Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Wirkstoff

Forskolin

Autor

Peter Erwin
Chefredakteur Nährstoffe
Forskolin

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

recherchierte
Studien

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Wirkstoffe

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Symptome

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Studien

Was ist Forskolin?

Forskolin ist eine chemische Verbindung und gehört zu den Terpenen. Es ist unter anderem in der indischen Buntnessel enthalten. Terpene sind in der Natur häufig zu finden und kommen hauptsächlich in Pflanzen vor.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Forskolin einnehmen?

Forskolin ist ein sehr vielseitiger Wirkstoff. Es ist geeignet für Menschen mit Darmkoliken und schwachen Immunsystemen oder Blasenentzündungen, aber auch für Asthmatiker, Diabetiker und auch für die Behandlung von Störungen im Sexualsystem wird Forskolin eingesetzt. Zudem kann es gut bei Bluthochdruck oder zur Stärkung des Herzens eingenommen werden. Auch diejenigen, die vorhaben abzunehmen, können Forskolin einnehmen, da es Fett abbaut. Sehr beliebt ist der Wirkstoff auch bei Sportlern zur Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Forskolin?

Forskolin ist schon seit langen vor allem in der ayurvedischen Medizin und südamerikanischen, afrikanischen und chinesischen Volksmedizinen beliebt. Dabei ist diese chemische Verbindung an vielen unterschiedlichen Körperfunktionen beteiligt. Sie verbessert die Herzfunktion und fördert die Blutzirkulation und regt die Freisetzung von Salzsäure im Magen an, was Darmkoliken, Magenschmerzen und Aufgeblähtheit lindern kann. Dabei wirkt sie verdauungsanregend, indem sie einer durch einen Mangel an Bauchspeicheldrüsen – Enzymen schlechten Verdauung entgegenwirkt. Außerdem ist sie in der Lage die Lymphknoten und Makrophagen zu aktivieren, was das Immunsystem stärkt und die Energieproduktion in den Zellen anregt. Oft wird sie unterstützend bei Asthma oder Bronchitis eingesetzt, da sie Bronchien erweiternd wirkt und so das Zusammenschnüren der Bronchien verhindert. Daneben wirkt sie harntreibend und positiv auf die Nerven und fördert die Regeneration. Mittlerweile wird auch eine antidepressive Wirkung des Forskolin vermutet. Gerne wird es bei einer Verkalkung oder schlechten Durchblutung des Herzens eingesetzt, da es das Zusammenziehen des Herzens unterstützt und so die Herzfunktion fördert und das Herz stärkt. Dazu kommt, dass es allgemein gefäßerweiternd wirkt, was nicht nur dem Herzen, sondern auch dem Gehirn zugutekommt. Für Diabetiker eignet sich Forskolin gut, da es den Blutzuckerspiegel durch eine Erhöhung der Insulinsekretion senkt. Außerdem hemmt es das Zusammenklumpen des Blutes. Äußerlich wird der Wirkstoff für die Behandlung von Schuppenflechte eingesetzt.

Die verschiedenen Wirkungen des Wirkstoffes wurden von unterschiedlichen Studien nachgewiesen. So konnte von einer systolischen und diastolischen Blutdrucksenkung durch die Einnahme berichtet werden. Dabei konnte auch aufgezeigt werden, dass der Druck der Lungen-Arterie sich bei einer Einnahme senkt und sich das Herzvolumen erhöht. Insgesamt verbesserten sich das Herzschlagvolumen und der Schlagvolumenindex bei den Probanten um bis zu 70 Prozent. Zudem konnten Studien mittlerweile nachweisen, dass Forskolin den Blutdruck senkt und die Lipoproteine mit vorteilhafter Dichte steigert und auch noch in der Lage ist Fett abzubauen. Daneben fördert es den Aufbau von Muskelmasse, da es positiven Einfluss auf die an der Fettverbrennung und am Muskelaufbau beteiligten Enzyme nimmt. So haben im Rahmen einer acht wöchigen Studie die Probanden täglich den Wirkstoff eingenommen und am Ende ergab sich, dass durchschnittlich acht Prozent Körperfett abgebaut und sieben Prozent an Muskelmasse aufgebaut wurden. Außerdem wurde in dem Zusammenhang auch eine Arterie weitende und Leistungssteigernde und so das Training fördernde Wirkung nachgewiesen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Forskolin auftreten?

Grundsätzlich ist der Wirkstoff für die meisten Erwachsenen bei einer angemessenen Verwendung sicher und unbedenklich. Wird Forskolin jedoch als Injektion verabreicht kann es zu Hitzewallungen und einem niedrigen Blutdruck kommen. Bei einer Inhalation können Reizungen des Halses, Husten, Zittern und Ruhelosigkeit hervorgerufen werden. Augentropfen mit dem Wirkstoff können ein stechendes Gefühl auslösen. Es ist bei der Einnahme jedoch auf jeden Fall auf mögliche Wechselwirkungen zu achten. So sollte der Wirkstoff nicht in Kombination mit Medikamenten gegen zu hohen Blutdruck oder Medikamenten, die den Blutfluss zum Herzen erhöhen eingenommen werden.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Forskolin, bis sich erste Erfolge einstellen?

Die Studien, die eine Wirksamkeit des Wirkstoffes nachweisen konnten, basieren auf einer kontinuierlichen Einnahme über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Um eine optimale Wirkung zu erreichen muss der Wirkstoff vom Körper über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. So wurde die positive Wirkung der Einnahme auf die sportliche Leistungsfähigkeit und das Herz-Kreislaufsystem nach ungefähr acht Wochen nachgewiesen.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Forskolin ?

Forskolin kommt als Terpen in unterschiedlichen Pflanzen vor, ist aber jedoch vor allem in der indischen Buntnessel zu finden. Diese wächst vor allem in Indien, ist aber auch in anderen tropischen oder wärmeren Gebieten der Welt zu finden.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Forskolin aus?

Das häufigste Ausgangsprodukt des Forskolins ist die indische Buntnessel. Diese gehört zu der Familie der Lippenblütler und erreicht eine Größe von bis zu 50 Centimetern. Dabei besitzt sie große, weiche Blätter mit einem gezackten Blattrand und purpurblaue Blüten, welche in länglichen traubigen Blütenständen wachsen. Die Pflanze wächst vor allem in den Tropen Afrikas, auf der arabischen Halbinsel, in Brasilien, in Sri Lanka und in Indien.

Trivialnamen

Unter welchen Namen ist Forskolin noch bekannt?

Der Wirkstoff ist auch unter dem Namen Coleus Foskohlii bekannt.

Funktionsweise​

Wie ist die Funktionsweise von Forskolin?

Es handelt sich bei dem Wirkstoff um einen nichtselektiven Stimulator der Isoenzyme, welche zu der Gruppe der Adenylylcyclasen gehören. Dabei aktiviert das Forskolin fast alle Isoenzyme in niedriger mikromolarer Konzentration. Dies geschieht indem es mit der Hilfe der hydrophoben Wechselwirkungen zwischen der C1 und C2 – Domäne der Adenylycyclase bindet. Daraufhin wird in der Zelle die Umwandlung von ATP in cAMP katalysiert, also beschleunigt. So greift der Wirkstoff erheblich in die Signaltransduktionswege vieler G-Protein-gekoppelter Rezeptoren ein. So erhöht sich der cAMP – Spiegel in der Zelle, was unterschiedliche positive Wirkungen auf den Körper auslöst, wie zum Beispiel ein positiver Einfluss auf die Kontraktionsfähigkeit des Herzens oder der erweiternde Effekt auf die Blutgefäße.

Ähnliche Wirkstoffe

Gibt es ähnliche Wirkstoffe, die wirken wie Forskolin?

Es gibt keinen Wirkstoff, der mit Forskolin vollkommen vergleichbar ist. Wer sich vor allem wegen der blutdrucksenkenden und Leistung fördernden Wirkung an das Mittel gewandt hat, könnte auch mit Nattokinase glücklich werden. Diese hat eine wissenschaftlich bewiesene blutverdünnende Wirkung und senkt so nachgewiesener Weise den Blutdruck. Dabei kann sie durch die ihre Wirkung auch Thrombosen in den Venen abbauen. Eine weitere Option wäre das Enzym Serrapeptase, dem ebenfalls eine positive Wirkung bei Asthma, Blasenentzündungen, Magen- und Darmentzündungen und auf das Herz nachgewiesen werden konnte. Zusammenfassend kann jedoch gesagt werden, dass weder Nattokinase noch Seerapeptase den gleichen großen Wirkungskreis haben, wie der hier vorgestellte Wirkstoff.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Forskolin am Markt zu kaufen?

Der Wirkstoff kann in verschiedenen Einnahmeformen auf dem Markt erworben werden. Dazu gehört zum einen die klassische Form der Tabletten oder Kapseln. Diese sind meist in einer Dosierung von um die 100mg erhältlich. Daneben kann es auch als Pulver oder Injektionsmittel erworben werden. Da der Wirkstoff zu den ätherischen Ölen gehört, eignet sich auch eine Inhalation sehr gut, um ihn in den Körper aufzunehmen.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Forskolin als NEM?

Die Verzehrempfehlung richtet sich nach der Einnahmeform und dem Grund der Einnahme. Die moderne indische Ayurveda Medizin empfiehlt eine Einnahme von insgesamt 50mg des Wirkstoffes innerhalb von zwei bis drei Einnahmen täglich. Dabei ist jedoch auf die Qualität des Produkts zu achten, in Indien wird dabei klassischerweise noch auf die Extraktion von selbst gezüchteten Pflanzen gesetzt. In den westlichen Ländern wird der Wirkstoff aus professionell gezüchteten Pflanzen gewonnen und weist daher meist eine deutlich höhere Konzentration an Foskolin auf. Grundsätzlich sollte auf eine Einnahme von ca. 50mg gesetzt werden. Der Einnahmezeitpunkt sollte dabei idealerweise auf morgens vor der ersten Mahlzeit gelegt werden. Bei bestehenden Verdauungsbeschwerden kann der Wirkstoff jedoch auch nach dem Frühstück noch zu sich genommen werden.

Gibt es beim Kauf von Forskolin etwas zu beachten?

Um eine optimale Wirkung auf den Körper und eine Linderung der Beschwerden zu erreichen ist es wichtig auf die Qualität des Produkts zu achten. Dabei ist es nicht unbedingt einfach gute Produkte von schlechten zu unterscheiden. Zuerst einmal sollte auf den Forskolingehalt in dem ausgesuchten Produkt geachtet werden. Dabei sollte dieser immer unabhängig von der Größe der Kapsel oder des Produkts bei mindestens 20 Prozent liegen. Bei Produkten, bei denen der Gehalt niedriger ist, ist die Qualität des Produkts oft fragwürdig und meist ist der Preis für das was man bekommt zu hoch. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass es sich um ein Produkt mit reinem Colleus Forskohlii als Inhaltsstoff handelt. Bei qualitativ niedrigeren Produkten sind in den Kapseln oft auch Tee oder Koffein enthalten. Während bei anderen Nahrungsergänzungsmitteln Koffein durchaus ein sinnvoller Zusatz sein kann, ist dies bei diesem Nahrungsergänzungsmittel nicht der Fall. Außerdem sollten unabhängige mikroibiologische Untersuchungen garantiert haben, dass in dem Produkt keine Substanzen enthalten sind, die die Gesundheit des Einnehmenden schädigen können. Ein guter Hinweis auf unseriöse Anbieter sind qualitativ schlecht übersetzte Werbetexte und nur fremdsprachige Anleitungen. Es sollte auf jeden Fall ein Produkt mit einer deutschen Anleitung und deutschen Kontaktmöglichkeiten bevorzugt werden, um bei Fragen und Problemen direkt einen Ansprechpartner zu haben.

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