Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Heilpflanze

Currykraut

Autor

Sabrina Laidner
Expertin für Ayurveda
Currykraut

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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behandelnde
Symptome

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30

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Was ist Currykraut?

Das Heilkraut ist auch unter den Bezeichnungen Italienische Strohblume oder Italienische Immortelle bekannt.

Es handelt sich um eine Pflanzenart in der Familie der Korbblütler, die im Mittelmeerraum zu Hause ist. Die Italienische Strohblume wird als Gewürzpflanze verwendet. Die Italienische Immortelle ist ein Halbstrauch, der bis zu 60 Zentimetern hoch wächst. Kennzeichnend ist eine reiche Verzweigung im unteren Teil des Halbstrauches und dichte Blätter. Junge Teile der Pflanze sind von gräulich-weißer Farbe und zudem filzartig behaart. Blattoberseiten, die anfangs filzig behaart sind, verkahlen mit zunehmendem Alter der Pflanze. Nach regen duften die Laubblätter besonders intensiv nach Curry. Von Mai bis August ist die Blütezeit der Pflanze.

In den Blütenkörbchen befinden sich nur Röhrenblüten, die gelb sind.

Die Italienische Immortelle findet man in Südeuropa, auf Zypern oder den Ostägäischen Inseln. In der Literatur werden bis zu 6 Unterarten der Pflanzen beschrieben.

Der intensive Geruch der Blüten erinnert an Curry. Bei heißem Wetter oder nach Regen ist dieser besonders stark wahrnehmbar. Junge Laubblätter und Sprossachsen werden gerne zum Würzen von Reis, Gerichten mit Fleisch oder Soßen verwendet. Auch Fisch wird damit gewürzt. Die Zweige der Pflanzen werden kurz mitgekocht, um die Aromaentfaltung zu unterstützen. Vor dem Servieren werden die Zweige jedoch entfernt. Ansonsten kann es zu Magenbeschwerden kommen. Die Pflanze wird auch in der Floristik verwendet. Man kann sie in Form oder als niedrige Hecke zurecht schneiden. Das ätherische Öl der Pflanze hat eine bakterienhemmende, entzündungshemmende und oxidationshemmende Wirkung. Gewonnen werden kann das ätherische Öl durch Destillation. Die chemische Zusammensetzung gilt als komplex. Je nach Herkunftsgebiet des Currykrautes schwanken die Inhaltsstoffe stark. Die Pflanze wird auch in der Naturheilkunde verwendet.

Insgesamt gilt die Pflanze als pflegeleicht, so dass ein heimischer Anbau unkompliziert ist. Für ein optimales Gedeihen bevorzugt die Pflanze sonnige bis vollsonnige Standorte. Es gilt als hochwertiges Gewürzkraut, dass weitere interessante Eigenschaften besitzt und sich positiv auf die Linderung bestimmter Beschwerden auswirken soll.

Currykraut ist nicht zu verwechseln mit dem Gewürz Curry. Damit hat es nicht mal entfernt etwas zu tun. Currypulver ist eine Gewürzmischung, unter anderem aus Koriander, Pfeffer, Muskatnuss, Kreuzkümmel oder Kardamon. Das Currykraut wird wegen seines typischen Duftes als Currykraut bezeichnet und erhielt so seinen Namen. Der Geschmack ist zwar ähnlich zum Curry, jedoch finden sich bei der Italienischen Strohblume auch Salbeinoten. Geschmacklich ist die Italienische Immortelle ziemlich intensiv und wird auch als angenehm bitter wahrgenommen. Die Pflanze war bereits in der Antike bekannt und wurde in Kräuterbüchern des Mittelalters aufgeführt, wobei damals über die heilende Kraft der Pflanze relativ wenig bekannt war. Empfohlen wurde die Italienische Strohblume gegen Schlangenbisse, Harnprobleme, verschiedene Frauenleiden und gegen Mottenbefall.

Wegen seiner vielseitigen Inhaltsstoffe findet die Pflanze in der Schulmedizin und in der Naturheilkunde Anwendung.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Currykraut einnehmen?

Häufige Anwendung des Currykrautes gibt es zur Linderung von Erkältungskrankheiten, wie Husten oder Bronchitis. Bei Beschwerden der Lymphgefäße, zur Reinigung von Wunden, bei leichten Depressionen, nervösen Unruhezuständen, Prellungen oder Hämorrhoiden wird es empfohlen. Auch bei Hautproblemen wie Juckreiz oder Ekzeme soll es hilfreich sein.

Auch die Anwendung als Tee wird teils empfohlen und bei grippalen Infekten positive Wirkungen zeigen. Allerdings sollten hierfür die Blüten des Currykrauts und nicht die Blätter verwendet werden. Für ein Tasse Currykrauttee sind 1 bis 2 Teelöffel Currykrautblüten nötig, die mit kochendem Wasser übergossen werden und anschließend eine Ziehzeit von etwa 7 Minuten hat. Eine morgendliche und abendliche Anwendung wird empfohlen.

Zur Therapie von Hautkrankheiten, Irritationen der Haut oder leichteren Sonnenbränden gibt es Salben, die auf Basis der Pflanze produziert werden. Ätherische Öle und Flavonoide in der Pflanze haben eine heilende Wirkung.

Die Italienische Immortelle wird auch in Produkten der Naturkosmetik verwendet. Es gibt beispielsweise Feuchtigkeitssprays auf dieser Pflanzenbasis.

In der Küche gibt es vielfältige Einsatzmöglichkeiten als Gewürzkraut zum Verfeinern von Speisen.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Currykraut?

Der Pflanze werden wundheilende, entzündungshemmende, schleimlösende, krampflösende, antibakterielle, fungizide und entspannende Eigenschaften nachgesagt. Durch die enthaltenen ätherischen Öle, Bitterstoffe und Flavonoide wirkt es auch verdauungsfördernd und fördert körpereigene Abwehrmechanismen.

Es sollte jedoch nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Kindern unter 12 Jahren verabreicht werden.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Currykraut auftreten?

Als mögliche Nebenwirkung werden Magenreizungen beschrieben.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Currykraut, bis sich erste Erfolge einstellen?

Ein Currykrauttee morgens und abends zur Linderung der Beschwerden bei grippalen Effekten soll rasche Linderung bringen. Verwendet als Salben oder Cremes zur Abschwellung wirkt es auch zeitnah.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Currykraut?

Die Pflanze kommt besonders häufig im Mittelmeerraum vor, da sie sonnige Plätze bevorzugt. Ein heimischer Anbau im Kräutergarten ist jedoch möglich. Die Pflanze ist ein Lichtkeimer. Die Samen werden nur leicht in die Erde gedrückt und leicht bewässert. Der Boden sollte anschließend immer leicht feucht gehalten werden. Gewöhnlich sieht man die Keimlinge bereits nach circa 2 Wochen.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Currykraut aus?

Das Ausgangsprodukt der Pflanze sind Samen, aus denen die Pflanze keimt und gedeiht.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Currykraut noch bekannt?

Die Pflanze ist auch unter den Namen Italienische Strohblume, Italienische Immortelle, Unsterbelein, Sonnengold oder Gelbe Strohblume bekannt.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Currykraut enthalten?

Die Pflanze enthält ätherisches Öl, Bitterstoffe und Gerbstoffe.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Currykraut?

Gut verträglich mit der Pflanze ist Salbei, Thymian, Bohnenkraut und Lavendel. Hinsichtlich der Wirkung wirkt auch Salbei entzündungshemmend. Wie bereits beschrieben hat Sonnengelb mit dem bekanntem Curry grundsätzlich nichts zu tun. Lediglich der Duft ist ähnlich.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Currykraut am Markt zu kaufen?

Sonnengelb gibt es als Samen zu kaufen, die man selbst anpflanzen kann. Die Blüten und Blätter kann man dann ernten. Es gibt zudem fertige Produkte auf der Basis der Pflanze, wie beispielsweise in der Naturkosmetik. Ätherische Öle sind in der Naturheilkunde beliebt. Getrocknete Blüten in Bio-Qualität sind ebenfalls käuflich zu erwerben.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Currykraut als NEM?

Hinsichtlich der Verzehrsempfehlung gibt es keine konkreten Angaben in der Literatur. Als Currykrauttee verwendet, wird ein 2 mal täglicher Trunk empfohlen zur Linderung von Erkältungsbeschwerden. Um Magenreizungen vorzubeugen, sollte man es bei der empfohlenen Verzehrsempfehlung belassen. Im Zweifelsfall sollte ein Arzt konsultiert werden.

Gibt es beim Kauf von Currykraut etwas zu beachten?

Currykraut gibt es zumeist nur als frische Pflanze. In vielen Pflanzencentern, Onlinehändlern und einigen Baumärkten gibt es zur Saison ausgewachsene Currykraut-Pflanzen zu kaufen. Beachtenswert beim Kauf ist, dass die Erde in der die Pflanze steckt, nicht zu nass ist. Die Blätter sollten darüberhinaus nicht hängen und die typische silbrig-graue Farbe haben. Schädlinge sind beim Sonnengelb selten. Beim Kauf sollte auch auf den botanischen Namen (Helichrysum italicum) ein Augenmerk gelegt werden. Einige Händler bieten andere Arten der Familie Helichrysum als Currykraut an. Dies kann zu Verunsicherung oder gar zu Enttäuschung führen. Saatgut gibt es zumeist nur bei Onlinehändlern.

Ätherische Öle des Currykrautes werden vorallem kosmetischen Produkten und Parfums beigesetzt. Echtes ätherisches Öl ist sehr kostspielig. Für 100 ml muss man mit mehreren hundert Euro rechnen. Das Öl wird Immortellenöl genannt.

Fazit

Wieder einmal hat die Natur ohne Menschenhand etwas geschaffen, dass das menschliche Leben unterstützt, Beschwerden lindert und optisch ansehnlich ist. Die Heilkräfte der Natur spiegeln sich auch im Sonnengelb wieder. Die Natur besitzt Fähigkeiten, um ohne Chemiebomben Wunden zu heilen, gegen Erreger wie Pilze oder Bakterien wirksam zu sein und sogar positive Effekte auf die Psyche zu haben. Das Kraut ist in Mitteleuropa noch nicht so lange bekannt, erfreut sich jedoch zunehmender Beliebtheit. Der vielfältige Einsatz in der Küche lässt Speisen verfeinern. Kreative Köpfe entwickeln tolle Rezeptideen mit der Italienischen Immortelle. Das Kraut lässt sich in Aroma und Geschmack sehr gut konservieren. Man kann es einfrieren oder in Öl einlegen. Von der Trocknung des Sonnengelbs zur Haltbarmachung raten einige Menschen ab, da zu viele wertvolle ätherische Öle verloren gingen durch den Trocknungsprozess. Beim Einfrieren soll es ratsam sein, die Blätter als Ganzes einzufrieren und nicht zuvor kleinzuhacken. Für das Einlegen in ÖL werden ebenfalls ganze Zweige empfohlen. Diese geben dann ihr Aroma an das Öl ab. Reines Öl eignet sich auch zur Einreibung bei Verstauchungen, Prellungen oder Arthritis. Dieses Öl ist allerdings nicht zum Verzehr geeignet und kann zu Vergiftungserscheinungen führen.

Das Currykraut hat nichts mit dem bekannten Curry zu tun. Es ist in Currymischungen nicht mal enthalten. Lediglich aufgrund seines ähnlichen Geruches verdankt es seinen Namen und ist ein vielseitig einsetzbares Küchen- und Heilkraut.

Studien zu Currykraut

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