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Was ist Ampfer?

Bei Ampfer handelt es sich um eine Pflanze, die der Familie der KnöterichgewĂ€chse angehört. Von dieser Gattung gibt es um die 130 Arten, die sich nur schwer voneinander unterscheiden lassen. Oftmals wird dieses GewĂ€chs als Unkraut angesehen und einfach weggeharkt. Grund dafĂŒr ist, dass die Pflanze im Garten bzw. auf dem Rasen doch recht lĂ€stig werden kann. Nur wenige kennen daher den gesundheitlichen Wert der Pflanze und ihren Nutzen als Heilpflanze. Wissenswert ist, dass Ampfer sehr gering giftig ist. Das GewĂ€chs kann allerdings auch in geringen Mengen zum Kochen verwendet und sogar roh verzehrt werden. Verwendet werden nicht alle Ampferarten fĂŒr die Zubereitung von Speisen. Einige Arten dienen aber schon lange als Zutat vor allem fĂŒr aromatische Salate. Sehr gut kann man damit auch KrĂ€utersuppen und KrĂ€uterquark wĂŒrzen. Das GewĂ€chs kann auch in Butter angedĂŒnstet und wie Mangold oder Spinat gekocht werden. Als Futterpflanze hat Ampfer eine nur sehr geringe Bedeutung. Alle Ampferpflanzen enthalten OxalsĂ€ure. Die bekanntesten Arten sind der Wiesen-Sauerampfer, Krauser Ampfer und der Sauerampfer. Der Sauerampfer wurde schon in der Antike hochgeschĂ€tzt als WĂŒrzpflanze und auch als Heilmittel. Vom Geschmack her ist der Sauerampfer frisch und sĂ€uerlich. Sauerampfer ist auch Bestandteil der berĂŒhmten Frankfurter GrĂŒnen Soße. Eingelegt im Glas ist Sauerampfer in Russland eine SpezialitĂ€t. Man erhĂ€lt den Sauerampfer in russischen LebensmittellĂ€den das ganze Jahr ĂŒber. Sauerampfer wurde auch durch den berĂŒhmten Pfarrer Kneipp als nĂŒtzliches Heilmittel in seinem Buch erwĂ€hnt.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Ampfer einnehmen?

Als Heilpflanze kann diese Pflanze gegen Hautprobleme eingesetzt werden. Und auch gegen Erkrankungen der Atemwege kann Ampfersaft helfen. Die Pflanze findet sich zudem in pflanzlichen Mitteln zusammen mit HolunderblĂŒten, mit Enzianwurzeln und mit Eisenkraut sowie SchlĂŒsselblumenblĂŒten. Diese Pflanzen gemeinsam ergeben ein wirksames Phytotherapeutikum, das fĂŒr die Behandlung von einer NasennebenhöhlenentzĂŒndung und von Schnupfen und drĂŒckenden Kopfschmerzen eingesetzt werden kann. Eingenommen werden kann das Heilkraut auch bei Muskel- und Gelenkschmerzen, bei Verdauungsbeschwerden, gegen Stress und bei Schlafstörungen. Zudem kann die Verwendung von diesem Naturprodukt auch einen Mineralstoffmangel ausgleichen und seine Verwendung gilt auch als fiebersenkend. Einnehmen kann man den Ampfer sowohl innerlich wie auch Ă€ußerlich. Tee aus den getrockneten Wurzeln kann auch als AbfĂŒhrmittel genutzt werden. Die Verwendung der Pflanze hatte frĂŒher als KĂŒchenkraut eine sehr große Bedeutung. Als vitaminreiche Kost Mangelware war, war es vor allem Sauerampfer, der verzehrt wurde, um Skorbut nachhaltig zu heilen.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Ampfer?

Ampfer werden als Heilpflanze verschiedene Wirkungen zugeschrieben. Hierzu gehört, dass er abfĂŒhrend wird, aber auch adstringierend und antianĂ€misch sowie blutreinigend, harntreibend und letztlich auch tonisch. Zudem werden der Pflanze auch weitere Wirkweisen zugesprochen wie entwĂ€ssernd, Schleim verflĂŒssigend, immunstĂ€rkend, abfĂŒhrend, appetitanregend und blutreinigend. Die Wirkungen von Sauerampfer sind weitgehend wissenschaftlich belegt. Nicht eindeutig belegt ist der Hinweis aus dem KrĂ€uterbuch von Pietro Andrea Mattioli aus dem Jahr 1590. Damals wurde Sauerampfer offenbar zur Behandlung von Verstopfungen und auch bei Ohrenschmerzen und Zahnschmerzen verwendet. In diesem KrĂ€uterbuch wurde empfohlen die Pflanze fĂŒr die Zubereitung des Suds in Wein zu legen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Ampfer auftreten?

Egal welche Art der Pflanze verwendet wird, man sollte mit dem Kraut sparsam umgehen. Grund dafĂŒr sind die reichlich enthaltenen Oxalate und Alkalisalze. Gelangen diese in grĂ¶ĂŸeren Mengen in den Magen und den Darm können sie dort Reizungen auslösen. Menschen mit Nieren- oder Gallenproblemen sollte auf den Verzehr dieser Pflanze verzichten. Dies gilt auch, wenn Lebererkrankungen vorliegen bzw. bekannt sind. Auch wĂ€hrend der Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf den Verzehr dieser Pflanze verzichtet werden. Grund dafĂŒr ist das enthaltende Kaliumhydrogenoxalat, das KrĂ€mpfe auslösen kann. Möglich ist, dass eine Ampferallergie vorliegt. Ausgelöst wird diese durch Ampferpollen. Auf diese reagieren einige Menschen allergisch. Diese Allergie hat allerdings nur eine mittlere allergische Potenz. Zu den Symptomen einer Ampferallergie zĂ€hlen Niesen oder auch ein Schnupfen sowie Husten. Wer bereits weiß, dass er eine Ampferallergie hat, sollte natĂŒrlich auf den Verzehr der Pflanze verzichten. Mögliche Kreuzallergien sind nicht bekannt. Wer an einem Eisenmangel leidet, der sollte ebenfalls auf Sauerampfer verzichten, nachdem er eisenhaltige Mahlzeiten zu sich genommen hat. Die Zeitspanne, die zwischen dieser Mahlzeit und dem Verzehr von Ampfer liegen sollte, betrĂ€gt mindestens zwei Stunden. Grund dafĂŒr ist, das die hochdosierte Mengen an OxalsĂ€ure, die in dieser Pflanze enthalten sind, die Eisenaufnahme aus pflanzlicher wie auch aus tierischer Nahrung behindert. Auch bei WiederkĂ€uern wie beim Pferd kann die Pflanze zu Nebenwirkungen fĂŒhren, wenn das Pferd diese Pflanze in großen Mengen frisst. Das Pferd kann Vergiftungserscheinungen zeigen. Grund dafĂŒr ist, dass die Inhaltsstoffe in der Pflanze zur Absenkung des Blut-Kalziumspiegels fĂŒhren können.

Die Pflanze bzw. Teile der Pflanze sollten grundsĂ€tzlich nur in Maßen eingenommen werden. Die Pflanze enthĂ€lt zwar eine nennenswerte Menge der Vitamine A und C, doch wegen des hohen OxalsĂ€uregehalts ist sparsam damit umzugehen. Vor allem sollte eine Einnahme mit Milchprodukten vermieden werden bzw. auch hier auf ein maßvolles Niveau geachtet werden. Wenn die Pflanzenteile wie Spinat gekocht werden, sollte ein emaillierter Topf verwendet werden. Grund dafĂŒr ist, dass blanke Stahl- oder auch Aluminiumtöpfe mit der in der Pflanze enthaltenen OxalsĂ€ure reagieren. Es entsteht bei der Verwendung von Stahl- oder auch Aluminiumtöpfen in der Regel ein metallischer Beigeschmack.

PflanzenblĂ€tter mit roter Farbe sollten nicht verzehrt werden. Diese können vor allem bei einer großen Verzehrmenge Vergiftungserscheinungen herbeifĂŒhren. Grund dafĂŒr ist der hohe Gehalt an OxalsĂ€ure in diesen BlĂ€ttern. Die rote Farbe zeigt an, dass der Gehalt an diesem Inhaltsstoff sehr hoch ist.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Ampfer, bis sich erste Erfolge einstellen?

Wie bei allen WildkrĂ€utern gilt auch bei Ampfer, dass die Wirkung erst nach einiger Zeit einsetzt. Allerdings hat Ampfer eine weitgehend sofortige Wirkung zum Beispiel bei der Absenkung von Fieber. Wurde die Wildpflanze mit anderen Pflanzen in einem Medikament kombiniert und wird sie als Kapsel bzw. Tablette regelmĂ€ĂŸig eingenommen, setzt die Wirkung auch recht frĂŒh ein. Hierzu sollte man genau die Verpackungsbeilage lesen.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Ampfer ?

Ampferarten geben es auf der ganzen Welt. In Mitteleuropa wĂ€chst bis in die Höhenlagen von ca. 1600 Metern der stumpfblĂ€ttrige Ampfer. Die bevorzugten Wachstumsorte des Ampfers sind hier WegrĂ€nder aber auch landwirtschaftliche FlĂ€chen, die zurzeit nicht bewirtschaftet werden. Anzutreffen ist die Pflanze auch auf Wiesen, vor allem auf Wildwiesen. Die Pflanze ist was den Standort angeht, eher anspruchslos. Das KnöterichgewĂ€chs gedeiht am besten auf sonnigen bis halbschattigen FlĂ€chen. Die Pflanze bevorzugt dabei feuchte Böden, die nĂ€hrstoffreich sind und humusreich. Der Sauerampfer wird hĂ€ufig im Topf angepflanzt, wenn er als KĂŒchenkraut verwendet werden soll. In diesem Fall sollte ein Standort im Halbschatten verwendet werden. In diesem Fall bleiben die BlĂ€tter der Pflanze klein und entwickeln einen milderen Geschmack als die großblĂ€ttrigen Pflanzen. Der Boden fĂŒr die Topfpflanze sollte nicht zu kalkhaltig sein. Sauerampfer wird ausgesĂ€t. Die Aussaat sollte zwischen MĂ€rz und April stattfinden. Auch auf der Fensterbank kann die Pflanze kultiviert und als KĂŒchenkraut spĂ€ter verwendet werden. Die Pflanze benötigt nach der Keimung eine Temperatur von um die 15 °C. Die BlĂ€tter sollten direkt nach der Ernte verwende werden. Dann sind sie frisch und schmecken sehr mild. Das Trocknen und Einfrieren ist nur bedingt möglich. Eine Konservierung durch das Einlegen in Öl ist indes gut möglich.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Ampfer aus?

Bei Ampfer handelt es sich um eine Pflanze, die Pfahlwurzeln hat. Diese können bei den stumpfblĂ€ttrigen Arten bis in eine Tiefe von zwei Metern reichen. Die Wurzeln der Pflanze verfĂŒgen ĂŒber ein eigenes BelĂŒftungsgewebe. Dies macht die Pflanze letztlich zu einem Unkraut, das viele auf ihrem Rasen und in ihren GĂ€rten bekĂ€mpfen wollen oder sogar mĂŒssen, damit diese Pflanze nicht andere Pflanzen verdrĂ€ngt. Bei dieser Pflanze handelt es sich um eine Pionierpflanze. Das heißt, diese Pflanze kann auch dort wachsen, wo nichts anderes wĂ€chst. Charakteristisch fĂŒr die Pflanze sind die krĂ€ftigen Stiele, die große BlĂ€tter ausbilden. Diese BlĂ€tter haben die Form von Ellipsen. Die BlĂ€tter wachsen dann weiter oben lanzettförmig und haben schmalere BlĂ€tter. Die Pflanze kann ca. 1,20 Meter hoch werden und hat gelb-grĂŒne BlĂŒten. Eine einzige Pflanze ist in der Lage bis zu 6000 Samen zu produzieren. Die Samen sind sehr resistent und können auch in Jauche, in GĂŒlle und sogar in Misthaufen und Heuhaufen ĂŒberlegen und diese FlĂ€chen besiedeln. Als Heilkraut verwenden kann man von dieser Pflanze die BlĂ€tter, aber auch den Pflanzensaft sowie die im Herbst gesammelten und danach getrockneten Wurzelstöcke.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Ampfer noch bekannt?

Der wissenschaftliche Name dieser Pflanzengattung heißt Rumex. Je nach Ampferart wird diese Bezeichnung einer weiteren lateinischen Bezeichnung vorangestellt. Eine her veraltete Bezeichnung fĂŒr diese Pflanze ist Mönchsrhabarber. In alten KrĂ€uterbĂŒchern findet man auch Bezeichnungen wie Mengelwurz oder Sauwerampffer fĂŒr dieses Kraut.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Ampfer enthalten?

Neben dem Hauptinhaltsstoff OxalsÀure enthÀlt diese Pflanze auch reichlich Vitamin C und Kaliumbioxalat. Enthalten sind zudem Eisen und auch Flavonglykoside, aber auch Gerbstoffe und GerbsÀure sowie Hyperosid. Die Vitamine B1, B2, B6 und E sind ebenfalls in dieser Pflanze reichlich enthalten. Der Vitamin C Gehalt dieser Pflanze ist aber nicht zu toppen. Dieser liegt pro 100 Gramm Kraut bei 50 bis 100 Milligramm.

Ähnliche Superfoods

Gibt es Àhnliche Superfoods, die wirken wie Ampfer?

Allein an Ampferarten gibt es um die 130. Nicht alle werden auch als KĂŒchenkraut oder als Heilmittel verwendet. Es gibt auch viele Arten von diesem Wildkraut, das weniger erforscht ist. Neben Ampfer gibt es zudem noch viele andere Arten von KrĂ€uter, die als Heilmittel verwendet werden und Ă€hnliche Wirkungen haben.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Ampfer am Markt zu kaufen?

Ampfer gibt es fĂŒr die Ă€ußerliche Anwendung als Zutat gemeinsam mit anderen HeilkrĂ€utern in Form von Salben und Cremes, aber auch als Aufguss. Und auch in einigen BadezusĂ€tzen ist Ampfer enthalten. FĂŒr die innerliche Anwendung gibt es Ampfertee und Ampfersaft. DarĂŒber hinaus können auch Kapseln mit Ampfer und anderen KrĂ€utern gekauft werden. Vor allem Ampfersaft ist weit verbreitet. Hieraus wird Tee gekocht und kann auch Extrakt bereitet werden. Der Tee kann entweder getrunken werden oder als Umschlag bzw. als Kompresse genutzt werden, zum Beispiel bei Gelenk- oder bei Muskelschmerzen. Als die BlĂ€tter des Sauerampfers werden als NahrungsergĂ€nzung angesehen, wenn diese im Salat verzehrt werden. Ein Tee aus den getrockneten Wurzeln kann als AbfĂŒhrmittel verwendet werden.

Ein Sauerampfertee kann auch die allgemeine VitalitĂ€t steigern und die Blutreinigung fördern. DafĂŒr nimmt einen gehĂ€uften Esslöffel frischen Sauerampfer und 250 Milliliter Wasser, kocht dieses auf und gibt dieses ĂŒber den Sauerampfer. Der Teeaufguss sollte fĂŒnf bis zehn Minuten ziehen.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Ampfer als NEM?

Ampfertee sollte in nicht zu großen Mengen konsumiert werden. Drei Tassen am Tag sind ausreichend. Zudem sollte die Anwendung nicht lĂ€nger als eine Woche dauern. Wenn es sich um ein pflanzliches Heilmittel handelt, zudem die Pflanze verwendet wurde, sollte genau nach Dosieranleitung verfahren werden. Dies gilt auch fĂŒr die Einnahme der Kapseln. Die Dosierung ist von PrĂ€parat und Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Grund dafĂŒr ist, dass verschiedene Mengen der Pflanzen in den verschiedenen PrĂ€paraten enthalten sind. Auch bei der Beigabe von BlĂ€ttern in den Salat sollte man es nicht ĂŒbertreiben von der Menge her. Ansonsten kann der Salat einen leicht bitteren Geschmack annehmen.

Gibt es beim Kauf von Ampfer etwas zu beachten?

Kaufen kann man Sauerampfer, den wohl bekanntesten Vertreter dieser Pflanzenart, in jedem gut sortierten GemĂŒsegeschĂ€ft. Es gibt Ampfer auch in NaturkostlĂ€den und auf dem Wochenmarkt. Im FrĂŒhling kann man ihn auch selbst sammeln. Allerdings sollte man ein gutes Bestimmungsbuch mit dabei haben. Es besteht sonst die Gefahr, dass man die Pflanze mit anderen womöglich giftigen Pflanzen verwechselt. Wer die Pflanze selbst sammelt, sollte vor allem ab Mitte Juni genau hinschauen. Denn dann fĂ€rben sich die BlĂ€tter der Pflanze rot. Die rote Farbe deutet darauf hin, dass es in der Pflanze zu einem Anstieg des Kalium-Hydrogen-Oxalats gekommen ist in den BlĂ€ttern. Diese Pflanzen sollten nicht gesammelt werden. Denn eine hohe Konzentration dieses Stoffs kann zu KrĂ€mpfen und zu Durchfall und sogar zu OrganschĂ€den fĂŒhren. Gut anpflanzen bzw. aussĂ€en lĂ€sst sich die Pflanze in Töpfen, die man ans KĂŒchenfenster stellen kann. Angeboten wird in der Regel Sauerampfersamen.

Unsere Produkt-Empfehlung fĂŒr Ampfer
Hilde Sonntag

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