Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Heilpflanze

Wasserdost

Autor

Hilde Sonntag
Expertin für Heilkräuter
Wasserdost

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

recherchierte
Studien

enthaltene
Wirkstoffe

behandelnde
Symptome

zu behandelnde
Symptome

recherchierte
Studien

Was ist Wasserdost?

Bei dem indianischen Wasserdost (hier wird auch von dem echten oder von einem durchwachsenblättrigen Wasserdost oder Eupatorium perfoliatum gesprochen) handelt es sich um eine Heilpflanze, die über eine lange Tradition verfügt. Diese Pflanze, welche rot-weiß blüht, war früher einer der am häufigsten genutzten Heilpflanzen in Nordamerika. Bereits damals haben die Indianer die schweißtreibenden Eigenschaften dieser Heilpflanze genutzt. Hier wurden die Zweigspitzen sowie Blätter für wiederkehrende Fieberschübe verwendet.

Die Heilpflanze hat eine Höhe von ungefähr 150 bis 300 Zentimeter. Sie kann gut an ihren etwas rau anmutenden sowie länglich-spitzen Blättern erkannt werden. Die Blätter stehen schrägt nach oben. Ab dem Monat Juli blühen die an der Heilpflanze vorhandenen zartrosa-farbigen und büscheligen Trugdulden. Weil die Blätter auch etwas an Hanf erinnern, gibt es zum Teil auch die Bezeichnung Wasserhanf. Die Heilpflanze wächst in Auwälder, am Flussufer sowie an weiteren feuchten Stellen.

Viele Arten dieser Heilpflanze stammen aus Nord- und Südamerika, Afrika und Asien. Aber auch in Europa it die Heilpflanze heimisch.

Die Heilpflanze wird bei Infektionen und Erkältungen zur Steigerung des Immunsystems verwendet. Hierzu eignet sich zum Beispiel die Einnahme in Tee-Form oder in Form einer Tinktur. Ebenso ist sie bei der Linderung von Heuschnupfen hilfreich.

Auch kann die Substanz zur Blutreinigung dadurch eingesetzt werden, weil sie die Leber, Galle und Milz reinigt. Außerdem wirkt sie positiv bei äußerlichen und innerlichen Hautausschlägen.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Wasserdost einnehmen?

Diese Heilsubstanz enthält verschiedenartige Gerbstoffe, Glykoproteine, ätherisches Öl sowie Xylane und wirkt wie ein pflanzliches Antifektivum. Deshalb lindert es vor allen Dingen Erkältungen mit Kopfschmerzen und die dazu auftretenden Fiebererscheinungen.

Wenn bei einem grippalen Infekt anfangen, die Glieder zu schmerzen und allgemeine Schlappheit auftritt sowie einem der Kopf zu platzen droht, können die in dieser Heilpflanze vorhandenen Inhaltsstoffe eine schnelle Linderung herbei führen. Hierbei werden dann die Abwehrzellen stimuliert und dabei wird das Immunsystem mobil gegen die Infektions-Erreger. Dadurch erfolgt eine Erstickung von Krankheitserregern bereits im Anfangsstadium.

Dadurch werden dann die Krankheitserreger im Keim erstickt. Neben den Auslösern von einem grippalen Infekt gibt es aktuelle Untersuchungen, die festgestellt haben, dass diese Substanz auch gegen die Influenza vom Typ H1N1 (das sind die Erreger der Schweinegrippe) hilft.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Wasserdost?

Diese Heilsubstanz hilft bei einem grippalen Infekt und somit bei einer Erkältung, die von Fieber, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit begleitetet wird. Deshalb erfolgt schon seit langer Zeit der Einsatz bei fieberhaften Erkrankungen. Hier sind in der Heilsubstanz Wirkstoffe vorhanden, die die Immunität von Menschen stärkt und den Körper unterstützt, die Erreger bei einem grippalen Infekt zu bekämpfen.

Durch diese Substanz werden die Abwehrkräfte gestärkt und dadurch wird es möglich, eine Erkältung im Keim zu ersticken. Wenn dann diese Substanz gezielt bei den ersten Anzeichen für einen grippalen Infekt eingenommen wird, kann dies dazu beitragen, dass die Erkrankung dann auch wesentlich milder verläuft oder gar nicht ausbricht.

Ebenso hilft die Substanz auch bei einer vorbeugenden Einnahme, wenn eine Grippewelle im Anmarsch ist. Außerdem erfolgte traditionell eine Verordnung bei Fieber und einem giftigen Schlangenbiss. Zusätzlich wird sie bei äußerlichen Hauterkrankungen, wie Ekzemen, bei Geschwüren oder bei Quetschungen eingesetzt und dort in Salbenform auf die dafür in Frage kommenden Stellen aufgetragen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Wasserdost auftreten?

Bei dem gewöhnlichen Wasserdost kann es bei einer lang anhaltenden Einnahme vereinzelt vorkommen, dass hier Lebeschädern entstehen können. Deshalb sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die vom Hersteller angegebene Einnahmeanzahl genau eingehalten wird. Wenn weitere Medikamente eingenommen werden, sollte eine Einnahme von dieser Substanz nicht ohne Absprache mit dem eigenen Arzt (Hausarzt oder Facharzt) erfolgen.

Schwangere und stillende Fragen sollte ein solches Heilmittel nicht einnehmen. Ebenso sollte darauf geachtet werden, das Kinder unter 12 Jahren keinen Zugang dafür haben.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Wasserdost, bis sich erste Erfolge einstellen?

Das hängt wiederum von der entsprechenden Person ab, die hier diese Heilsubstanz einnimmt. Wenn es mit dem Arzt abgesprochen ist, sollte dann die vom Arzt vorgegebene Anwendungsdauer eingehalten werden.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Wasserdost?

Der Gewöhnliche Wasserdost kommt in Vorderasien, in Europa sowie in Nordafrika vor. Andere Arten wachsen auch in Nordamerika sowie in Ostasien. Dabei bevorzugt diese Heilpflanze Standorte, die feucht sind. Dazu gehören zum Beispiel Bachufer sowie Gräben oder Waldränder. Diese Ausführung ist eine mehrjährige Pflanze und wächst strauchartig und krautig. Die Höhe der Pflanze geht bis zu 150 bis 300 Zentimeter.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Wasserdost aus?

Wasserdost gehört zur Familie der Korbblütler und ist auch unter der Bezeichnung Kunigundenkraut oder Wasserhanf bekannt. Insgesamt gibt es ungefähr 45 verschiedene Arten weltweit. Für die Verwendung als Heilkraut gibt es jedoch nur 3 Arten. Dazu zählt der sogenannte Gewöhnliche Wasserdost (auch als Eupatorium cannabinum bezeichnet), der Durchwachsene Wasserdost (auch als Eupatorium perfoliatum bezeichnet) sowie die Pupurrote Wasserdost (auch als Eupatorium purpureum bezeichnet).

Die Blätter sind rau in der Oberfläche, spitz vom Zulauf her und langstielig und gehen von der Standfläche aus schräg nach oben. Deshalb erfolgt häufig auch ein Vergleich mit Hanfblättern. Die Blütezeit beginnt im Juli. Dabei entstehen rosa-farbige Blüten in einer Trugdolden-Form. Dabei ist dann auch die Blütezeit die beste Sammelzeit.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Wasserdost noch bekannt?

Bei dem gewöhnlichen Wasserdost wird auch von Eupatorium cannabinum , von Wasserhanf oder von Kunigundenkraut gesprochen.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Wasserdost enthalten?

Als Heilpflanze wird das komplette Kraut verwendet. Hier sind vor allen Dingen ätherische Öle enthalten. Desweiteren findet man in dem Kraut Triterpene, Flavonoide, Polysaccharide, Gerbstoffe, Pyrrolizidinalkaloide sowie das Benzofuranderivat Euparin als Bestandteile des Krautes.

Neben den bereits erwähnten Anwendungen, kommt diese Heilsubstanz auch in der Homöopathie zum Einsatz. Wie bereits erwähnt, kommt es dort bei fieberhaften und grippalen Infekten und insbesondere bei Infekten, die von Halsschmerzen, trockenem und schmerzhaftem Husten, entzündeten Nasennebenhöhlen sowie von Fließschnupfen begleitet werden, welche aufgrund einer feucht-kalten Witterung auftreten, zum Einsatz.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Wasserdost?

Eine Alternative zu Wasserdost, was die Wirkung anbelangt, ist der Huflattich. Der Huflattich verfügt über goldgelbe Blütenköpfchen. Die Blätter entstehen erst gegen Ende der Blütezeit. Diese werden schon seit Jahrhunderten als Mittel gegen den Husten und gegen eine Erkältung verwendet. In früheren Zeiten wurde der Rauch von den verbrannten Blättern zum Vertreiben des Hustens inhaliert und somit schützt diese Heilpflanze vor Infektionskrankheiten.

Dabei wird eine schleimhautschützende Wirkung entfacht, die dann den Hustenreiz und die Infektion hemmt. Dafür verantwortlich sind die in den Blättern enthaltenen Schleimstoffe, die einen Anteil bis zu 10 Prozent ausmachen.

Da Huflattich bei uns in Europa vor der Haustür zu finden ist, können diese Korbblütler auch für den Teegebrauch gesammelt werden. Huflattich findet man an Wegrändern und Straßen sowie auf Acker- und Schuttflächen. Die Blätter sind herzförmig bis rund und haben eine Breite von bis zu 30 Zentimeter. Die Blätter sind an der unteren Seite dicht graufilzig behaart.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Wasserdost am Markt zu kaufen?

Wasserdost gibt es in Tee-Form, als Tinktur/Sirup, als Tabletten oder in Tropfen-Form.

Der Sirup und Saft wird bei fieberhaften und grippalen Infekten, bei den Entzündungen im Rachen- und Nasenraum eingesetzt. Ebenfalls kann diese Einnahmeart auch zur Vorbeugung bei erhöhter Ansteckungsgefahr eingenommen werden.

Bei den Flüssigextrakten für den äußerlichen Gebrauch sind in Alkohol aufgelöste Auszüge der Pflanze von Wasserdost enthalten. Diese sollte jedoch nur für den äußerlichen Gebrauch zum Einsatz kommen, weil hier auch zum Teil Pyrrolizidinalkaloiden enthalten sind, die zum Teil krebserzeugend wirken können. Die Einnahme ist hier auch nur für kurze Zeit zu empfehlen.

Die Tabletten helfen ebenfalls bei grippalen Infekten und bei Entzündungen der oberen Luftwege. Auch die Tropfenform hilft bei fieberhaften und grippalen Infekte mit Entzündungen in den oberen Luftwegen.

Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass nicht mehr als die in der Packungsbeilage vorgegebene Menge verabreicht und eingenommen wird. Sinnvoll ist es auch, vor der Entscheidung einen Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.

Ebenso sollten schwangere und stillende Frauen diese Heilsubstanz während dieser Zeit nicht einnehmen. Hier sollte unbedingt eine ärztliche Absprache erfolgen.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Wasserdost als NEM?

Die Verzehrempfehlung bei Wasserdost hängt von jeweils der Angabe der Packungsbeilage ab.

Was die Tee-Form anbelangt, so erwirbt man hier das Kraut in der Apotheke (ist apothekenpflichtig). Dabei wird dann für die Zubereitung eines Tees in der Regel ein Teelöffel von dem getrockneten Kraut mit ungefähr 250 ml kochendem Wasser übergossen. Nach dem Ablauf von einer 10minütigen Zeit zum Ziehen ist dann der Aufguss verzehrfertig und kann getrunken werden. In der Regel können dann 3 Mal am Tag eine Tasse zu sich genommen werden.

Wenn aufgrund eines übermäßigen Genusses von Alkohol die Leber oder die Galle unterstützt werden soll, sollte in diesem Fall in einer Zeitspanne von 2 Stunden 2 Tassen diese Tee-Art getrunken werden.

Gibt es beim Kauf von Wasserdost etwas zu beachten?

Wichtig ist hier, dass man sich bei jeder Einnehme-Form an die jeweilige Einnahmeempfehlung hält. Wenn hier noch weitere Medikamente für andere Zwecke eingenommen werden, sollte unbedingt vor einer Einnahme-Entscheidung eine Abstimmung mit dem Hausarzt oder Facharzt erfolgen, weil sonst eventuelle gesundheitliche Komplikationen entstehen könnten. Dies gilt auch bei dem Kraut, das in für die Tee-Form es in der Apotheke zu kaufen gibt. Hier ist dann ein Vorabgespräch mit dem Apotheker ebenfalls vor der Einnahme in Tee-Form sinnvoll.

Ebenfalls sollte diese Heilsubstanz von schwangeren und stillenden Frauen während dieser Zeit nicht eingenommen werden.

Passende Beiträge

173 Superfoods auf über 1000 Seiten!

Kostenloses Ebook sichern

173 Superfoods auf über 1000 Seiten!

Jetzt das kostenlose Ebook sichern