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Was ist Acerola?

Die Acerolapflanze, mit botanischem Namen Malpighia glabra, geh√∂rt zur Familie der Malpighiengew√§chse. Auch Lianen geh√∂ren zu dieser Familie. Der Acerolabaum stellt keine hohen Anspr√ľche an seinen Standort und ist ziemlich gen√ľgsam. Er gedeiht an feuchten Stellen genauso gut wie am Stra√üenrand oder auf trockenen, felsigem Untergrund. Die Pflanze w√§chst entweder als Strauch oder Baum und kann zwischen einem und drei Metern hoch werden. Der Baum oder Strauch kann auch l√§ngere Trockenperioden √ľberstehen, wobei es vorkommen kann, das er dabei seine Bl√§tter verliert.

Die Fr√ľchte der Acerola sehen Kirschen √§hnlich. Obwohl die Frucht ziemlich sauer ist, wird sie in den Anbaugebieten meist frische verzehrt. Da die Frucht aber sehr schnell verdirbt, wird sie auch zu Fruchtaufstrichen und Saft verarbeitet. Aus Extrakten werden Pulver, Tabletten und Kapseln hergestellt. Wegen des hohen Anteils an Ascorbins√§ure werden bei der Verarbeitung oft gro√üe Mengen an Zucker zugesetzt.

Wegen ihres hohen Vitamingehaltes war die Frucht schon bei den Mayas sehr beliebt und ist es auch heute noch, um die k√∂rpereigenen Abwehrkr√§fte zu st√§rken. Sie war und ist aber auch f√ľr ihre harntreibende und entz√ľndungshemmende Wirkung bekannt. Sie wurde als Heilmittel bei Fieber und Durchfall eingesetzt.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Acerola einnehmen?

Dank der wertvollen Inhaltsstoffe haben die Fr√ľchte der Acerola viele positive Wirkungen auf den menschlichen K√∂rper. Nicht nur ihr hoher Vitamin C Anteil, sondern auch ihre sekund√§ren Pflanzenstoffe leisten einen gro√üen Beitrag zu unserer Gesundheit.

Die Acerolakirsche hat die folgenden Wirkungen:

  • Sie st√§rkt das Immunsystem,
  • verringert die Konzentration von Histaminen im Blut und lindert so Allergiesymptome,
  • normalisiert erh√∂hte Blutzuckerwerte,
  • senkt den Homocystein Wert und dient als Schutz f√ľr Herz und Kreislauf,
  • beugt der Alterung der Zellen vor,
  • verhindert, dass sich gef√§hrlicher Nitrosamine bilden,
  • entgiftet den K√∂rper und
  • bek√§mpft Krebszellen.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Acerola?

Die Wirkung der Acerola wird von Wissenschaftlern haupts√§chlich auf die im Fruchtfleisch enthaltenen Antioxidantien zur√ľckgef√ľhrt. Der Hauptbestandteil der Acerolakirsche ist Vitamin C. Aber auch die darin enthaltenen Polyphenole sind sehr wichtig f√ľr die Gesundheit. Durch die ausgewogene Zusammenstellung aller Inhaltsstoffe hat die Acerolakirsche eine antioxidative Wirkung, die deutlich h√∂her liegt als die anderer Lebensmittel. Der Acerolakirsche werden folgende positiven Eigenschaften nachgesagt:

Antioxidative Wirkung

Freie Radikale sind die Ursache f√ľr viele Krankheiten und sind au√üerdem f√ľr die vorschnelle Alterung der Haut verantwortlich. Die extrem aggressiven Substanzen sind instabile Sauerstoffverbindungen, die die Zellen des menschlichen K√∂rpers angreifen und sch√§digen. In der Wissenschaft wird dabei von oxidativem Stress gesprochen.

Chemisch sind die Radikalen Teilchen, die keine geschlossene √§u√üere Elektronenh√ľlle besitzen. In stabilen Molek√ľlen kommen Elektronen paarweise vor und bed√ľrfen einer weiteren Aktivierung, um an chemischen Reaktionen mitzuwirken. Die freien Radikalen jedoch besitzen mindestens ein Elektron, dass kein Paar ist und das einen Partner sucht.

Wenn solch ein Radikal einem anderen Molek√ľl begegnet, entnimmt es diesem eines seiner Elektronen zur Schlie√üung seiner Au√üenh√ľlle. Dem anderen Molek√ľl fehlt nun ein Elektron und aus ihm entsteht ein neues Radikal. In einer fortlaufenden Reaktion entstehen somit immer neue Radikale und zerst√∂ren bei dem Vorgang wichtige Zellen in unserem K√∂rper.

Die freien Radikalen entstehen nicht nur bei vielen körpereigenen Vorgängen, sondern können auch aus der Umwelt in den Körper gelangen. So nehmen zum Beispiel Raucher mit jedem Zug an der Zigarette 100 Billionen freie Radikale auf. Die Antioxidantien sind die Gegner dieser Stoffe und sind fähig, sie wirksam auszuschalten.

Die kleinsten Telchen der Ascorbins√§ure √ľberlassen den freien Radikalen freiwillig eines ihrer Elektronen, verwandeln sich dabei aber nicht selbst in ein Radikal. So sch√ľtzt die Ascorbins√§ure die Zellen vor der unfreiwilligen Entfernung von Elektronen und der oxidative Stress tritt nicht ein. Die Elektronen-freie Ascorbins√§ure wird vom K√∂rper ausgeschieden, ohne dass sie Schaden anrichtet.

So bieten die Antioxidantien in der Acerola einen nat√ľrlichen Schutz f√ľr unseren K√∂rper im Kampf gegen die freien Radikalen. Und genau deshalb wirkt sich der Genuss der Acerolakirsche bei unterschiedlichen Krankheiten positiv auf deren Entwicklung aus.

Durch den hohe Anteil an Antioxidantien bietet die Acerola unserem K√∂rper ein nat√ľrliches Hilfsmittel im Kampf gegen den durch freie Radikale im K√∂rper entstehenden oxidativen Stress. Daher kann die Frucht mit ihren Inhaltstoffen verschieden Erkrankungen positiv beeinflussen.

Wirkung auf das Immunsystem

Damit das menschliche Immunsystem ordnungsgem√§√ü funktioniert, muss es mit Vitamin C versorgt werden. Bei unzureichender Vitamin C Versorgung ist der menschliche K√∂rper anf√§lliger f√ľr Infekte. Acerola mit seinen hohe nat√ľrlichen Gehalt an Vitamin C st√§rkt das Immunsystem und kann beispielsweise vor einer Lungenentz√ľndung sch√ľtzen.

Zahlreiche Studien haben nachgewiesen, dass Vitamin C im Falle von Krankheiten, die durch Infektionen entstehen, sehr wirksam ist. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C kann die Symptome und die Dauer von Atemwegsinfektionen verringern. Bei Kindern in Entwicklungsländern reduzierte die Verabreichung von Vitamin C in Kombination mit Zink die Häufigkeit von Durchfall, Malaria und Atemwegserkrankungen.

Die Effektivit√§t von Vitamin C im Zusammenhang mit der Immunabwehr stehen in direktem Zusammenhang mit den antioxidativen Eigenschaften. Bei der Bek√§mpfung von gef√§hrlichen Krankheitserregern, aktiviert das Immunsystem wei√üe Blutzellen, die Phagozyten. Bei Entz√ľndungsprozessen produzieren die Phagozyten eine gro√üe Anzahl an freien Radikalen, die sehr wichtig sind, um Bakterien und Viren zu bek√§mpfen.

Um die fortlaufende Bildung der Radikalen abzubrechen, muss der K√∂rper ausreichend mit Vitamin C und Antioxidantien versorgt werden. Studien im Labor haben gezeigt, dass Vitamin C daf√ľr sorgt, dass T-Lymphozyten heranreifen und Interferone hergestellt werden. Interferone selbst sind bei der Bildung von Signalproteine beteiligt. Diese wehren Bakterien, Viren, Parasiten und Tumorzellen ab.

Wirkung auf das Herz und den Kreislauf

Die antioxidativen Eigenschaften haben einen positiven Effekt auf das Herz und den Kreislauf aus. Der hohe Vitamin C Gehalt vermindert die Bildung von Arteriosklerose, also von Arterienverkalkung.

Arteriosklerose entsteht, wenn sich Blutfette und andere Stoffe an den Arterienwänden ablagern. Diese verkleinern den Durchmesser der Schlagader und verändern so die Fließeigenschaften des Blutes. Dadurch entstehen als Folge von Arteriosklerose Durchblutungsstörungen in den Beinen, Blutgefäßerkrankungen im Gehirn und die koronare Herzkrankheit.

Schlimmstenfalls kann es zu einem kompletten Gefäßverschluss kommen, der einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zur Folge hat. Das schlechte LDL-Cholesterin ist ein Hauptfaktor der Arterienverkalkung. Bei 13 klinischen Studien zeigte sich in der Metaanalyse, dass Vitamin C zu einer deutlichen Senkung des Cholesterinspiegels im Blut beiträgt und so als Vorbeugung zur Verkalkung der Arterien dient.

Oxidiertes LDL-Cholesterin stellt eine besonders hohe Gefahrenquelle f√ľr die Entstehung von Arteriosklerose dar. Wissenschaftler konnten in mehreren Studien nachweisen, dass Vitamin C verhindert, dass LDL-Cholesterin oxidiert. Da Acerola einen sehr hohen Gehalt an hochwertigem Vitamin C besitzt, kann sie der Entstehung von Arteriosklerose vorbeugen und zur Gesundheit des Herzens und des Kreislaufs einen wertvollen Beitrag leisten.

Wirkung auf den Stoffwechsel

Vitamin C ist an mehr als 300 enzymatischen Stoffwechselprozessen beteiligt. Vitamin C beeinflusst das Wachstum der Knochen und kann daher der Osteoporose entgegenwirken. Durch Vitmain C wird vermehrt Kollagen neu gebildet. Dieses ist der Hauptbestandteil des Bindegewebes.

Durch Kollagenfasern bleibt die Haut elastisch und flexibel. Kollagene werden schon lange in der Kosmetikbranche als Ani-Ageing Pflege eingesetzt. Vitamin C regt die körpereigene Produktion von Kollagen an. Daher kann es nicht verwundern, dass Acerola-Extrakte in vielen Anti-Aging-Produkten eingesetzt werden.

Auch der Kupfer- und der Eisenstoffwechsel hängen Menge des vorhandenen Vitamin C D ab. Durch Vitamin C kann der Körper besser Eisen aus der Nahrung aufnehmen, es transportieren und speichern.

Weiterhin sorgt Vitamin C daf√ľr, dass die Neurotransmitter Noradrenalin und Adrenalin und das Stresshormons Cortisol vom K√∂rper hergestellt werden. Unter Neurotransmittern versteht man chemische Botenstoffe, die Impulse der Nerven √ľbertragen. Vitamin C ist wichtig, um den Neurotransmitter-Spiegel in unserem Nervensystem aufrechtzuerhalten.

Wirkung bei der Zellerneuerung

Die antioxidativen Eigenschaften von Vitamin C wirken der Alterung der K√∂rperzellen entgegen. Sie sogenannten Telomere sind entscheidend f√ľr den Prozess der Alterung. Sie sind die Endkappen der Chromosome und verk√ľrzen sich bei jeder Zellteilung.

Wenn die Telomere zu klein sind, können sich die Zellen nicht mehr teilen und sterben ab. Die Länge der Endkappen weisen auf Alter der Zellen hin. Wenn die Telomere mit allen wichtigen Vitaminen versorgt werden, sind sie länger als bei einer Ernährung, die am an Vitalstoffen ist.

Bei gro√üem Stress verk√ľrzen sich die Telomere ebenfalls vorzeitig, was wiederum zu einer vorzeitigen Alterung der Zellen f√ľhrt. Das k√∂rpereigene Enzym Telomerase kann diese Wirkung umkehren und die Endkappen aufbauen. In einer Studie von chinesischen Wissenschaftlern wurde nachgewiesen, dass Vitamin C die Telomerase anregt und so direkt an der Erneuerung der Zellen beteiligt ist.

Wirkung bei Fettleibigkeit (Adipositas)

Wenn ein Mensch stark √ľbergewichtig ist, ist er zunehmend gef√§hrdet, zu hohen Blutdruck, zu hohen Blutzucker (Diabetes), eine Fettleber oder gar Krebs zu bekommen. Mediziner halten die freien Radikalen f√ľr diese Erkankungen verantwortlich. Bei Studien an der W√ľrzburger Universit√§t wurde herausgefunden, dass Fettleibigkeit im K√∂rper oxidativen Stress verursacht. Der hohe Gehalt an Antioxidantien in der Acerola beugt oxidativem Stress vor und unterst√ľtzt auch die Gewichsreduzierung.

Wirkung bei Krebs

F√ľr die Wirkung gegen Krebs fehlen noch aussagekr√§ftige Studien mit Menschen. Jedoch wird in der Naturheilkunde Krebs bereits mit hohen Dosierungen an Vitamin C behandelt, wobei sich auch gewisse Erfolge gezeigt haben.

Beispielsweise haben In-Vitro Studien gezeigt, dass Vitamin C bestimmte Zellen von Darmkrebs zerstört. In anderen ähnlichen Studien schädigte Acerola bestimmte Krebszellen.

In 2002 haben japanische Forscher an M√§usen nachgewiesen, dass Acerolaextrakt Lungenkrebszellen daran hinderten zu wachsen und sich auzubreiten. Es wurden aber bisher noch keine klinischen Studien mit Menschen durchgef√ľhrt.

Schutz vor Radioaktivität

Auch bei Radioaktivit√§t soll Acerola gegen die Sch√§digigung der Zellen und des Erbgutes helfen, da es gegen den Einfluss der ionisierenden Strahlung sch√ľtzt. Das trifft auch beim R√∂ntgen und bei Flugreisenden zu, die vermehrter Strahlung ausgesetzt sind.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Acerola auftreten?

Wenn Acerolapulver oder -saft in der empfohlenen Menge eingenommen wird, gibt es normalerweise keine Nebenwirkungen. Bei extrem hohen Dosierungen haben sich Nutzer √ľber Magenkr√§mpfe, √úbelkeit, weichen Stuhl oder Durchfall beklagt.

Bei unerw√ľnschten Nebenwirkungen sollte die Einnahme des Nahrungserg√§nzungsmittels unterbrochen werden und nach einigen Tagen in einer geringeren Dosierung fortgesetzt werden. Bei erneuten Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Menschen, die zu Nierensteinen neigen oder an Gicht leiden, sollten mit der Einnahme von Acerolaextrakten vorsichtig sein. Das Gleiche trifft bei Störungen mit der Eisenverwertung (Thalassämie, Hämosiderose, Hämochromatose) zu.

Über die Einnahme von Acerolaprodukten während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit gibt es keine konkreten Erkenntnisse.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Acerola, bis sich erste Erfolge einstellen?

Wie alle nat√ľrlichen Mittel braucht auch die Acerolakirsche eine Weile, bis die gew√ľnschte Wirkung eintritt. Danach kann sie frisch in den t√§glichen Speiseplan eingebaut werden. Als Nahrungserg√§nzungsmittel sollte sie nach den Angaben der Hersteller verwendet werden.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Acerola ?

Es wird angenommen, dass die Acerola urspr√ľnglich von der mexikanischen Halbinsel Yucat√°n stammt. Heute findet man den Acerolabaum in einigen L√§nder in den Tropen und Subtropen.

Die Hauptanbaugebiete liegen in Brasilien, Florida, Guatemala, Jamaika, Mexiko und Panama. Der Name Acerola wurde der Pflanze von den spanischen Eroberern verliehen. Sie glaubten, dass die Pflanze mit den heimischen s√ľ√üen Kirschsorten verwandt sei, was allerdings trotz der √Ąhnlichkeit nicht der Fall ist.

In der Volksheilkunde in Lateinamerika wurde die Acerolakirsche zur Behandlung vieler Krankheiten eingesetzt. Brasilianische Naturheil√§rzte behandelten mit ihr Entz√ľndungen, Fieber und Durchfall aber auch bei grippaler Infektion und bei Lungenkrankheiten.

Wissenschaftler begannen erst Mitte des 20. Jahrhunderts, sich mit der Acerolafrucht zu besch√§ftigen. S√ľdamerikanische Forscher entdeckten sie w√§hrend einer Dschungelexpedition und bestimmten den Vitamin C Gehalt. Mittlerweile ist es gelungen, die wichtigsten Inhaltsstoffe der Acerolafrucht nachzuweisen.

In den Anbaugebieten wird die Frucht meist frisch verzehrt. Da sie aber schnell verdirbt, werden aus ihr Marmeladen und Saft hergestellt. Ansonsten werden noch Extrakte aus ihr gewonnen.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Acerola aus?

Die Pflanze geh√∂rt zu den Steinfr√ľchten. Sie geh√∂rt zur Familie der Malpighiengew√§chse, deren bekannteste Vertreter die Lianen sind. Der Acerolabaum oder -strauch wird ein bis zwei Meter hoch. W√§hrend der Regenzeit entwickelt er rosa oder wei√üe Bl√ľten. Die Frucht selbst reift sehr schnell in nur 25 Tagen, sodass sie bis zu viermal im Jahr geerntet werden kann. Die Frucht ist sehr saftig. Sie besteht zu √ľber 80 Prozent aus Fl√ľssigkeit. Sie besteht aus drei Teilen, in denen sich je ein Kern befindet. Die Haut der Frucht ist gl√§nzend und sehr d√ľnn. Sie ist glatt und sehr empfindlich. Die Frucht schmeckt sehr sauer.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Acerola noch bekannt?

Die Acerola ist auch als Barbadoskirsche, Ahornkirsche, Antillenkirsche, Jamaikakirsche oder Puerto-Rico-Kirsche bekannt. Sie wurde nach dem jeweiligen Anbaugebiet benannt.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Acerola enthalten?

Eiwei√üe, Kohlenhydrate und Fette sind in der Acerolakirsche in f√ľr den menschlichen Stoffwechsel vernachl√§ssigbaren Mengen enthalten. Die Wertigkeit der Frucht liegt in ihren Anteilen an wertvollen Inhaltsstoffen wie Mineralien, Vitaminen, und sekund√§ren Pflanzenstoffen.

Vitamine

Da Acerolafrucht zu 90 Prozent aus Wasser besteht, enth√§lt sie ausschlie√ülich wasserl√∂sliche Vitamine. Der wichtigste Inhaltsstoff ist das Vitamin C, da in gro√üen Mengen vorhanden ist. Der Vitamin C Gehalt ist abh√§ngig vom Standort, den Anbaubedingungen und von Reifegrad der Frucht und liegt f√ľr 100 g Acerolakirschen zwischen 700 mg und 4,8 g nat√ľrlichen Vitamin C. Bei unreifen Fr√ľchten ist der Vitamin C Gehalt h√∂her.

In Orangen und Zitronen befinden sich nur etwa 50 mg Vitamin C. Der Gehalt an Vitamin C ist also in der Acerolakirsche 30 bis 90 Mal h√∂her. Nur die australische Buschpflaume und die Fr√ľchte des Camu-Camu-Strauches im Amazonasgebiet k√∂nnen das √ľbertreffen.

Die Acerola enthält folgende Vitamine:

  • Vitamin C (1678 mg)
  • Vitamin B1 (0,02 mg)
  • Vitamin B2 (0,06 mg)
  • Vitamin B3 (0,4 mg)
  • Vitamin B6 (0,009 mg)
  • Fols√§ure (14 őľg)
  • Betacarotin (38 őľg)

Das Zeichen őľg steht f√ľr Mikrogramm. Wenn dieser Wert in Milligramm umgerechnet werden sollt, gilt die folgende Formel: 1000 őľg ergeben 1 mg.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Auch die besondere Zusammenstellung der sekund√§ren Pflanzenstoffe ist von Bedeutung f√ľr die Gesundheit des Menschen. Sekund√§re Pflanzenstoffe sind rund 100.000 Stoffe mit unterschiedlichem chemischen Aufbau, von denen etwa 5.000 bis 10.000 in unserer Nahrung gefunden werden k√∂nnen.

Sekund√§re Pflanzenstoffe geh√∂ren nicht zu den lebenswichtigen N√§hrstoffen eines Menschen, beeinflussen aber nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zahlreiche Stoffwechselvorg√§nge im menschlichen K√∂rper. Um eine gute Versorgung mit sekund√§ren Pflanzenstoffen zu garantieren, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft f√ľr Ern√§hrung daher Obst und Gem√ľse zu verzehren.

In der Acerolakirsche sind vor allem Anthocyane, Carotinoide, Pektine sowie verschiedene Flavonoide wie das Rutin, enthalten. Diese haben verschiedene Effekte auf den Organismus des Menschen. Flavonoide und Anthocyane aus der Klasse der Polyphenole sch√ľtzen den K√∂rper vor oxidativem Stress. Forschern war es m√∂glich, ein neues Flavonoid aus der Acerola zu isolieren, das in anderen Fr√ľchten noch nicht gefunden wurde.

Wissenschaftliche Studien haben die Bedeutung der sekund√§ren Pflanzenstoffe mehrfach best√§tigt. Sie wirken sich positiv auf die menschliche Gesundheit dank der antioxidativen Flavonoide aus. Sie hemmen Entz√ľndungen, lindern Schmerzen und wirken antiallergisch. Sie unterst√ľtzen die k√∂rpereigenen Heilkr√§fte und verhindern, dass sich Bakterien, Pilze und Viren im menschlichen Organismus ausbreiten.

Acerola Mineralstoffe

In der Acerolafrucht sind außerdem noch zahlreiche lebenswichtige Mineralien und Spurenelemente enthalten.

Kalium hat mit 146 mg auf 100 g der Fr√ľchte die h√∂chste Konzentration der Mineralien in der Frucht. Das positiv geladene Kaliumion ist als Elektrolyt ein wesentlicher Bestandteil der Zellen des K√∂rpers. Es hilft, den Wasserhaushalt des K√∂rpers zu regulieren und ist an Stoffwechselprozessen beteiligt.

Die Nerven und die Muskulatur ben√∂tigen ausreichend Kalium. Zusammen mit Natrium und Kalzium nimmt Kalium Einfluss auf das Herz und den Blutdruck. Ein Mangel an Kalium kann ernsthafte Folgen f√ľr die menschliche Gesundheit haben.

Die gelisteten Mineralien sind in der Acerolakirsche enthalten:

  • Kalium (146 mg)
  • Magnesium (18 mg)
  • Kalzium (12 mg)
  • Phosphor (11 mg)
  • Natrium (7 mg)
  • Zink (0,1 mg)
  • Eisen (0,02 mg)

Neben Kalzium ist Phosphor der h√§ufigste Mineralstoff in unserem K√∂rper. Phosphat ist wichtig f√ľr den Energiestoffwechsel. √úbersch√ľssige Energie wird in Form von ATP (Adenosintriphosphat) gespeichert.

Zink ist ein Bestandteil zahlreicher Enzyme. Es ist an wichtigen biochemischen Prozessen des K√∂rpers beteiligt. Es ist wichtig f√ľr die Zellteilung und f√ľr die St√§rkung des Immunsystems. Au√üerdem sorgt es daf√ľr, das die Haare und die Haut gesund wachsen und hilft bei der Heilung von Wunden.

Ballaststoffe

Die Acerolafrucht enth√§lt zahlreiche Ballaststoffe. In 100 g Fruchtfleisch sind etwa 1,1 g enthalten. Ballaststoffe sind unerl√§sslich f√ľr eine gesunde Verdauung.

Da die Ballaststoffe aus unverdaulichen Ger√ľst- und St√ľtzstoffen der Pflanzen bestehen, kann der menschliche K√∂rper sie nicht aufnehmen. Im Magen sorgen sie f√ľr ein l√§nger anhaltendes S√§ttigungsgef√ľhl. Durch Aufquellen im Dickdarm f√∂rdern sie die Verdauung.

√Ąhnliche Superfoods

Gibt es ähnliche Superfoods, die wirken wie Acerola?

Viel Vitamin C weisen die folgenden Fr√ľchte auf:

  • Grapefruit
  • Hagebutte
  • Sanddorn
  • Schwarze Johannisbeere
  • Kiwi
  • Papaya

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Acerola am Markt zu kaufen?

Acerolaprodukte sind in unterschiedlichen Ausf√ľhrungen erh√§ltlich. Wegen der schnellen Verderblichkeit werden dier Fr√ľchte nicht nach Europa exportiert und dort sind keine frischen Acerolakirschen zu kaufen.

Es werden in den √ľblichen Gesch√§ften viele Acerolaprodukte angeboten. Sie ist als Trockenfrucht, als Tees oder Fruchtriegeln, in Form von Acerolapulver, als Acerolasaft oder in Form von Tabletten und Kapseln erh√§ltlich.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Acerola als NEM?

Dort, wo es frische Acerolakirschen gibt, k√∂nnen sie jeden Tag in vern√ľnftigen Mengen auf den Speiseplan gesetzt werden.

Falls die Frucht als Marmelade, Saft, in Fruchtriegel und ähnlichem angeboten wird, wird oft wegen der Säure der Frucht, viel Zucker zugesetzt. Diese Nahrungsmittel sind also mit Vorsicht zu genießen.

Als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Pulver, Tabletten oder Kapseln sollten die Einnahmeempfehlungen der Hersteller beachtet werden.

Gibt es beim Kauf von Acerola etwas zu beachten?

Beim Kauf von Acerolaprodukten ist es vor allem wichtig, auf den angegebenen Vitamin C Gehalt zu achten. Des Weiteren sollten Sie darauf achten, dass das Produkt aus biologischem Anbau stammt und somit frei von unerw√ľnschten Bestandteilen ist.

Achten Sie weiterhin darauf, dass dem Produkt keine chemischen Zus√§tze wie hinzugef√ľgt wurden. Auch auf den Zusatz von synthetisch hergestelltem Vitamin C sollte verzichtet werden.

Unsere Produkt-Empfehlung f√ľr Acerola
Gertrud Winkelmair
  • Chefredakteurin f√ľr Superfoods empfiehlt

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Quellen zu diesem Beitrag
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