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Was ist Melatonin?

Melatonin – auch unter dem Namen Schlafhormon bekannt – ist ein Metabolit beziehungsweise ein Hormon, welches in der ZirbeldrĂŒse im Gehirn gebildet wird. Dies ist allerdings nicht der einzige Bereich des Körpers, in welchem das Hormon entsteht, welches den Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Auch im Darm oder in der Netzhaut des Auges wird das Produkt hergestellt. Melatonin entsteht aus dem Nervenbotenstoff Serotonin und die Produktion wird vor allem von Tageslicht und den verschiedenen Zeiten beeinflusst. Wie es bereits die anderen Namen fĂŒr Melatonin verraten, wirkt es sich vor allem auf den Schlaf aus. Somit wird es fĂŒr seine schlafanstoßende Wirkung im medizinischen Bereich verwendet.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Melatonin einnehmen?

Allgemein lĂ€sst sich sagen, dass sich eine Einnahme von Melatonin lohnt, sobald ein Mangel davon vorliegt. Es kann mehrere GrĂŒnde dafĂŒr geben, dass die Produktion von Melatonin im Körper unter dem durchschnittlichen Wert liegt. Ein möglicher Grund ist zum Beispiel, dass nachts beziehungsweise wĂ€hrend dem Schlaf Licht vorhanden ist. Diese Lichtquellen stören den Schlaf und die Produktion des wichtigen Produkts. NatĂŒrlich gibt es noch weitere GrĂŒnde: einer davon wĂ€re beispielsweise Stress. In Deutschland ist Melatonin je nach Dosis verschreibungspflichtig. Normalerweise verschreibt der Arzt das Produkt an Patienten ab einem Alter von 55 Jahren. Allerdings gibt es auch Produkte, welche Melatonin enthalten und zulĂ€ssig sind. Diese enthalten dann jedoch eine geringere Dosis des Wirkstoffes.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Melatonin?

Melatonin besitzt eine antioxidative Wirkung. Der Wirkstoff fĂ€ngt freie Radikale im Körper ab und sorgt dafĂŒr, dass der Körper vor deren zellschĂ€digenden Eigenschaften geschĂŒtzt ist. Im Prinzip sorgt es dafĂŒr, dass bei dem Menschen der natĂŒrliche Tag-Nacht-Rhythmus richtig gestellt wird. Dies ist jedoch nur eine der Wirkungen. Melatonin werden noch mehrere Wirkungen nachgesagt. Beispielsweise hĂ€ngt eine Winterdepression oder Probleme mit der GedĂ€chtnisleistung oft mit dem Tag-Nacht-Rhythmus zusammen, weshalb Melatonin auch hier helfen kann. Außerdem kann Melatonin auch bei der Behandlung einer schweren Krankheit – wie zum Beispiel Krebs – oft als Begleitmittel der Therapie sehr nĂŒtzlich sein. Eine weitere Eigenschaft, ist, dass das Hormon in der Nacht bei erhöhtem Blutdruck helfen kann. Da der erhöhte Blutdruck in der Nacht wie die anderen Faktoren oft mit dem Schlaf und dem natĂŒrlichen ZeitgefĂŒhl zusammenhĂ€ngt, wirkt sich auch hier Melatonin positiv aus.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Melatonin auftreten?

Bei der Einnahme des Mittels können verschiedene Nebenwirkungen eintreten. Die wohl am hÀufigsten vorkommende Nebenwirkung ist, dass die schlaffördernde Wirkung noch vormittags wirkt. Dies passiert vor allem, wenn das Medikament erst nachts genommen wird. Die ErklÀrung ist relativ simple. Da wie bereits mehrmals erwÀhnt der Tag-Nacht-Rhythmus beeinflusst wird, kann sich die VerÀnderung von diesem auch am nÀchsten Tag noch bemerkt machen. Ein weiterer Auslöser dieser Nebenwirkung könnte eine falsche Dosis sein oder die falsche Einnahmezeit. Eine weitere Folge von der Einnahme von Melatonin kann sein, dass man hÀufiger schlecht trÀumt. Es kann vermehrt zu AlptrÀumen beziehungsweise lebendigen TrÀumen kommen. Zudem kann es in seltenen FÀllen zu MagenkrÀmpfen, Schwindel, Kopfschmerzen, Reizbarkeit und einem verringerten sexuellen Verlangen kommen. Dies kommt jedoch nur selten vor.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Melatonin, bis sich erste Erfolge einstellen?

Erste Erfolge von Melatonin können sich sofort zeigen. Jedoch sollte man die Einnahmemenge und den Zeitpunkt der Einnahme sehr gut beachten. Durch das richtige ZufĂŒhren von Melatonin wird somit die Einschlafzeit verkĂŒrzt. Nimmt man Melatonin regelmĂ€ĂŸg ein, so tritt die Wirkung bereits nach 30 bis 60 Minuten ein. Allerdings ist wie bereits erwĂ€hnt der Einnahmezeitpunkt sehr entscheidend fĂŒr die Wirksamkeit. So sollte man ca. 30 Minuten vor dem Schlafengehen das Schlafhormon nehmen. Auch die Uhrzeit spielt eine Rolle. FĂŒr einen optimalen Schlaf sollte man zwischen 21:00 Uhr und 23:00 Uhr die Tablette nehmen. Beachtet man diese Punkte, kann Melatonin eine sofortige Wirkung zeigen und es benötigt somit keine „Vorlaufzeit“.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Melatonin ?

Das Hormon wir vor allem in der ZirbeldrĂŒse des Gehirns gebildet. Allerdings werden kleine Mengen auch im Darm oder in der Netzhaut des Auges produziert. Das Produkt wird ist vor allem von der Zufuhr von Licht abhĂ€ngig. Sobald es dunkel ist, fĂ€ngt der Körper an, den Wirkstoff zu produzieren. Somit wirkt es sich auch auf den Schlaf aus und darauf, ob man mĂŒde wird. Je lĂ€nger es dunkel ist, desto lĂ€nger produziert die ZirbeldrĂŒse das Schlafhormon. Auch von der Jahreszeit wird die Produktion beeinflusst. Da ĂŒblicherweise im Sommer die Tage lĂ€nger sind, wird wĂ€hrend dieser Zeit weniger Melatonin ausgeschĂŒttet. Ein weiterer interessanter Fakt ist, dass sich die Produktion des Hormons je nach Alter verĂ€ndert. So wird bis zu zwölf Wochen nach der Geburt beispielsweise am meisten des Hormons produziert. Von da an sinkt die Produktion. Gegen Ende der PubertĂ€t werden nur noch 80 Prozent der Höchstmenge produziert und sinkt dann von Jahr zu Jahr. Wie stark, ist jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Melatonin aus?

Ausgangsprodukt fĂŒr den Stoff ist eine AminosĂ€ure – nĂ€mlich Tryptophan. Diese AminosĂ€ure findet man in vielen verschiedenen Nahrungsmitteln, wie zum Beispiel KĂ€se, HĂŒhnchen, Fisch, Milch, Eiern, Soja und NĂŒssen. Dieses Hormon wird dann in mehreren Schritten umgewandelt, bis es schließlich zu Melatonin wird. So wird es von Tryptophan zu Hydroxytryptophan und anschließend zu Serotonin. Nun wird es in Acetylserotonin umgewandelt, bis es letztlich zu Melatonin wird. Da die oben genannten Produkte den Ausgangsstoff enthalten, so kann man beispielsweise auch probieren, dass man vor dem Einschlafen eine Hand voller NĂŒsse isst. Somit könnte man die eigene Melatoninproduktion ankurbeln und es wĂŒrde zu einer natĂŒrlichen AusschĂŒttung kommen.

Trivialnamen

Unter welchen Namen ist Melatonin noch bekannt?

Im Prinzip gibt es keine anderen Bezeichnungen fĂŒr das Schlafhormon, da es auch wirklich das Hormon ist, welches man zu sich nimmt. Allerdings wird in der Umgangssprache Melatonin oft als Schlafhormon oder Schlafmittel bezeichnet, da es wie gesagt den Schlafrhythmus verbessert und die nĂ€chtliche Ruhe verbessert. Andere Namen gibt es jedoch nicht.

Funktionsweise​

Wie ist die Funktionsweise von Melatonin?

Normalerweise produziert der Körper je nach Lichtzufuhr den Wirkstoff. So merken Lichtsensoren in der Netzhaut des Auges, dass es dunkler wird, weshalb der Körper normalerweise davon ausgeht, dass es nachts wird und man demnĂ€chst schlafen geht. Durch das Schlafhormon wird der Körper mĂŒde und es gelingt einem, leichter einzuschlafen. Nimmt man nun so Melatonin, wird dem Körper gesagt, dass es bald Zeit zum schlafen ist, wodurch das Schlafhormon wirkt. Somit bringt die Zufuhr von Melatonin wieder den natĂŒrlichen Tag-Nacht-Rhythmus in Takt.

Ähnliche Wirkstoffe

Gibt es Àhnliche Wirkstoffe, die wirken wie Melatonin?

NatĂŒrlich gibt es Mittel, welche den Schlaf verbessern. Aber diese Produkte haben eigentlich nichts mit dem natĂŒrlichen Produkt zu tun, da diese andere Funktionsweisen haben. Bei dem natĂŒrlichen Schlafhormon geht es vor allem darum, dass der natĂŒrliche Tag-Nacht-Rhythmus angepasst wird. Diesen kann man selbst jedoch auch etwas verbessern. So ist es zum Beispiel empfehlenswert, dass man sich tagsĂŒber etwas an der frischen Luft bewegt oder in der Sonne aufhĂ€lt, damit der Körper durch das Tageslicht die innere Uhr anpassen kann. So kann dies gegen Schlafprobleme helfen oder den Schlafrhythmus verbessern. Das Sonnenlicht allein kann jedoch nicht ein Ă€rztliches Produkt ersetzen. Es gibt zwar einige AnsĂ€tze in der Therapie, wie zum Beispiel die Lichttherapie, diese sind jedoch noch nicht ausgereift. Eine weitere Methode um Schlafprobleme in den Griff zu bekommen sind EntspannungsbĂ€der oder Übungen, welche Muskeln entspannen. Auch AtemĂŒbungen oder ruhige Musik sind in einigen FĂ€llen sehr hilfreich. Eine direkte Alternative zu dem natĂŒrlichen Schlafhormon gibt es jedoch nicht.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Melatonin am Markt zu kaufen?

Üblicherweise wird das Hilfsmittel in Tablettenform oder in Kapseln verkauft. Von der Dosierung gibt es dann allerdings einige Unterschiede. Da eine höhere Dosierung vom Arzt verschreibungspflichtig ist. Die rezeptfreien Produkte enthalten meist 1mg des Wirkstoffs und werden als Tabletten verkauft. Mittlerweile gibt es das Hormon allerdings auch schon in Spray-Form zu kaufen.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Melatonin als NEM?

Der Wirkstoff muss ab einer höheren Dosis – ab 2mg – vom Arzt verschrieben werden. Ansonsten empfiehlt sich normalerweise die Dosis von 1mg. Diese werden ĂŒblicherweise auch verkauft. Durch die oben genannten Tipps kann man auch zusĂ€tzlich den Tag-Nacht-Rhythmus fördern und die Produktion des Schlafhormons antreiben, weshalb in der Regel 1mg ausreicht. Möchte man wirklich höhere Dosierungen ansetzen, so muss man zum Arzt gehen und sich das Produkt als Rezept verschreiben lassen.

Gibt es beim Kauf von Melatonin etwas zu beachten?

Wie bei jedem Medikament ist es wichtig, dass der Anbieter des Produktes seriös ist. Kauft man beispielsweise unabsichtlich von einer unseriösen Internetseite Melatonin, kann dieses eine zu hohe Dosis enthalten oder sogar andere chemische Eigenschaften. Deshalb sollte man immer darauf schauen, dass der VerkĂ€ufer verifiziert ist. Außerdem sollte man zunĂ€chst die Menge klein dosieren, damit man ĂŒberhaupt weiß, wie viel man persönlich von dem Schlafhormon nötig haben und was ansonsten ĂŒberflĂŒssig ist.

Kurze Zusammenfassung

Abschließend lĂ€sst sich sagen, dass das Produkt sicherlich fĂŒr jeden sinnvoll ist, der denkt, dass sein Tag-Nacht-Rhythmus fĂŒr die Schlafprobleme verantwortlich ist. Außerdem kann das Medikament wie man sieht auch in anderen Bereichen eine positive Wirkung haben. Allerdings ist immer zu beachten, wie man das Hormon konsumiert und wie sehr man sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat.

Unsere Produkt-Empfehlung fĂŒr Melatonin
Peter Erwin

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Quellen zu diesem Beitrag
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