen auch sehr gerne diese Pflanze an ihre Kühe. Wie genau diese Wirkung aussieht, dass die Milchproduktion gesteigert wird, das wurde nie genau untersucht. Die Wirkung der Steigerung der Milchproduktion wurde jedoch als Wissen von Generation zu Generation weitergegeben. Auf die Menschen ist die Wirkung nicht übertragbar. Letztlich fehlen hier auch die Forschungen, die entsprechende Versuche durchgeführt haben. Es ist allerdings von der Volksmedizin her nichts bekannt, dass dieses Kraut dazu verwendet wurde, dass es bei Frauen zu einer erhöhten Milchproduktion kommt nach der Schwangerschaft bzw. Geburt.

Verwenden kann man auch den Saft, den man aus dem Stängel einfach herauspressen kann. Dieser Saft wirkt adstringierend. Das heißt, dass dieser Eiweiße bindet und somit blutstillend wirkt und auch entzündungshemmend. Damit behandelt werden können, wenn man gerade wandert und die Pflanze am Wegesrand entdeckt, sogar nässende und entzündende Wunden und sogar ganze Hautpartien. Auch die Blätter kann man wie die Stängel zusammenquetschen und erhält dann diesen Saft. Diese Flüssigkeit kann auch für Umschläge genutzt werden, die auf die betroffenen Hautstellen gelegt werden können.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Alpen-Milchlattich auftreten?

Welche Nebenwirkungen Alpen-Milchlattich haben könnte oder hat, kann nicht genau gesagt werden. Der Grund dafür ist, dass diese Pflanze wegen ihrer geringen Wirkweise und ihrer Nichtverwendung in der Schulmedizin nicht erforscht ist was Nebenwirkungen angeht.

Vom Verzehr von diesem Kraut während der Schwangerschaft und in der Stillzeit wird abgeraten. Es liegen hier noch keine fundierten Erkenntnisse vor, die bestätigen würden, dass der Verzehr von diesem Kraut auch beim Menschen dafür sorgt, dass die Milchproduktion steigt. Grund dafür ist, dass die Wirkung noch nicht erforscht wurde. Aufgrund des geringen Interesses an diesem Heilkraut ist es aber nicht absehbar, dass in Bezug auf dieses Heilkraut überhaupt jemals Forschungen bzw. Studien stattfinden werden. Das Heilkraut hat eine sehr geringe Bedeutung als Heilkraut, auch in der Volksmedizin.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Alpen-Milchlattich, bis sich erste Erfolge einstellen?

Es liegen hier keine ausreichenden Erkenntnisse vor, um zu sagen, wie lange Alpen-Milchlattich angewandt werden muss, um eine Wirkung zu erzielen. Grundsätzlich bedarf es, um hier sichere Aussagen treffen zu können, einiger genauer wissenschaftlicher Untersuchungen. Doch diese wurden bisher nicht durchgeführt. Wegen des geringen Interesses an dieser Heilpflanze werden allerdings in naher Zukunft wohl kaum weitere Untersuchungen durchgeführt.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Alpen-Milchlattich ?

Der Alpen-Milchlattich hat sein Hauptverbreitungsgebiet – wie der Name dieser Pflanze schon vermutet lässt – in den Alpen. Und auch in skandinavischen Gebirgsregionen kommt diese Pflanze vor. Die Pflanze wächst stets in großen Populationen. Anzutreffen ist diese Pflanze vor allem in fruchtbaren Bachniederungen und auch an feuchten Felsen. Anzutreffen ist die Pflanze zudem an Bergabhängen und vor allem auf nährstoffreichen Böden und auf Böden, die kalk- und silikathaltig sind. Am besten wächst die Pflanze im Halbschatten. Die meisten Vertreter dieser Pflanzenart sind vor allem auf Höhenlagen zwischen 1000 und 2000 Metern weit verbreitet. In höheren Lagen sind die Pflanzen ebenfalls zerstreut vorzufinden. Außerhalb der Alpen und Skandinaviens kommt die Pflanze auch in Ländern wie Andorra, Spanien und in Frankreich vor. Darüber hinaus findet man diese Pflanze auch in Großbritannien und in Liechtenstein, in Kroatien und in Italien sowie in Serbien, Slowenien und in Albanien, ebenso wie in Bosnien-Herzegowina und Montenegro und Mazedonien. Beheimatet ist die Pflanze ebenfalls in Griechenland und in Rumänien sowie in Bulgarien und in Polen, in der Slowakei und in Tschechien, in der Ukraine und in Russland. Verbreitet sind diese Pflanzen natürlich auch in Finnland, in Norwegen und auch in Schweden sowie Dänemark. Sogar auf der Insel Island kommt die Pflanze vor. Außer direkt in den Alpen ist die Pflanze in Hochstaudenfluren auch im Fichtelgebirge anzutreffen. Dort findet man die Pflanze vornehmlich in kühlen Tälern und auch entlang von Wasserzügen und auch in feuchten Gräben. Die typischen Begleiter des Alpen-Milchlattichs in den Hochstaudenfluren sind noch andere teils sehr seltene und gefährdete Arten von Pflanzen. Hierzu gehören der Gebirgs-Frauenfarn, der Platanenblättriger Hahnenfuß und die Akeleiblättrige Wiesenraute sowie Quirl-Weidenröschen.

Die Pflanze kann auch ausgesät werden und als Topf- bzw. Zierpflanze genutzt werden. Der Boden sollte allerdings immer feucht gehalten werden und der Boden des Topfes sollte sehr nährstoffreich sein und Silikate und Kalk enthalten. Letztlich hat das Kraut nur eine Chance zu gedeihen, wenn es sich der Garten auf einer Höhe von minimal 1000 Metern befindet. Dort werden allerdings gezielt sogenannte Bauerngärten angelegt. Auch hier ist es sehr wichtig, dass der Boden immer feucht gehalten wird, auch wenn es nicht immer regnet. Ansonsten bedarf diese Pflanze im Topf keine Pflege.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Alpen-Milchlattich aus?

Beim Alpen-Milchlattich handelt es sich um ein typisches Fjällgewächs. Die mehrjährige Pflanze erreicht Wuchshöhen von 1,5 bis 2 Metern. Es handelt sich bei Alpen-Milchlattich um eine Pflanze, die grüne nach oben hin rotbraune Stängel hat. Im oberen Teil sind die Stängel stark drüsig behaart. Die annährend dreieckigen und spießförmigen Blätter, die sich am unteren Rand des Stängels befinden, sind handgroß und von der Farbe her dunkelgrün. Die Blätter verfügen jeweils über drei Seitenzipfeln und sind fiederspaltig. Die Blüten sind von der Farbe her blauviolett und haben einen länglich-ovalen Blütenstand. Die Hüllblätter der Blüten sind blaurötlich-dunkel und es befinden sich daran Drüsenhaare. Die Blütenköpfe sind ca. 2,5 Zentimeter groß und die Blüten haben auch markante 5zähnige Spitzen. Der Alpen-Milchlattich gilt als ausdauernde krautige Pflanze. Die Pflanze blüht von Juli bis September. Die Chromosomenzahl von dieser Pflanze liegt bei 2n = 18.

Trivialnamen

Unter welchen Namen ist Alpen-Milchlattich noch bekannt?

Alpen-Milchlattich ist unter noch einer ganzen Reihe von Namen bekannt. Hierzu gehören die Volksnamen Milchkraut, Alpenlattich, Milchdistel, Schmettenwurz aber auch Chalberchernechrut. In der Westschweiz bezeichnet man diese Pflanze als Tzougras. Der lateinische bzw. botanische Namen von dieser Pflanze lautet Cicerbita alpina. In Finnland ist die Pflanze auch als Bärengras oder als Bärenstängel bekannt. Die englische Bezeichnung dieser Pflanze heißt Alpine sow-thistle.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Alpen-Milchlattich enthalten?

Zu den Inhaltsstoffen von dieser Pflanze gehören Bitterstoffe und Gerbsäuren. Es sind letztlich die Bitterstoffe, die dazu führen, dass die Wirkweise von diesem Kraut eine so hohe Wirkung hat. Die Bitterstoffe sind letztlich auch für den bitteren Geschmack verantwortlich, weshalb nur die jungen Blätter zum Beispiel für einen Salat verwendet werden sollten.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Alpen-Milchlattich?

Wie auch bei anderen Heilkräutern, die in der Schulmedizin und in der Volksmedizin heute keine große Bedeutung mehr haben, gibt neben dem Alpen-Milchlattich noch weitere Pflanzen, denen eine zwar starke Wirkung nachgesagt wird, die aber wissenschaftlich nicht erwiesen ist. Heilkräuter, die ebenfalls eine milchflusssteigerde Wirkung haben, sind Eisenkraut, Koriander und auch Brennnessel.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Alpen-Milchlattich am Markt zu kaufen?

Alpen-Milchlattich wächst auf den saftigen Wiesen in den Alpen, wo die direkt von den dort weidenden Kühen verspeist werden. Einige der Bergbauern sammeln die Pflanze auch gezielt und mengen sie dem Futter bei. Dies steigert die Milchleistung der Kühe. Die Samen verwenden die Stängel der Pflanze und kochen diese nach dem Schälen in Rentiermilch. Alternativ kochen die Samen auch die Blüten und Stängel und verwenden dieses als Wildgemüse.

Positive Eigenschaften verspricht auch die Flüssigkeit, die man direkt aus der Pflanze pressen kann. Der so gewonnene Saft kann für die Behandlung von Hautproblemen verwendet werden.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Alpen-Milchlattich als NEM?

Da es keine weitreichenden Untersuchungen auf wissenschaftlicher Basis gibt, ist es auch sehr schwer zu sagen, wie hoch die Dosierung sein kann oder sollte. Bei der Verwendung von dieser Pflanze als Wildgemüse sollte nie vergessen werden, dass die Pflanzenteile einen sehr bitteren Geschmack haben. Aus diesem Grund sollte zum Beispiel die jungen Blätter nicht allzu großer Menge dem Salat beigemengt werden. Auch die Stängel und die Wurzeln, wenn sie gekocht sind, verlieren nicht ganz ihren bitteren Geschmack.

Gibt es beim Kauf von Alpen-Milchlattich etwas zu beachten?

Die Stängel sollten vor dem Verarbeiten auf jeden Fall geschält werden. Die Pflanze gilt als ungefährdet und muss aus diesem Grund nicht besonders geschützt werden. Allerdings kommt die Pflanze nur sehr selten außerhalb der Alpen nur selten vor und darf daher dort nicht gepflückt werden. Leicht kann es im Übrigen zu einer Verwechslung mit dem Französischen Milchlattich verwechselt.

Wissenswert ist auch vor der Verwendung von diesem Kraut, dass die Pflanze leicht bitter ist vom Geschmack her. Geerntet in der Natur kann die Pflanze das ganze Jahr über werden, bis auf im Winter. Verwenden kann man die Pflanzenteile das ganze Jahr über in nicht abweichender Qualität. Auch die Bitterstoffe sind über das ganze Jahr über gleich stark in den Pflanzenteilen vertreten.

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