Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Superfood

Geißkraut

Autor

Gertrud Winkelmair
Chefredaktion Superfoods
Geißkraut

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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behandelnde
Symptome

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Was ist Geißkraut?

Das Geißkraut ist der Familie der Korbblütler zuzuordnen. Eine Bezeichnung für das Gewächs ist auch Jakobs-Geiskraut. Der Name ist auf die jährliche Blüte um den heiligen Jacobi am 25.07. eines Jahres zurückzuführen. Rings um diesen Zeitpunkt erhält das Kraut schüttere Blütenstände, die sich später im darauffolgenden Hochsommer vollkommen entfalten.

Das Kraut gilt im Übrigen als Nationalblume der „Isle of Man“. Dort wird die Pflanze als Cushag bezeichnet. Die Pflanze ist im Übrigen eine zweijährige Pflanze. Das Wachstum zeichnet sich dadurch aus, das sie krautig und ausdauernd ist. Sie kann eine Wuchshöhe zwischen 30 bis 100 cm erreichen.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Geißkraut einnehmen?

Bis in die 1990er hat man das Geißkraut als eine Art Heilkraut eingesetzt und die Vielseitigkeit der Pflanze genutzt. Primär wurde Geißkraut zur Behandlung des Harndrangs eingesetzt oder zur symptomatischen Behandlung von Regelbeschwerden bis hin zum Einsatz gegen rheumatische Beschwerden.

Zudem kann ein frischer Umschlag des Krauts aus getrockneten Blättern auch gegen Ischiasbeschwerden, Neuralgien, Hautentzündungen oder bei Gelenkbeschwerden helfen. Wenn man die Pflanze in der Form des Safts verwendet können darüber hinaus Schwellungen oder auch allgemeine Schmerzen gelindert werden.

Der Einsatz bei Augenleiden ist etwas umstritten, kann aber auch hier verwendet werden. Eine langfristige Anwendung in der Form der inneren Nutzung sollte jedoch vermieden werden, da sich hier tatsächlich die leicht toxischen Bestandteile negativ auf den menschlichen Organismus auswirken können. Durch die Alkoide, die giftig sind, kann es zu einer Schädigung der Leber kommen.

Früher wurde die Pflanze sehr vielfältig angewandt. Eine der verbreitetsten Methoden hierbei waren wässrige Aufgüsse sowie Extrakte, die aus der Pflanze unkompliziert hergestellt werden konnten. Der Einsatz als eine Art Gurgelwasser war ebenso beliebt, da die Pflanze gegen Halsbeschwerden half und die Beschwerden von Hals- und Mandelentzündungen sowie grippaler Infekte linderte. Die Verwendung ist hierbei auch bei Nasenbluten oder leichtem Asthma denkbar.

Die giftigen Bestandteile kannte man schon vor vielen Jahren, das hinderte jedoch nicht daran die Wirksamkeit der Pflanze zu nutzen. Wissenschaftler fanden im Rahmen von Untersuchungen heraus, dass nicht die an sich toxischen Bestandteile der Pflanze problematisch sind, sondern lediglich die Leberabbauprodukte.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Geißkraut?

Vor vielen Jahren war das Geißkraut als Heilpflanze sehr beliebt. Es wurden vor allem im Rahmen der Blütezeit die einzelnen Pflanzenteile sehr nachhaltig verwendet. In den enthaltenen Pflanzenteilen sind jedoch sogenannte Pyrrolizidinalkaloide zu finden. Diese Bestandteile haben eine giftige Wirkung, aufgrund dessen sind diese betroffenen Pflanzenteile auch nicht dazu geeignet sie zu verwenden, vor allem nicht im medizinischen Kontext.

Akaloide können schwerwiegende Folgen beim Menschen hervorrufen, wie die Schädigung von Embryonen, das Auslösen von Krebs oder auch die Veränderung von Erbgut. Die Pflanze weist in allen Bestandteilen diese Stoffe auf. Die Konzentration ist jedoch in den Blütenteilen am Höchsten. Zu den Giftstoffen, die am häufigsten nachweisbar sind, gehören das sogenannte Senecionin sowie das Jacobin.

Folgen, die bei einem Konsum hierdurch auftreten können sind:

  • Leichte Vergiftungserscheinungen
  • Magen-Darmproblematiken
  • Koordinationsschwierigkeiten
  • Krämpfe
  • Gewichtsverlust
  • Beeinträchtigung des Bewusstseins
  • Leberschäden
  • Lichtempfindlichkeit
  • Müdigkeit
  • Haarausfall
  • Appetitlosigkeit

Beachten sollte man ebenso, dass durch den Kontakt mit der Pflanze sogenannte Kontaktallergien ausgelöst werden können.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Geißkraut auftreten?

Geißkraut ist eine Pflanze, die in den vergangenen Jahrhunderten als Heilpflanze bzw. als Heilkraut verwendet wurde und hierbei auch beliebt war. Die Menschen wusste damals jedoch auch schon von den toxischen Bestandteilen von Geißkraut.

Dieser Umstand hielt die Menschen dennoch nicht von dem Konsum ab. Die Nebenwirkungen können bei dem Konsum von Tieren im Übrigen gravierender sein als bei dem Konsum von Menschen. Dennoch können auch hier einzelne Nebenwirkungen auftreten, die nun anschließend einmal kurz aufgelistet werden:

  • Leichte Vergiftungserscheinungen
  • Magen-Darmproblematiken
  • Gewichtsverlust
  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Leberschäden
  • Haarausfall

Zu große Mengen des Konsums von Geiskraut sollte vermieden werden, um die Wahrscheinlichkeit des Auftretens der Nebenwirkungen nicht unnötig heraufzubeschwören. Eine regulierte Menge bzw. ein regulierter Konsum von beispielsweise getrockneten Blättern ist jedoch durchaus vor allem bei Menstruationsbeschwerden möglich.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Geißkraut, bis sich erste Erfolge einstellen?

Hier unterscheidet man in der Tat zwischen einer äußeren Anwendung und einer inneren Anwendung. Die innere Anwendung sollte man nicht zu lange wählen, da mögliche Nebenwirkungen hier auftreten können, die unerwünscht sind. Die äußere Anwendung kann als langfristig angesehen werden.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Geißkraut?

Die Pflanze wächst primär auf Wiesen und Feldern, in Wäldern, an Wegesrändern sowie an Schuttplätzen in Europa sowie in Asien. Als Grundlage für ein stabiles Wachstum sind Böden zu empfehlen, die Nährstoff sowie Basenreich sind, auch Sand- und Lehmboden bietet sich hierzu an.

Im Frühjahr treibt die Pflanze erste zarte Blätter aus und bildet in Bodennähe sogenannte Blattrosetten, die federartige Blätter aufweisen. Die Blütezeit liegt zwischen Juni und Oktober eines Jahres. In dieser Zeitspanne bildet die Pflanze dann gelb, gefiederte sowie leuchtende Blüten. Die Blüten haben einen Durchmesser von circa 15 bis 25 mm. Erst später entwickeln sich tatsächlich aus den Blüten Samen.

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet war in den mittleren Gebirgslagen Europas sowie Westasiens. Als sogenannter invasiver Neophyt ist, ist die Pflanze jedoch auch in Kanada, Neuseeland, Australien sowie den USA vertrete.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Geißkraut aus?

Das Geißkraut ist eine Pflanze, die vor allem in Eurasien beheimatet ist und dort auch immer noch wächst. Man kennt die Pflanze bereits seit Jahrhunderten und wendet sie auch schon so lange immer wieder als Heilkraut für verschiedene Beschwerden an. Man findet es primär an Hängen, Waldrändern sowie auf Wiesen. Es handelt sich hierbei um eine zweijährig wachsende Pflanze, die eine durchschnittliche Größe zwischen 30 cm und 100 cm erreicht.

Charakteristisch für das Wachstum der Pflanze ist hierbei, das die Pflanze zunächst von der Wurzel aus Blätter austreibt. Im Bereich des Bodens wächst als Nächstes dann die sogenannte Blattrosette. Die Blätter zeichnen sich dadurch aus, das sie fiederspaltig sind. Charakteristische gelbe Blüten kommen werden dann als nächstes ausgebildet. Diese Phase liegt zwischen Juni und August. Aus den Blüten entwickeln sich im letzten Step dann die Samen.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Geißkraut noch bekannt?

Die Namen des bekannten Heilkrauts sind vielzählig. Konsumenten finden die Pflanze unter einer breiten Auswahl an Namen. Neben Geißkraut wird die Pflanze auch Senecio jacobaea L. oder Jacobaea vulgaris genannt. Weitere umgangssprachliche Bezeichnungen sind in diesem Kontext Jakobs-Greiskraut, Jakob-Greiskraut sowie Jakobs-Kreuzkraut

Großes Kreuzkraut, Jakobskreuzkraut oder Spinnenkraut. Die Bandbreite ist auch hier immens. Konsumenten sollten sich von den unterschiedlichen Bezeichnungen jedoch nicht irritieren lassen. Da die Pflanze schon seit Jahrhunderten existiert und auch als Heilkraut verwendet wird, entwickelten sich schlicht diese unterschiedlichen Namen und Bezeichnungen.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Geißkraut enthalten?

Die Pflanze wartet nicht nur mit ganz unterschiedlichen Namen auf, vielmehr finden Konsumenten hier auch eine Fülle an verschiedenartigen Inhaltsstoffen.

Inhaltsstoffe des Heilkrauts:

  • Ätherische Öle
  • Germacren D
  • Erucifolin
  • Senecionin
  • Flavanoide
  • Jacobin
  • Pyrrolizidinalkaloide

Ähnliche Superfoods

Gibt es ähnliche Superfoods, die wirken wie Geißkraut?

Geißkraut wird heutzutage primär gegen Menstruationsbeschwerden der Frau verwendet. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer inneren und einer äußeren Anwendung.

Als Alternative zum Geißkraut empfiehlt sich durchaus die Einnahme von folgenden Optionen:

  • Schafgarbe
  • Gänsefingerkraut
  • Mönchspfeffer
  • Frauenmantel
  • Eisenkraut
  • Brennnessel

Auch in diesem Zusammenhang, das bei länger anhaltenden Beschwerden von einer Selbstmedikation abgesehen werden soll und eine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker erfolgen soll.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Geißkraut am Markt zu kaufen?

Das Geißkraut sollte vor allem im Rahmen einer inneren Anwendung nicht über einen längeren Zeitraum konsumiert werden, da sich hier ggf. Leberschäden beim Menschen entwickeln können. Zu beachten ist, dass auch in getrockneten Pflanzenbestandteilen noch toxische Reste enthalten sein können, die letztendlich den menschlichen Organismus belasten können. Das Heilkraut kann man in Summe in verschiedenen Einnahmearten zu sich nehmen.

Man unterscheidet zudem zwischen den Einnahmearten Tee, Saft, Umschlag oder auch allgemein Homöopathie.

Der Tee: Hierbei übergießt man ca. 1–2 Teelöffel des Krauts, das getrocknet ist mit ca. 250 ml heißem Wasser. Danach lässt man den Sud ziehen und kann das Getränk konsumieren. Eine längerfristige Anwendung bietet sich jedoch nicht an.

Der Umschlag: Der Umschlag hierzu wird aus frischen Blättern zubereitet, die gequetscht werden. Das kann durchaus gegen Hautentzündungen oder Hautkrankheiten helfen.

Der Saft: Saft aus der Pflanze kann beispielsweise hervorragend gegen Bienenstiche helfen und den Schmerz sowie die Schwellung abklingen lassen.

Die Homöopathie: Das frische Kraut wird für eine Urtinktur genutzt. Der äußere Konsum hilft gegen Augenkrankheiten.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Geißkraut als NEM?

Die Verzehrempfehlung ist immer in Abhängigkeit der Darreichungsform. Es ist hierbei zu empfehlen durchaus Rücksprache mit einem Apotheker oder Arzt zu halten, wie hoch die einzelne Dosis sein kann.

Gibt es beim Kauf von Geißkraut etwas zu beachten?

Grundsätzlich sollte man immer auf die Dosierung und die Konzentration des Heilkrauts achten. Die Rücksprache mit einem Mediziner ist hierbei empfehlenswert.

Studien zu Geißkraut

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