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Was ist Alpen-Milchlattich?

Beim Alpen-Milchlattich handelt es sich um eine Pflanze, die zur Familie der KorbblĂŒtler gehört. Es handelt sich um eine Pflanze, die in Gruppen wĂ€chst. Bei Bergbauern ist die Pflanze sehr beliebt. Denn angeblich soll die Pflanze, wenn sie von den KĂŒhen verzehrt wird, deren Milchleistung steigern. Aus diesem Grund wird die Pflanze auch hĂ€ufig zu Futterzwecken gesammelt. Katalogisiert wurde diese Pflanze durch Carl Linnaeus beschrieben. Carl Friedrich Wilhelm Wallroth ordnete die Pflanze danach 1822 in die heute gĂŒltige Systematik ein.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Alpen-Milchlattich einnehmen?

Die Pflanze wird aber auch in anderen Gegenden Europas, wie bei den Sami, als WildgemĂŒse genutzt. Die bitter schmeckenden StĂ€ngel werden bei den Sami mit Rentiermilch gekocht. In der Heilkunde spielt diese Heilpflanze heute kaum mehr eine Rolle. Es gibt jedoch auch heute noch Bergbauern, die auf die Wirkung von diesem Kraut setzen. Die Bauern verwenden die Pflanze oftmals als Futterzusatz, dass ihre KĂŒhe mehr Milch geben. Die KĂŒhe fressen allerdings dieses Kraut auch direkt auf der Wiese beim Grasen. Und oftmals sind es auch diese Bauern, die diese Pflanze auch als FrĂŒhlingsgemĂŒse nutzen. Zerquetscht man die BlĂ€tter, kann man diese Pflanze zur Linderung von HautentzĂŒndungen verwenden.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Alpen-Milchlattich?

Die Samen oder Sami, also die Ureinwohner von Lappland essen die bitter schmeckenden StĂ€ngel von dieser Pflanze roh. Zuvor werden die StĂ€ngel geschĂ€lt. Gekocht werden können die StĂ€ngel auch in Rentiermilch und als GemĂŒse verspeist werden. Das bittere WildgemĂŒse wirkt stoffwechselanregend und harntreibend. Eine weitere Wirkung der Pflanze ist, dass diese adstringierend, entzĂŒndungshemmend und eben auch milchflussteigernd wirkt. Aus diesem Grund verfĂŒttern die Bergbauern in den Alpen auch sehr gerne diese Pflanze an ihre KĂŒhe. Wie genau diese Wirkung aussieht, dass die Milchproduktion gesteigert wird, das wurde nie genau untersucht. Die Wirkung der Steigerung der Milchproduktion wurde jedoch als Wissen von Generation zu Generation weitergegeben. Auf die Menschen ist die Wirkung nicht ĂŒbertragbar. Letztlich fehlen hier auch die Forschungen, die entsprechende Versuche durchgefĂŒhrt haben. Es ist allerdings von der Volksmedizin her nichts bekannt, dass dieses Kraut dazu verwendet wurde, dass es bei Frauen zu einer erhöhten Milchproduktion kommt nach der Schwangerschaft bzw. Geburt.

Verwenden kann man auch den Saft, den man aus dem StĂ€ngel einfach herauspressen kann. Dieser Saft wirkt adstringierend. Das heißt, dass dieser Eiweiße bindet und somit blutstillend wirkt und auch entzĂŒndungshemmend. Damit behandelt werden können, wenn man gerade wandert und die Pflanze am Wegesrand entdeckt, sogar nĂ€ssende und entzĂŒndende Wunden und sogar ganze Hautpartien. Auch die BlĂ€tter kann man wie die StĂ€ngel zusammenquetschen und erhĂ€lt dann diesen Saft. Diese FlĂŒssigkeit kann auch fĂŒr UmschlĂ€ge genutzt werden, die auf die betroffenen Hautstellen gelegt werden können.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Alpen-Milchlattich auftreten?

Welche Nebenwirkungen Alpen-Milchlattich haben könnte oder hat, kann nicht genau gesagt werden. Der Grund dafĂŒr ist, dass diese Pflanze wegen ihrer geringen Wirkweise und ihrer Nichtverwendung in der Schulmedizin nicht erforscht ist was Nebenwirkungen angeht.

Vom Verzehr von diesem Kraut wĂ€hrend der Schwangerschaft und in der Stillzeit wird abgeraten. Es liegen hier noch keine fundierten Erkenntnisse vor, die bestĂ€tigen wĂŒrden, dass der Verzehr von diesem Kraut auch beim Menschen dafĂŒr sorgt, dass die Milchproduktion steigt. Grund dafĂŒr ist, dass die Wirkung noch nicht erforscht wurde. Aufgrund des geringen Interesses an diesem Heilkraut ist es aber nicht absehbar, dass in Bezug auf dieses Heilkraut ĂŒberhaupt jemals Forschungen bzw. Studien stattfinden werden. Das Heilkraut hat eine sehr geringe Bedeutung als Heilkraut, auch in der Volksmedizin.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Alpen-Milchlattich, bis sich erste Erfolge einstellen?

Es liegen hier keine ausreichenden Erkenntnisse vor, um zu sagen, wie lange Alpen-Milchlattich angewandt werden muss, um eine Wirkung zu erzielen. GrundsĂ€tzlich bedarf es, um hier sichere Aussagen treffen zu können, einiger genauer wissenschaftlicher Untersuchungen. Doch diese wurden bisher nicht durchgefĂŒhrt. Wegen des geringen Interesses an dieser Heilpflanze werden allerdings in naher Zukunft wohl kaum weitere Untersuchungen durchgefĂŒhrt.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Alpen-Milchlattich ?

Der Alpen-Milchlattich hat sein Hauptverbreitungsgebiet – wie der Name dieser Pflanze schon vermutet lĂ€sst – in den Alpen. Und auch in skandinavischen Gebirgsregionen kommt diese Pflanze vor. Die Pflanze wĂ€chst stets in großen Populationen. Anzutreffen ist diese Pflanze vor allem in fruchtbaren Bachniederungen und auch an feuchten Felsen. Anzutreffen ist die Pflanze zudem an BergabhĂ€ngen und vor allem auf nĂ€hrstoffreichen Böden und auf Böden, die kalk- und silikathaltig sind. Am besten wĂ€chst die Pflanze im Halbschatten. Die meisten Vertreter dieser Pflanzenart sind vor allem auf Höhenlagen zwischen 1000 und 2000 Metern weit verbreitet. In höheren Lagen sind die Pflanzen ebenfalls zerstreut vorzufinden. Außerhalb der Alpen und Skandinaviens kommt die Pflanze auch in LĂ€ndern wie Andorra, Spanien und in Frankreich vor. DarĂŒber hinaus findet man diese Pflanze auch in Großbritannien und in Liechtenstein, in Kroatien und in Italien sowie in Serbien, Slowenien und in Albanien, ebenso wie in Bosnien-Herzegowina und Montenegro und Mazedonien. Beheimatet ist die Pflanze ebenfalls in Griechenland und in RumĂ€nien sowie in Bulgarien und in Polen, in der Slowakei und in Tschechien, in der Ukraine und in Russland. Verbreitet sind diese Pflanzen natĂŒrlich auch in Finnland, in Norwegen und auch in Schweden sowie DĂ€nemark. Sogar auf der Insel Island kommt die Pflanze vor. Außer direkt in den Alpen ist die Pflanze in Hochstaudenfluren auch im Fichtelgebirge anzutreffen. Dort findet man die Pflanze vornehmlich in kĂŒhlen TĂ€lern und auch entlang von WasserzĂŒgen und auch in feuchten GrĂ€ben. Die typischen Begleiter des Alpen-Milchlattichs in den Hochstaudenfluren sind noch andere teils sehr seltene und gefĂ€hrdete Arten von Pflanzen. Hierzu gehören der Gebirgs-Frauenfarn, der PlatanenblĂ€ttriger Hahnenfuß und die AkeleiblĂ€ttrige Wiesenraute sowie Quirl-Weidenröschen.

Die Pflanze kann auch ausgesÀt werden und als Topf- bzw. Zierpflanze genutzt werden. Der Boden sollte allerdings immer feucht gehalten werden und der Boden des Topfes sollte sehr nÀhrstoffreich sein und Silikate und Kalk enthalten. Letztlich hat das Kraut nur eine Chance zu gedeihen, wenn es sich der Garten auf einer Höhe von minimal 1000 Metern befindet. Dort werden allerdings gezielt sogenannte BauerngÀrten angelegt. Auch hier ist es sehr wichtig, dass der Boden immer feucht gehalten wird, auch wenn es nicht immer regnet. Ansonsten bedarf diese Pflanze im Topf keine Pflege.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Alpen-Milchlattich aus?

Beim Alpen-Milchlattich handelt es sich um ein typisches FjĂ€llgewĂ€chs. Die mehrjĂ€hrige Pflanze erreicht Wuchshöhen von 1,5 bis 2 Metern. Es handelt sich bei Alpen-Milchlattich um eine Pflanze, die grĂŒne nach oben hin rotbraune StĂ€ngel hat. Im oberen Teil sind die StĂ€ngel stark drĂŒsig behaart. Die annĂ€hrend dreieckigen und spießförmigen BlĂ€tter, die sich am unteren Rand des StĂ€ngels befinden, sind handgroß und von der Farbe her dunkelgrĂŒn. Die BlĂ€tter verfĂŒgen jeweils ĂŒber drei Seitenzipfeln und sind fiederspaltig. Die BlĂŒten sind von der Farbe her blauviolett und haben einen lĂ€nglich-ovalen BlĂŒtenstand. Die HĂŒllblĂ€tter der BlĂŒten sind blaurötlich-dunkel und es befinden sich daran DrĂŒsenhaare. Die BlĂŒtenköpfe sind ca. 2,5 Zentimeter groß und die BlĂŒten haben auch markante 5zĂ€hnige Spitzen. Der Alpen-Milchlattich gilt als ausdauernde krautige Pflanze. Die Pflanze blĂŒht von Juli bis September. Die Chromosomenzahl von dieser Pflanze liegt bei 2n = 18.

Trivialnamen

Unter welchen Namen ist Alpen-Milchlattich noch bekannt?

Alpen-Milchlattich ist unter noch einer ganzen Reihe von Namen bekannt. Hierzu gehören die Volksnamen Milchkraut, Alpenlattich, Milchdistel, Schmettenwurz aber auch Chalberchernechrut. In der Westschweiz bezeichnet man diese Pflanze als Tzougras. Der lateinische bzw. botanische Namen von dieser Pflanze lautet Cicerbita alpina. In Finnland ist die Pflanze auch als BĂ€rengras oder als BĂ€renstĂ€ngel bekannt. Die englische Bezeichnung dieser Pflanze heißt Alpine sow-thistle.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Alpen-Milchlattich enthalten?

Zu den Inhaltsstoffen von dieser Pflanze gehören Bitterstoffe und GerbsĂ€uren. Es sind letztlich die Bitterstoffe, die dazu fĂŒhren, dass die Wirkweise von diesem Kraut eine so hohe Wirkung hat. Die Bitterstoffe sind letztlich auch fĂŒr den bitteren Geschmack verantwortlich, weshalb nur die jungen BlĂ€tter zum Beispiel fĂŒr einen Salat verwendet werden sollten.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es Àhnliche Heilpflanzen, die wirken wie Alpen-Milchlattich?

Wie auch bei anderen HeilkrĂ€utern, die in der Schulmedizin und in der Volksmedizin heute keine große Bedeutung mehr haben, gibt neben dem Alpen-Milchlattich noch weitere Pflanzen, denen eine zwar starke Wirkung nachgesagt wird, die aber wissenschaftlich nicht erwiesen ist. HeilkrĂ€uter, die ebenfalls eine milchflusssteigerde Wirkung haben, sind Eisenkraut, Koriander und auch Brennnessel.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Alpen-Milchlattich am Markt zu kaufen?

Alpen-Milchlattich wĂ€chst auf den saftigen Wiesen in den Alpen, wo die direkt von den dort weidenden KĂŒhen verspeist werden. Einige der Bergbauern sammeln die Pflanze auch gezielt und mengen sie dem Futter bei. Dies steigert die Milchleistung der KĂŒhe. Die Samen verwenden die StĂ€ngel der Pflanze und kochen diese nach dem SchĂ€len in Rentiermilch. Alternativ kochen die Samen auch die BlĂŒten und StĂ€ngel und verwenden dieses als WildgemĂŒse.

Positive Eigenschaften verspricht auch die FlĂŒssigkeit, die man direkt aus der Pflanze pressen kann. Der so gewonnene Saft kann fĂŒr die Behandlung von Hautproblemen verwendet werden.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Alpen-Milchlattich als NEM?

Da es keine weitreichenden Untersuchungen auf wissenschaftlicher Basis gibt, ist es auch sehr schwer zu sagen, wie hoch die Dosierung sein kann oder sollte. Bei der Verwendung von dieser Pflanze als WildgemĂŒse sollte nie vergessen werden, dass die Pflanzenteile einen sehr bitteren Geschmack haben. Aus diesem Grund sollte zum Beispiel die jungen BlĂ€tter nicht allzu großer Menge dem Salat beigemengt werden. Auch die StĂ€ngel und die Wurzeln, wenn sie gekocht sind, verlieren nicht ganz ihren bitteren Geschmack.

Gibt es beim Kauf von Alpen-Milchlattich etwas zu beachten?

Die StĂ€ngel sollten vor dem Verarbeiten auf jeden Fall geschĂ€lt werden. Die Pflanze gilt als ungefĂ€hrdet und muss aus diesem Grund nicht besonders geschĂŒtzt werden. Allerdings kommt die Pflanze nur sehr selten außerhalb der Alpen nur selten vor und darf daher dort nicht gepflĂŒckt werden. Leicht kann es im Übrigen zu einer Verwechslung mit dem Französischen Milchlattich verwechselt.

Wissenswert ist auch vor der Verwendung von diesem Kraut, dass die Pflanze leicht bitter ist vom Geschmack her. Geerntet in der Natur kann die Pflanze das ganze Jahr ĂŒber werden, bis auf im Winter. Verwenden kann man die Pflanzenteile das ganze Jahr ĂŒber in nicht abweichender QualitĂ€t. Auch die Bitterstoffe sind ĂŒber das ganze Jahr ĂŒber gleich stark in den Pflanzenteilen vertreten.

Unsere Produkt-Empfehlung fĂŒr Alpen-Milchlattich
Hilde Sonntag
  • Expertin fĂŒr HeilkrĂ€uter empfiehlt

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Quellen zu diesem Beitrag
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